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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Jugendreferent Ingo Müller verabschiedet
09.03.2016 15:07

Im Sonntagmorgengottesdienst in der Ev. Kirche Neunkirchen und im abendlichen Lobpreisgottesdienst der Jugendallianz in der Ev. Christuskirche Zeppenfeld wurde am vergangenen Sonntag (6. März 2016) Ingo Müller verabschiedet. Seit August 2008 ist Ingo Müller Jugendreferent der Ev. Kirchengemeinde Neunkirchen. Ende März verlässt er die Kirchengemeinde und übernimmt eine Stelle beim Deutschen EC-Verband, einem christlichen Jugendwerk mit Sitz in Kassel. Hier ist er zuständig für die Teenagerarbeit, für die Nutzung neuer Medien, einer Mitarbeiterzeitschrift, der Entwicklung neuer Arbeitsmaterialien für die Arbeit mit Teenagern sowie Predigtdienste. Mit Ingo Müller ziehen seine Ehefrau Johanna sowie die Söhne Silas und Oscar mit in die Stadt unter dem Herkules. Der Wechsel passt jetzt, bevor der ältere Sohn Silas im nächsten Jahr in die Schule kommt.

Pfarrer Michael Junk sagte im Sonntagmorgengottesdienst: „Wir durften Ingo als einen sehr engagierten und selber vom Glauben an Jesus Christus begeisterten Menschen kennenlernen, der es in den 7,5 Jahren, die er nun bei uns gearbeitet hat, verstand, viele junge Menschen zu begeistern und für die Mitarbeit in der Jugendarbeit zu gewinnen. Wer mit ihm zu tun hatte, konnte erleben, wie er immer wieder neu kreative Ideen entwickelte, um junge Menschen mit den Themen des Glaubens zu erreichen.“

In seine neue Stelle nimmt der agile Jugendreferent viele Erfahrungen aus der christlichen Jugendarbeit in Neunkirchen mit, die stark durch die evangelische Kirchengemeinde und den CVJM geprägt ist. Für mehr als 30 Gruppen und auch für Konfirmanden war er zuständig. Die Weiterbildung der Ehrenamtlichen hatte einen hohen Stellenwert. Und auch die Zusammenarbeit mit anderen christlichen Gemeinden im Rahmen der Evangelischen Allianz wurde von ihm gepflegt.

Besonders aber das Projekt 3D, das nun schon im sechsten Jahr läuft, hält Müller für einen großen Gewinn. Jugendliche lassen sich während eines Jahres darauf ein,  sich selbst aktiv auszuprobieren und zu entwickeln. Müller: „Unterschiedlichste Jugendliche sind zusammen auf der Suche nach sich selbst, ihrem Glauben, ihren Gaben, Aufgaben und Hingaben. Sie kommen aus unterschiedlichen Bildungsschichten, Gruppen und Orten zusammen, werden wertgeschätzt und erhalten Entfaltungsspielräume. Scheitern ist erlaubt, ohne dass dadurch Schaden entsteht. Gefördert und geprägt werden Persönlichkeiten, Kompetenzen und Frömmigkeit, Neues wird zugelassen und womöglich sogar Jugendliche als Mitarbeitende gewonnen.“ Nach Ablauf des Jahres gibt es ein Abschlussgespräch, aus dem die Jugendlichen gewachsen herausgehen.

Seine Aufgabe habe er auch darin gesehen, das, was sich in den Jahren entwickelt habe, so zu übergeben, dass es ohne ihn weiterbestehe. In seiner Zeit in Neunkirchen sind ein Freizeitbuch entstanden, Bibellese- und Gebetsmethoden. Arbeitsmaterial, mit dem man gut christliche Jugendarbeit gestalten kann. In guter Zusammenarbeit mit den Pfarrern ist die Konfirmandenarbeit umgestaltet worden. Jugendarbeit und Konfirmandenarbeit sind stärker aufeinander bezogen. Hier haben auch viele CVJM mitgezogen.

Der Jugendreferent nimmt wahr, das sich der Alltag der Jugendlichen in den vergangenen Jahren verändert hat. Die Jugendlichen kämen nicht mehr selbstverständlich in die Jugendgruppen. Die Terminkalender sind deutlich voller geworden, die Zeit schnelllebiger. Hinzu komme eine starke Inanspruchnahme durch soziale Medien. Druck erlebten Jugendliche stärker in Schule und Elternhaus. Hier setze beispielsweise das Konzept von 3D an. Künftig müsse man wohl noch stärker auf Beziehungsarbeit setzen.

Müller ist ein Spiele-Freak, der auch gerne mal Spiele selbst entwickelt. Einige seiner Spiel-Ideen sind soweit gediehen, dass man sie kaufen kann. So ist in der Neunkirchener Jugendarbeit die Krimispiele-Box entstanden. Hierbei haben etliche Jugendliche mitgewirkt und ihr Belegexemplar erhalten. Auch Freizeiten erwiesen sich immer wieder als eine gute Ideen-Schmiede.

Müller: „Ich habe eine gute Zeit in Neunkirchen gehabt und denke positiv zurück. Ich gehe, weil ich spüre, es ist dran, etwas Neues anzupacken. Zudem soll man ja möglichst dann gehen, wenn man gut gehen kann.“

kp

 

Text zum Bild oben: (Foto privat)

Johanna, Oscar, Silas und Ingo Müller (v. li.) ziehen von Neunkirchen nach Kassel. Mit im Gepäck sind viele gute Erfahrungen aus der christlichen Jugendarbeit im Freien Grund.


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