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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

"Evangelisation - aber wie ?"
Dr. Fidon Mwombeki aus Tansania im Gemeindezentrum Kredenbach

Dr. Fidon Mwombeki (Bildmitte)
09.02.2006 14:39
Um das Thema Evangelisation ging es kürzlich im Evangelischen Gemeindehaus Kredenbach. Eingeladen hatte die Kirchengemeinde Dr. Fidon Mwombeki, zurzeit Referent für Evangelisation bei der Vereinigten Evangelischen Mission (VEM) in Wuppertal. Mitte dieses Jahres übernimmt er als Generalsekretär die Leitung der evangelischen Einrichtung.

In Kredenbach machte Mwombeki deutlich, dass Evangelisation das Verbreiten der guten Nachricht von Jesus Christus sei. Das bedeute, Jesus Christus bekannt zu machen und das Wort des Herrn sehr ernst zu nehmen, der in der Bibel sage, gehet hin, nehmt Schüler aus allen Nationen und tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehret sie alles zu befolgen, was ich euch auferlegt habe.
Für das Überleben der Kirche sei es wichtig, im Gehorsam und in Liebe von der Gnade Jesu Christi den Menschen zu erzählen, die die Gnade noch nicht gefunden hätten. Wenn die Kirche das nicht tue, werde es niemand tun. Mwombeki berichtete davon, dass die Menschen in Tansania an Gott geglaubt hätten, ohne ihn zu kennen. Viele Missionare hätten ihr Leben geopfert, um den Menschen in Tansania vom Gott der Bibel zu erzählen. Jetzt obliege den Tansaniern die Aufgabe, die gute Nachricht an andere weiterzugeben. Mwombeki: "Das Evangelium will, dass wir es repräsentieren, dass Menschen glauben, getauft werden und sich der Kirche sowie Gottes Mission anschließen."

In Tansania gäbe es eine große Gruppe von Menschen, die keine Christen seien. Sie seien nicht getauft und gehörten keiner Kirche an, so der Referent aus Wuppertal. Eine bedeutende Gruppe in Tansania seien die Moslems. Die arbeiteten hart, um Christen zum muslimischen Glauben zu bekehren. Sie glaubten, dass die Christen verloren seien, weil sie eine entsetzliche Sünde begingen, wenn sie sagten, dass Gott ein Kind habe mit Namen Jesus. Zudem glaubten die Christen nicht an den Propheten Mohammed. Die Annäherung der Christen und Moslems bezeichnet Mwombeki als dialogreich und konfliktreich. Als "anspruchsvolle Heiden" bezeichnete Mwombeki nicht-gläubige Kirchenmitglieder. Für sie sei der Kirchenbesuch so etwas wie eine soziale oder kulturelle Tradition. Sie müssten von der Wahrheit des Evangeliums überzeugt und zu wahrem Glauben eingeladen werden. Auch gäbe es in Tansania Menschen mit einem zweifachen Glauben. Sie glaubten an Jesus Christus und an traditionelle Glaubensrichtungen, wie Zauberer, Magier und Wahrsager. Sie ließen nicht zu, dass Jesus Christus die Kontrolle ihres Lebens übernehme. Die Evangelisationsarbeit mache deutlich, dass viele Menschen immer noch unter teuflischen Mächten wie Hass, Aberglaube, Korruption, Untreue und Alkoholismus litten. Sie hätten die wahre Ruhe in Christus noch nicht gefunden. Als wichtige Aufgabe der Kirche nannte er Wege zu finden, sich besonders der Jugend anzunähern. Innerhalb der Kirche müsste es für Jugendliche mehr Möglichkeiten geben, ihre Fähigkeiten zu entwickeln. Dies geschehe beispielsweise im so genannten "Bibel Camp", in dem Kinder vor der Konfirmation für einige Tage zusammen kämen und sich mit dem Evangelium beschäftigten. Diese Arbeit werde von der VEM unterstützt und verspreche ein großer Erfolg zu werden.
Die Evangelisation ist eine Aufgabe der Kirche, so der Referent abschließend. Jeder habe die Verantwortung, nach seinen Gaben Christus zu bezeugen. Dazu gebe es viele Gelegenheiten. Der Sonntagsgottesdienst stelle die wichtigste Zusammenkunft der Menschen dar, um das Evangelium zu hören. Die Menschen lernten die unermessliche Gnade, die in Jesus Christus gegeben sei, kennen und seien erfüllt vom Heiligen Geist. Dies könne man nicht für sich behalten.

Für die Partnerschaftsgruppe Ferndorf-Kredenbach
Luise Flender

Text zum Bild: Foto Kirchengemeinde Kredenbach
Über Evangelisation in Tansania erzählte kürzlich Dr. Fidon Mwombeki, Referent für Evangelisation bei der Vereinigten Evangelischen Mission in Wuppertal, im ev. Gemeindehaus in Kredenbach. Im Bild (von links): Pfarrer Volker Bäumer, Dr. Fidon Mwombeki und Luise Flender.

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