Bookmark and Share

Kontakt    

Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Frank Gerbershagen erhält den Preis für gut nachbarschaftlicher Beziehungen zwischen Deutschen und Ausländern

Frank Gerbershagen
09.12.2005 12:51
Der Integrationsrat der Stadt Siegen hat den diesjährigen Preis für die Pflege gut nachbarschaftlicher Beziehungen zwischen Deutschen und Ausländern dem Eiserner Frank Gerbershagen verliehen. Gerbershagen war von 1994 bis 2005 Leiter der Tanzania-Partnerschaftsgruppe des Kirchenkreises Siegen. Der Integrationsrat würdigte mit der Auszeichnung seinen langjährigen ehrenamtlichen Einsatz. Mit außerordentlichem Engagement hat Gerbershagen einen erheblichen Beitrag in der Region für die Förderung von Toleranz, interkultureller- und interreligiöser Kommunikation sowie für Frieden und Gerechtigkeit geleistet. Während seiner Leitungstätigkeit hat er unter anderem Jugendprojekte in Schulen und Gemeinden initiiert und Kontakte zwischen Tansaniern und Deutschen hergestellt. Herausragend war sein Einsatz bei der Gründung einer Siegener Tanzania-Jugendgruppe Ende 2002, die mittlerweile mit Begeisterung den Nachwuchs der Tanzania-Partnerschaft sicherstellt. Erst kürzlich wurde die Tanzania-Partnerschaftsgruppe mit einem Förderpreis der Landeskirche "das Salzkorn" ausgezeichnet.

Frank Gerbershagen im Gespräch:

Mit dem Preis des Integrationsrates der Stadt Siegen wurde deutlich, dass Ihr Engagement auch außerhalb des kirchlichen Lebens Kreise zieht. Haben Sie damit gerechnet?

Ja, ich habe damit gerechnet, dass unser Engagement auch außerhalb des kirchlichen Lebens Kreise zieht. Kirchliche Gruppen- so auch unsere- brauchen sich nicht zu verstecken, denn jede kirchliche Gruppe hat etwas zu bieten, wonach viele Menschen suchen.

Konnten Sie während Ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit alle gesteckten Ziele erreichen?

Solch eine Partnerschaft ist ein lebendiger sich entwickelnder Prozess. Dadurch ergibt sich, dass es hier keine Zeit der Ziellosigkeit gibt. Insofern haben wir viele Ziele erreicht und viele neue Ziele haben sich ergeben und stehen noch vor uns. Die Frage ist also mit einem klaren Jein zu beantworten.

Sie haben in 2005 Ihre Leitungsfunktion in der Tanzania-Partnerschaftsarbeit aus privaten Gründen abgegeben. Wird Ihnen nach zweifacher Ehrung innerhalb weniger Wochen da nicht reumütig ums Herz?

Nein, keineswegs. Ich freue mich und bin sehr dankbar für beide Preise, da sie ein Ergebnis der gemeinsamen Arbeit der Tansaniapartnerschaftsgruppe des Kirchenkreises Siegen und der Gemeindepartnerschaftsgruppen (Weidenau, Geisweid, Ferndorf/Kredenbach,Wilnsdorf, Buschhütten, Siegen-Martini)sind. Wir alle sind Gewinner.

Investiert haben Sie viel Freizeit und Kraft. Was war Ihre Motivation?

Meine Freunde in Tansania waren die größte Motivation, denn jedes Gesicht, das man kennen lernt, beseitigt ein Stück gefährliche Anonymität in unserer Welt.

Welche Rolle spielt der christliche Glaube bei Ihremgesellschaftspolitischen Engagement?

Die zentrale Rolle. Ohne meinen Glauben hätte ich diese Arbeit im Sommer `82 nicht begonnen.

Welche Spuren hat die Arbeit im Laufe der Jahrzehnte bei Ihnen persönlich hinterlassen ?

Ich habe durch die Partnerschaftsarbeit viele Freundschaften sowohl nach Tansania, als auch hier im Siegerland knüpfen können, mit Menschen, die ich ohne diese Arbeit niemals kennen gelernt hätte. Partnerschaft mit Tansania wirkt somit nicht nur in die Ferne, sondern auch vor Ort im Kirchenkreis Siegen. Außerdem lernt man viele Dinge mit den Augen der Anderen zu sehen und wird zufriedener.

Frank Gerberhagen, vielen Dank für das Gespräch.

Die Fragen stellte Christina Stemmermann, Öffentlichkeitsreferat des Kirchenkreises Siegen.

zurück zur Übersicht



Archiv:
2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003