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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Tagung „Gemeinde geistlich leiten“
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03.06.2004 16:14
Bevor man sich auf den Weg begibt, ist die Routenplanung angemessen und sinnvoll. Gut 20 Presbyter aus dem Siegerland - zur Hälfte in dieser Wahlperiode neu eingestiegen, zur Hälfte mit Erfahrungen aus früheren Amtszeiten - waren sich in diesem Punkt einig! In der CVJM Tagungsstätte „Haus Elsenburg“ in Kaub am Rhein einige Turmhöhen über der trutzigen Pfalz im Fluss fanden sie einen Ort zu solchem Vorhaben. Das Thema der Zusammenkunft „Gemeinde geistlich leiten“ kann man in kaum einer anderen Umgebung besser bedenken. Es ging darum, vor dem Berg von unterschiedlichen Aufgaben, die das Amt des Ältesten begleiten, nicht mit Aktionismus zu kapitulieren. Es ging auch darum, durch aufmerksames Ordnen und Sortieren die zentralen von den randständigen Aufgaben zu trennen, zwischen „dringend“ und „wichtig“ unterscheiden zu lernen. Dass die zusammengekommenen Presbyter bei diesem Tun kompetent unterstützt wurden, ist der großen Erfahrung des Referenten, Jürgen Dusza, zu verdanken. Er stellte das wichtige Handwerkzeug für den Alltag der Gemeindeleitung vor, nahm die Visionen der Teilnehmer feinfühlig auf und bot aus seinem Schatz an realen Beispielen, Konkretion und Ausblick an: Dazu gehörten Erfahrungen aus dem „Ruhrpott“, in der eine Gemeinde unbefangen und mit ganzem Herzen die Frage der Erreichbarkeit ihrer Mitbürger mit besonderen Gottesdienstformen angegangen ist. Die gleiche Gemeinde versuchte durch Konzentration auf Zielgruppen, Pfade durch Gleichgültigkeit und Kirchenmüdigkeit zu bahnen – Konzentration auf solche Zielgruppen, die all zu leicht von ausgetretenen Pfaden im Gemeindebau vergessen werden. Aber auch von den Erfahrungen aus England, wo die Auflösungserscheinung von „Volkskirche“ längst dramatische Formen erreicht und erstaunliche Reaktionen in Gang gesetzt hat, die man dort „church-planting“ nennt, konnten die Teilnehmer lernen. Mit solchen Ideen versorgt und dem Handwerkszeugs des Presbyters ausgestattet, gesegnet im Gottesdienst mit Superintendent Friedemann Hillnhütter führte der Weg zurück ins Siegerland und in die Zeit der Amtsperiode, mit dem festen Entschluss, auf dem Weg der kommenden 8 Jahre immer wieder solche Zeiten des Innehaltens einzuplanen, um dabei Rück- und Ausblick zu nehmen. Dr. Matthias Lagemann Text zum Bild: Foto Friedrich-Wilhelm Nöh Von Erfahrungen aus dem „Ruhrpott“ und aus England konnten die Seminarteilnehmenden auf der Elsenburg bei Kaub für ihre Arbeit in den Presbyterien profitieren.

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