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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Diakoniegeschäftsführer rehabilitiert und wieder im Dienst Zusammenarbeit von Diakonie und Kirchenkreis soll verbessert werden
06.05.2005 10:21
Die Gesellschafterversammlung der Diakonie in Südwestfalen gGmbH hat beschlossen, die Anfang Februar 2005 zunächst fristlos entlassenen und inzwischen beurlaubten Geschäftsführer Dr. Michael Stödtler, Horst Klein und Hans Reiter vollständig zu rehabilitieren und die Beurlaubung mit sofortiger Wirkung aufzuheben. Grundlage für diese Entscheidung war der vorgelegte Bericht der Projektgruppe Diakonie in Südwestfalen mit Altsuperintendent Ernst Achenbach, der stellvertretenden Superintendentin Annette Kurschus, Sparkassenbetriebswirt Peter Töpfer sowie den Verwaltungsratsmitgliedern Rechtsanwalt Prof. Dr. Dr. Wolfgang Kirberger und Rechtsanwalt Lutz Bormann. Die Projektgruppe ist einstimmig zu dem Ergebnis gekommen, dass der Geschäftsführung der Diakonie in Südwestfalen gGmbH weder in formaler noch in inhaltlicher Hinsicht Vorwürfe zu machen wären, die die Entbindung von ihren Aufgaben rechtfertigen würden.

Untrennbar mit dem Beschluss verbunden, die drei Geschäftsführer zu rehabilitieren und sie sofort mit der Wiederaufnahme der Geschäftsführung zu betrauen, ist nach Meinung der Gesellschafterversammlung folgende Empfehlung der Projektgruppe: Als Konsequenz aus den Fehlentwicklungen und Zerwürfnissen der letzten Zeit ist es nötig, künftig erhebliche Anstrengungen zur Förderung und Verbesserung der Transparenz von Entscheidungen und der Kommunikation zwischen den Beteiligten zu unternehmen. Deshalb ruft die Gesellschafterversammlung nachdrücklich zur verantwortungsbewussten und beherzten Wahrnehmung von Träger-, Mitglieder- und Gesellschafterrechten sowie zur Akzeptanz von Mehrheitsentscheidungen in den Gremien auf. Sämtliche Entscheidungen wurden in der Gesellschafterversammlung mit einer 75%-igen Mehrheit beschlossen. Das Diakoniezentrum Haspe e.V. konnte im Gegensatz zu den übrigen Gesellschaftern, dem Diakonischen Werk im Kirchenkreis Siegen e.V., dem Ev. Krankenhausverein Siegerland e.V. und der Ev. luth. Kirchengemeinde Elsey in Hagen-Hohenlimburg diesen Beschlüssen nicht zustimmen. Der Vorsitzende des Diakonischen Werkes Siegen, Pfr. i.R. Winfried Kratzenstein, bewertet die Hasper Entscheidung nicht als grundsätzliche Absage an die Diakonie in Südwestfalen gGmbH. Sein Kollege, der Vorsitzende des Ev. Krankenhausvereins Siegerland e.V. Pfr. i.R. Bernd Steinseifer, freute sich, dass die Siegerländer Gesellschafter in der Gesellschafterversammlung wieder mit einer Stimme gesprochen haben.

Winfried Kratzenstein richtete an die Verantwortlichen und die Mitarbeiter der Diakonie in Südwestfalen gGmbH sowie deren Tochtergesellschaften den eindringlichen Appell, nicht zurück, sondern konstruktiv nach vorne zu schauen: "Wir sollten jetzt zum Wohle unserer Einrichtungen und im Interesse der uns anvertrauten Menschen aufeinander zu gehen und miteinander arbeiten." Er betonte auch, dass die sich die Theologen in verantwortlichen Positionen der Diakonie mit betriebswirtschaftliche Zusammenhänge einarbeiten müssten. Er zeigte sich in diesem Zusammenhang davon überzeugt, dass eine vertrauensvolle sach- und fachkompetente Kooperation mit der Geschäftsführung und den Mitgliedern des Verwaltungsrates möglich sei.

Dirk Hermann

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