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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Tagesseminar für evangelische Kindergärten im Kirchenkreis Siegen Kindergärten bauen Brücken zu jungen Familien
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01.07.2004 11:49
Tageseinrichtungen für Kinder können ein wichtiger Baustein im Leben einer Kirchengemeinde sein. Diese Auffassung vertrat kürzlich Pfarrer Jürgen Dusza vor Vertretern der Träger evangelischer Kindergärten und pädagogischen Fachkräften aus den Tageseinrichtungen im Gemeindehaus Sohlbach-Buchen. Das Referat für Kindertageseinrichtungen des Kirchenkreises Siegen hatte zu diesem Tagesseminar eingeladen. "Kindergärten bauen Brücken zu jungen Familien", berichtete der Referent aus eigener Erfahrungen. Diese Kontakte aus den Tageseinrichtungen könnten Kirchengemeinden aufgreifen und intensivieren. Familien strebten beispielsweise langfristige Perspektiven an und wünschten sich eine Beheimatung am Wohnort. Dazu gehörten auch soziale Kontakte und eine Verwurzelung am Ort, damit sich das Leben entwickeln könne. Daher seien beim Kindergarten alle Möglichkeiten gegeben, zum Nachbarschaftszentrum am Ort für junge Familien zu werden. Zu solchen Nachbarschaftsangeboten könnten ein Väterkreis mit Männern aus der Umgebung der Einrichtung gehören, ein Besuchsdienst im Bezirk, Arbeit in sozialen Brennpunkten, ein Eltern-Kind-Chor oder auch der Glaubenskurs "Mit Kindern im Glauben wachsen". Gottesdienste für Kinder und Eltern sowie religiöse Elemente im Kindergarten würden von den Eltern begrüßt. "Nötig ist dazu eine klare und profilierte Einrichtung mit herzlicher Atmosphäre, in der man hinter dem steht, was man glaubensmäßig sagt und tu", betonte Dusza. Und: "Wer jungen Familien etwas anbietet, das ihrer Lebenssituation entspricht, Kontakte und Beheimatung ermöglicht sowie eine spirituelle Dimension besitzt, der trifft auf offene Türen." Eine Bereicherung der Kindergartenarbeit bei besonderen Anlässen sei die ehrenamtliche Mithilfe von Frauen und Männer aus anderen Gruppen und Arbeitsbereichen der Kirchengemeinde. In Zeiten, wo Kirche Einrichtungen reduzieren muss, weil sie nicht mehr kirchensteuerfinanziert erhalten werden können, muss nach Wegen gesucht werden, um kirchliche Angebote noch stärker zielgruppenorientiert und (evangelisch) profiliert zu gestalten. Der Referent plädiert für die Konzentration auf Strukturen, die die Kirche inhaltlich ausfüllen kann. Dies bedeute im Minimum das Maximale zu erreichen. In den Workshops nachmittags überlegten die Teilnehmenden, wie sich die Verbindungen zwischen Kindergarten und Kirchengemeinde verstärken lassen, zum Nutzen junger Familien. Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri) Evangelisches Profil mit attraktiven Angeboten für junge Familien hält Pfarrer Jürgen Dusza für zukunftsweisend in evangelischen Kindergärten.

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