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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Synode Evangelischer Kirchenkreis Siegen IV
Mottowettbewerb Kreiskirchentag
Präses oder Bischof?
Neuer Leiter Jugendreferat

01.07.2016 12:52

Wettbewerb
Motto und Logo
für den Kreiskirchentag

Der Kreiskirchentag und das Reformationsjubiläum in 2017 rücken näher.

Ein Höhepunkt des Reformationsjubiläums wird im Kirchenkreis Siegen der  Kreiskirchentag sein, der vom 23. bis 25. Juni 2017 in der Siegener Innenstadt stattfinden soll.

Zu einem solchen Fest gehört ein passendes Motto, das die Grundidee des Anlasses kurz und prägnant zusammenfasst. Hierzu wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben. Eingegangen sind 24 Ideen, die etliche interessante Formulierungen und grafische Elemente aufzeigten. Eine kleine Jury hatte die  Einsendungen gesichtet und eine Vorauswahl von drei Vorschlägen erstellt, die auf der Synode präsentiert wurde.

Die Synodalen waren aufgefordert zu punkten und ein Stimmungsbild zu erstellen, das zur Prämierung des Wettbewerbs verwendet werden soll.   

Das Motto mit einem passenden Logo soll nicht nur auf den Plakaten des Kreiskirchentages seinen Platz finden, sondern natürlich auch das Programmheft schmücken, die Internetveröffentlichungen und vieles mehr.

Eine Einsendung, so wurde betont, eignete sich so gar nicht für ein Logo. Aber war so interessant, dass zurzeit überlegt werde, ob daraus nicht eine Plakatserie mit unterschiedlichen Personen erstellt werden könne.

Über die Mittagszeit wurde kräftig diskutiert, überlegt und gepunktet. Am Ende der Synode war das Stimmungsbild eindeutig. Die meisten Synodalen und Gäste hatten sich für das Motto „Zum Leben befreit“ ausgesprochen. Es stammt von dem fast 15-jährigen Schüler Friedrich Schlüter aus Siegen. Herzlichen Glückwunsch!

kp

 

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)

Das Motto für den Kreiskirchentag in Siegen soll lauten: Zum Leben befreit. Die Einsendung von Friedrich Schlüter erhielt die meisten Punkte.


 

Präses oder Bischof?

Welche Dienstbezeichnung des leitenden Theologen der Evangelischen Kirche von Westfalen ist in der Öffentlichkeit weniger erklärungsbedürftig? Ist es die derzeit gültige Bezeichnung „Präses“ oder vielleicht doch die Bezeichnung „Bischof“? Hierzu sollen sich die Kirchengemeinden und Kirchenkreise gegenüber der Landeskirche äußern.

Pfarrerin Annegret Mayr als ehemalige Landessynodale brachte das Thema ein. Als Vikarin und danach, wenn sie bei Goldhochzeiten eine Urkunde mit der Unterschrift und Dienstbezeichnung des Präses überreicht habe, sei eine Erläuterung der Bezeichnung „Präses“ immer erforderlich gewesen. Dann sei Annette Kurschus, ehemals Pfarrerin und Superintendentin im Kirchenkreis Siegen, Präses der westfälischen Landeskirche geworden und eine Erklärung der Dienstbezeichnung sei nicht mehr nötig. Die Amtsinhaberin und ihr Amt seien in der Region bekannt.

Mayr erläuterte, wie sich die Kirchenordnung seit der Provinzialsynode, dann während der NS-Zeit  mit der Bekennenden Kirche und danach entwickelt und verändert hat. 1948 sei schon einmal auf der Landessynode darüber beraten worden, ob nicht „Bischof“ der bessere, weil verständlichere  Titel wäre. Mit dem Bischofstitel werde deutlich, so habe man damals gemeint, dass der Träger ein Zeuge und Bote aus dem Raum der Kirche sei. An den Widersprüchen aus den Kirchenkreisen Siegen und Wittgenstein sei die Einführung des Titels „Bischof“ damals gescheitert. Jetzt käme die Frage erneut auf.

Eingegangene Voten einiger Kirchengemeinden sprächen für die Beibehaltung der Dienstbezeichnung „Präses“. Diese Bezeichnung bringe besser den presbyterial-synodalen Charakter zum Ausdruck. Der Bischofstitel lasse, nach katholischem Vorbild, eher an eine Kirche denken, die von oben nach unten durchregiere.

Mayr machte deutlich, dass es sich bei der Veränderung der Dienstbezeichnung nicht um eine Veränderung der Machtverhältnisse handle. Das Präsesamt vereinige schon jetzt den Vorsitz der Landessynode, die Kirchenleitung und die Leitung des Landeskirchenamtes. Dieses Amt habe so viel Macht, wie sie kein Bischof anderer Landeskirchen innehabe.

Superintendent Stuberg wies darauf hin, dass von den 20 Landeskirchen 12 den Titel Bischof verwendeten. Zwei verwendeten die Dienstbezeichnung Präses. Es gebe auch Landessuperintendenten und in der Bremischen Landeskirche werde der leitende Geistliche „Schriftführer“ genannt.

Das Für und Wider beider Dienstbezeichnungen wurde diskutiert. Erklärungsbedürftig, so wurde deutlich, ist jeder Titel.

Oberkirchenrat Dr. Ulrich Möller machte deutlich: „Wir wollen keine Hierarchisierung und auch keine „Kirche von oben“. Der Präses sei in Leitungsgremien eingebunden und habe das gleiche Stimmrecht wie andere Mitglieder auch. Der Präsestitel stamme aus dem Kirchenkampf. Freie Synoden freier Gemeinden hätten ihren Präses gewählt. Es sei ein zeitlich befristetes Amt. Die Amtsträgerin spreche für unsere Kirche. Sie sei leitende Theologin durch die Kraft des Wortes.

Daran solle nichts geändert werden. Es gehe um die Frage, ob ein Titel, der nichts erkläre und erst erklärt werden müsse, in der medialen Kommunikation hilfreich sei, um Gehör zu finden.

Die Synode des Evangelischen Kirchenkreises Siegen empfahl mit großer Mehrheit der Landessynode der Evangelischen Kirche von Westfalen, den Titel „Präses“ für den leitenden Geistlichen bzw. die leitende Geistliche beizubehalten.

kp

 


 

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)

Volker Peterek (im Bild links), bislang Jugendreferent in der Region 5 (Kirchengemeinden Freudenberg, Oberfischbach, Oberholzklau, Olpe und Trupbach-Seelbach), wird neuer Leiter des Referates für Jugend und Gemeindepädagogik im Evangelischen Kirchenkreis Siegen. Er übernimmt das Amt von Anja Hillebrand, die Anfang des Jahres vom Kirchenkreis Siegen zu Bethel.regional wechselte. Superintendent Peter-Thomas Stuberg stellte Peterek der Kreissynode Siegen vor und gratulierte herzlich mit einem Blumenstrauß. Die Einführung erfolgt am 8. September.

 


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