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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Gemeindehaus Emmaus - seit 20 Jahren Treffpunkt auf dem Fischbacherberg
Festgottesdienst im ev. Gemeindehaus Emmaus
09.02.2006 14:49
Es war ein Fest für die ganze Gemeinde. Viele junge Familien, Kinder, Jugendliche aber auch Ältere hatten sich jetzt im Gemeindehaus Emmaus eingefunden, um einen 20. "Geburtsta"“ zu feiern. Die Jüngeren sagen scherzhaft "Em-Maus" zum Gemeindehaus Emmaus auf dem Fischbacherberg. Und jüngere Menschen gibt es auf dem Fischbacherberg in Siegen viele. Für sie ist das ev. Gemeindehaus und die Arbeit, die dort geschieht, eine wichtige Anlaufstelle.
Pfarrer Oliver Günther brachte es zu Beginn des Festgottesdienstes auf den Punkt. Emmaus ist viel mehr als nur ein Haus, Emmaus ist Programm. Es ist ein Ort der Gottesbegegnung, des Segens und der Gemeinde Jesu Christi. Dankbar feierte denn auch die ev. Christuskirchengemeinde, dass sie nun seit 20 Jahren ihr Gemeindehaus Emmaus nutzen können. In seiner Predigt über den aaronitischen Segen (4. Mo. 6, 22-27) beschrieb Pfarrer Günther Gottes Segen als Kennzeichen eines fruchtbaren und gelingenden Lebens. "Gottes Segen ist ganz alltäglich. Menschen leben davon, von Gott beschenkt zu werden. Im Segen zeigt sich Gottes Zuneigung zu den Menschen", so der Pfarrer. Und auch in schweren Lebensabschnitten gelte das Versprechen Gottes, dass er bei uns sei.
Musikalisch gratulierten der Gospelchor Go Spirit, der im Gemeindehaus Emmaus Zuhause ist und auch der Kinder- und Jugendchor Windstärke 12. Er sang passend das Finale aus dem noch nicht ganz fertigen Musical "Emmaus".

Nach dem Mittagessen wurde gegrüßt und erzählt. Die Moderation hatte die 16-jährige Marina Domann übernommen. Pfarrer Oliver Günther ließ die Entstehung des Gemeindehauses Revue passieren. Am 17. September 1984 sei nach Abschluss der Vermessungsarbeiten die Grenzniederschrift aufgenommen worden. Am 2. Februar 1986 habe die Gemeinde das Haus in Dienst gestellt. Altsuperintendent Ernst Achenbach habe in seinem Grußwort vor 20 Jahren folgende Mahnung ins Stammbuch der Ev. Christus-Kirchengemeinde geschrieben: "Dem Übelstand für die Gemeinde auf dem Fischbacherberg, keinen eigenen Raum zu besitzen, ist durch gemeinsame Anstrengung abgeholfen worden. Dem viel schlimmeren Übelstand, dass Gott keinen Raum bei uns Menschen findet, müssen Sie, liebe Gemeindeglieder, selbst abhelfen. Gewähren Sie Gott den Raum in ihrem Leben, der ihm gebührt."

Superintendentin Annette Kurschus überbrachte die "Geburtstagsgrüße" des Kirchenkreises und des Kreissynodalvorstandes. Das "Geburtstagskind" sei reif und reich. Hier sei versammelte Gemeinde, von Jesus Christus eingeladen.Dankbar zeigte sich Pastor Fritz Holdinghausen in seinem Grußwort der Freien Evangelischen Gemeinde Fischbacherberg.
Zwischen beiden Gemeinden sei im Laufe der Jahre ein gutes Miteinander gewachsen.
Humorvoll stellte sich Ulrich Weiß, ehemaliger Pfarrer im Nachbarbezirk der Gemeinde, als Mensch ohne Amt und ohne Geld vor. Er erzählte, wie es zum Bau des Gemeindehauses kam und das es nicht ganz einfach gewesen sei, sowohl das Gemeindehaus auf dem Wellersberg als auch auf dem Fischbacherberg innerhalb weniger Jahre nacheinander zu bauen. Große Unterstützung hätten sie von den Siegener Gemeinden erhalten. Den Namen "Emmaus" hätten im Presbyterium Traute Herholz und Else Stoffel gegen den Vorschlag der Pfarrer durchgebracht.
Er wünschte der Gemeinde, dass sie dem Grundsteineintrag "Und er ist die Versöhnung für unsere Sünden, nicht allein aber für die unseren, sondern auch für die der ganzen Welt" (1. Joh. 2,2) verpflichtet bleibe und Jesus Christus, den Gekreuzigten und Auferstandenen verkündige und glaube.Von Kirchmeister Horst Völkel erfuhr die Festgemeinde, dass bis zum Bau des neuen Gemeindehauses Gottesdienste in einem Stabsgebäude auf dem ehemaligen Kasernengelände gefeiert wurden. Der Neubau sei durch Unterstützung vom Landeskirchenamt und Kirchenkreis sowie durch viel privates Engagement ermöglicht worden. Heute sei die Kirchengemeinde mehr denn je auf ehrenamtliche Mitarbeit, auf Gebet und finanzielles Engagement der Gemeindeglieder angewiesen.
Abschließend beschrieben Cathrin und Dirk Röcher die Bedeutung des Gemeindehauses als soziales Zentrum für den Fischbacherberg in einem multikulturellen Wohngebiet und sozialen Brennpunkt. Hans-Christoph Meise als Vertreter der Gemeinde lobte den Zusammenhalt auch in schwierigen Zeiten und wünschte, dass junge Menschen der Gemeinde nie ausgehen.
kp

Text zu Bild: (Foto Karlfried Petri)
Ein fröhliches Gemeindefest feierte die Christuskirchengemeinde im Gemeindezentrum Emmaus, das in diesen Tagen 20 Jahre alt wurde.

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