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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Kirche Buschhütten renoviertEine schöne und feierliche Note für den Innenraum
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08.05.2003 14:46
Mit einem Gottesdienst wurde kürzlich die neu renovierte ev. Kirche in Buschhütten wieder in Dienst gestellt. Nach nur zwei Monaten Renovierungszeit erlebten über 350 Gemeindeglieder ihre Kirche nun im neuen Glanz. Hell und freundlich gestaltet lädt die Kirche zum Gottesdienstbesuch ein.In seiner Predigt ging Pfarrer Frank Hippenstiel auf die Gestaltung des Chorraumes ein. An der blauen Rückwand hinter dem Abendmahlstisch ist als Wandschmuck eine Glasplatte mit dem Text des „Vater unser“ angebracht. Die Serifenschrift aus Metallbuchstaben im Bauhausstil erzeugt durch den Wandabstand und den Lichteinfall einen Schriftschatten. „Vordergründiges und Hintergründiges des biblisches Textes nimmt Gestalt an“, so Hippenstiel. „Jesus lehrt beten, einfach und klar. Dennoch gilt es, die Vielschichtigkeit des Textes wahrzunehmen. Das Blau erinnert an den Himmel. Der Himmel ist allerdings nicht nur „oben“, sondern überall, wie in Psalm 139 ausdrucksvoll dargelegt wird.“Baukirchmeister Rudolf Ziel erinnerte sich daran, dass die erste Sitzung des Bauausschusses mit den Worten aus Ps. 127 eingeleitet wurde: „Wenn der Herr nicht das Haus baut, so arbeiten umsonst, die daran bauen.“ Während der Bauphase, so Ziel, schien mancher Tag nicht genug Stunden zu haben. Er sei froh und dankbar, dass alles so gut geklappt habe. Der Siegener Architekt Gunnlaugur Stefan Baldursson erläuterte seine Gestaltungsideen am Ende des Gottesdienstes. Da die Zeit kurz und das Budget knapp bemessen gewesen sei, hätten sich seine Gestaltungsideen auf das Wesentliche konzentriert. Die Gestaltung und Einrichtung der Kirche sei ein Gegenstück zum Jahrmarkt der architektonischen Eitelkeiten der Gegenwart: einfach, sinnfällig, reduziert auf wenige Materialien und Farben.Die Eindeutigkeit des Raumes wird durch die Renovierung betont. Die Wände und die Decke sind weiß gestaltet. „Die bisherige dunkle Decke musste sehr sorgfältig gespachtelt und gestrichen werden. Sie hat nun eine schöne und feierliche Note bekommen“, freut sich der Architekt.Der Raum sei vorher sehr dunkel und eine feierliche Note nicht vorhanden gewesen. Vor den Fenstern nach innen sind nun durchsichtige Fensterscheiben angebracht. Die äußeren Scheiben, aus kleinen rechteckigen Elementen bestehend, haben einige wenige blaue und türkisfarbene Scheiben erhalten.Der alte helle Fußboden aus Solnhofener Platten wurde ehemals durch einen dunklen roten Teppich verdeckt. Die Platen sind nun freigelegt und tragen ebenfalls zu einem freundlichen Gesamteindruck bei. Lediglich beschädigte Stellen wurden erneuert.Über die Bestuhlung wurde in der Kirchengemeinde lange nachgedacht. Als zu teuer erweis sich der Vorschlag, alle Bänke zu entfernen und durch Stühle zu ersetzen. So einigte man sich darauf, lediglich die ersten vier Bankreihen zu entfernen und durch Stuhlreihen zu ersetzt. Das schlichte Stuhldesign mit hoher Rückenlehne ist in hellem Holz gearbeitet. Der Posaunenchor Buschhütten, der den Gottesdienst musikalisch umrahmte, konnte die neuen stuhlbedingten Nutzungsmöglichkeiten im Chorraum als erster Chor erproben..kpText zum Bild: (Foto Karlfried Petri)Die in Blau gehaltene Rückwand des Chorraumes verleiht der Apsis eine Tiefenwirkung. Im Bild: (von links) Klaus Reuter, Frank Hippenstiel, Gunnlaugur Stefan Baldursson, Rüdiger Becker und Rudolf Ziel.

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