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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

„Das Rad“ in der Trinitatiskirche rollt weiter
27.09.2005 13:27
Schon im Gottesdienst stand das Thema des Tages „Das ist (k)eine Kunst“ im Mittelpunkt. Dass auch Menschen gleichsam Kunstwerke sind mit dem, was sie können und wie sie sind, wie Pfarrer Christoph Felten in seiner Predigt betonte, stellten einige Gemeindeglieder sogleich unter Beweis. So brachte die Senioren Brunhilde Staffel die Gottesdienstbesucher mit einem mehrstrophigen Gedicht auf Siegerländer Platt zum schmunzeln und nachdenken. Die Kunst des Lebens, sogar auf nur einem Rad, beherrschen offenbar die Konfirmandinnen Damaris Schöler und Melina Theis: Auf dem Einrad führten sie eindrucksvoll vor Augen, wie wichtig das richtige Gleichgewicht sein kann. Spannung brachte auch Konfirmand Robin Schirmer in den Gottesdienst. Mit einer Jonglage begeisterte er die Gäste. Die Vorstellung der ausstellenden Künstlervereinigung „das Rad“, ein deutschlandweites Künstlernetzwerk, übernahm Siegmar Rehhorn aus Mainz. „Das Rad“ als Sinnbild für Christus im Mittelpunkt mit den von dort ausstrebenden Speichen, arbeite überkonfessionell und interdisziplinär, sei keinesfalls ein Berufsverband sondern vielmehr ein Freundeskreis ähnlich Orientierter. Angefangen bei Musikern über Schauspielern bis hin zu Designern, Bildhauern und Malern, könne man Vertretende jedweder künstlerischen Ausdrucksform finden. 15 Künstler der etwa 240 Mitglieder des Netzwerkes haben ihre Werke in der Trinitatiskirche platziert. Aquarellcollagen, Stahl-Glas-Arbeiten, Tuchdrucke, Ton- und Holzarbeiten, Linolschnitte sowie Acrylbilder beeindrucken sowohl durch spirituell anklingende Titel als durch starke Ausdruckskraft. Schon im Eingangsbereich der Kirche stößt man auf die „Lichtgestalt“ von Helmut Schmidt aus Waltrop, ein Objekt aus Stahl und Glas. „Die Betende“, zwei Gesichtsdrucke auf Tuch findet man unter anderem im Treppenhaus. „Geheimnis I“ und „Geheimnis II“ als Acryl auf Leinwand von Rosemarie Vollmer, die seinerzeit schon die farbenfrohen Fenster der Trinitatiskirche gestaltet hatte, befinden sich im Kirchenraum. So trifft man des weiteren sowohl in der Kirche als auch in den Gemeinderäumen auf Spannendes zum Betrachten, Interpretieren oder einfach nur zum Erfreuen. Wilnsdorfs Bürgermeister Werner Büdenbender brachte es mit einem Zitat im Grußwort auf den Punkt: „Die Kunst will den Menschen erheben zu sich, zu anderen und zu Gott!“ Dass dies in der Trinitatiskirche möglich wurde, sei in erheblichem Maße auch dem Engagement von Küster Dietmar Immel und Kirchmeister Gerhard Denker zuzuschreiben. „Beide haben sich stark in das organisatorische und handwerkliche hineingehängt“, betonte Siegmar Rehhorn bei der Ausstellungseröffnung, die musikalisch von Andreas Menti am Saxophon, auch Mitglied von „das Rad“, begleitet wurde. Pfarrer Christoph Felten zeigte sich ebenfalls sehr erfreut über die langjährige Schwesternschaft von Kunst und Kirche in Niederdielfen, geht es doch um mehr als um die Schönheit der Objekte. „Wir freuen uns, wenn bis zum 16. Oktober noch viele die Exponate anschauen.“ Möglich ist das immer Montag, Mittwoch und Freitag von 16 bis 18 Uhr und sonntags im Anschluss an die Gottesdienste. Die Interessierten an der schreibenden Zunft können am Freitag, 30. September, Eleonore Dehnerdt kennen lernen. Die Autorin aus Katlenburg/Berka bietet ab 16 Uhr einen Schreibworkshop mit Kindern an. Ab 19.30 Uhr steht eine Lesung aus ihrer biographischen Arbeit „Kloster, Pest und Krippenspiel“ auf dem Programm, Geschichten aus dem Leben der Katharina von Bora, Martin Luthers Ehefrau.

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