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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Frauenreferentin des Kirchenkreises Siegen zur Pfarrerin ordiniert
10.11.2005 16:15
nach vielen Jahren in den Kirchenraum ihrer ersten Schritte im kirchlichen Leben zurückgekehrt. Der von Panthöfer ausgewählte Leitsatz aus 2. Timotheus 1,7, sei ursprünglich ein Satz von Mann zu Mann gewesen. Heute erklinge „Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit“ auch von Frau zu Frau. Mit der Ordination sei ein neues Kapitel in Panthöfers Lebensgeschichte aufgeschlagen, das beherzt von Gott und Menschen gefüllt werden solle. Kraft, Liebe und Besonnenheit seien die Eckpfeiler des Amtes. Welche Bedeutung „der Geist der Kraft, Liebe und Besonnenheit“ haben kann, erläuterte Panthöfer am Predigttext in Lukas 17, 20 – 24, der „das Reich Gottes“ zum Inhalt hat. Gottes Gegenwart sowie die Sehnsucht nach einem anderen Leben habe sie als Jugendliche in der Martinikirchengemeinde erfahren: „Weit bin ich dieser Spur und inneren Stimme gefolgt, so weit, wie ich mir damals nicht hätte träumen lassen“. Nicht im fernen Jenseits sei das Himmelreich zu suchen, betonte Panthöfer, „sondern mitten unter uns“. Die brennende Frage, wann das Reich Gottes komme, sei die Stimme und Hoffnung der meist sprachlos gemachten Unterdrückten zu allen Zeiten. Darum sei unser Blick auf die Wirklichkeit hier und jetzt zu richten. In den Beziehungen und Lebensvollzügen geschehe das Himmelreich, das es zu entdecken gelte. Den vermeintlich kleinen Dingen große Bedeutung geben sei dabei hilfreich. Mit einem Gedanken von Dorothee Sölle, der sich auf das Spannungsfeld von Erwartung von Gottes Reich sowie eigenem Tun bezieht, schloss Panthöfer ihre Ordinationspredigt: „Unser Tun dabei ist: Die Träume festhalten, sie schützen gegen die Verzweiflung, die uns bisweilen anfallen mag, in Gotteserwartung bleiben, Sehnsüchtige bleiben und in Verantwortung für eine gerechtere Welt.“ Zur Person: Silke Panthöfer ist seit März 2004 als Pfarrerin zur Anstellung Frauenreferentin des Kirchenkreises Siegen. Sie ist in Siegen aufgewachsen und hat ihr Abitur am „Gymnasium am Giersberg“ gemacht. Nach dem Studium der Ev. Theologie an der Kirchlichen Hochschule Bethel und der Phillips-Universität in Marburg war sie in einer zweijährigen Wartezeit bis zum Vikariat in Marburg bei einem Selbsthilfeverein, der Menschen mit Behinderungen begleitet, berufstätig. Dazu hat sie eine Ausbildung in „Klinischer Seelsorge“ gemacht. Das Gemeindevikariat absolvierte sie von 2001 bis 2003 in der Evangelischen Schalom-Gemeinde in Dortmund-Scharnhorst. Es folgte ein Sondervikariat im Hessischen Diakoniezentrum „Hephata“ in Schwalmstadt-Treysa, wo sie religionspädagogisch mit Menschen mit Behinderungen arbeitete. Bis zum Beginn ihres Dienstes im Frauenreferat des Kirchenkreises Siegen war sie in „Hephata“ als Projektmitarbeiterin in der Behindertenhilfe beschäftigt. Für frauenspezifische Themen und Feministische Theologie hat sich Silke Panthöfer von Beginn ihres Studiums an interessiert und engagiert.

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