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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Kreissynode Siegen wählte Annette Kurschus zur Superintendentin
Hans-Werner Schmidt, Annette Kurschuss und Heiner Montanus
23.06.2005 19:28
Damit hatte niemand wirklich gerechnet, dass es nur eines Wahlgangs bedurfte, um das geistliche Leitungsamt im Kirchenkreis Siegen wieder zu besetzen.
188 Stimmen gaben das Maß für die absolute Mehrheit vor. 95 Stimmen musste ein Bewerber auf sich vereinen, um gewählt zu sein. 104 Synodale wählten im ersten Wahlgang Annette Kurschus für acht Jahre zur Superintendentin im Kirchenkreis Siegen. Ein schnelles, eindeutiges und Mut machendes Ergebnis. Gerührt nahm die neu gewählte Superintendentin nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses den kräftigen Applaus der Synodalen entgegen. Sie ist die erste Frau, die dieses Amt im Kirchenkreis Siegen inne hat.
In ihrer Vorstellungsrede hob sie hervor, ihre Aufgabe sehe sie darin, geistliche Akzente zu setzen. "Ich werde in dieses Amt einbringen, was mich selber trägt." Der Kirchenkreis hat ihrer Wahrnehmung nach große Stärken, durch die das unverwechselbare Profil geschärft werden kann. Im Siegerland seien außergewöhnlich viele Menschn im christlichen Glauben verwurzelt. Dies sei ein kostbarer Schatz. Die Menschen seien ansprechbar für geistliche Impulse. Besondere Förderung und Qualifizierung sollen die Ehrenamtlichen in den Kirchengemeinden erhalten. Zudem legt sie Wert darauf, Entscheidungen und Beschlüsse so transparent wie möglich zu vermitteln.

Ihr Mitbewerber Pfarrer Rolf Fersterra ließ es sich nicht nehmen, Annette Kurschus als erster herzlich zu gratulieren. Auf ihn waren 41 Stimmen entfallen. Die Neuwahl wurde erforderlich, nachdem Superintendent Friedemann Hillnhütter während des Diakonie-Konfliktes zurück getreten war. Des Weiteren wählten die Synodalen den bisherigen Scriba Hans-Werner Schmidt zum neuen Synodalassessor. Heiner Montanus setzte sich gegen seinen Mitbewerber Stefan König bei der Wahl zum Scriba durch.

Vor der Wahl erläuterte Pfarrer Christoph Meyer, Vorsitzender des Nominierungsausschusses, die Anforderungen der Kirchenordnung an das Amt des Superintendenten, der in gemeinsamer Verantwortung mit den übrigen Mitgliedern des Kreissynodalvorstandes den Kirchenkreis leite. Zusammengefasst seien die vier Kernfunktionen des Amtes die geistliche Leitung, Seelsorge und Beratung, die Aufsicht und die Repräsentation nach außen.
Ausgewählt hatte der Nominierungsausschuss die beiden Bewerber nach einem Anforderungsprofil. Danach erwartet der Ausschuss von den Kandidaten reformiertes theologisches Profil und Dialogfähigkeit sowie Bereitschaft, sich auf das Erbe des Pietismus im Siegerland einzulassen. Zudem bedarf es der persönlichen Reife und einer gefestigten Persönlichkeit, der Gemeindenähe sowie seelsorglicher Kompetenz. Nicht zuletzt sind Leitungsbegabung, integrative und kommunikative Fähigkeiten sowie Teamfähigkeit gefragt.
kp

Text zum Bild (1): (Foto Karlfried Petri)
Sie alle haben neue leitende Ämter im Kirchenkreis Siegen: Synodalassessor Hans-Werner Schmidt, Superintendentin Annette Kurschus und Scriba Heiner Montanus.

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