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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung der Ehe- Familien- und Lebensberatungsstelle des Kirchenkreises Siegen will Präventionsarbeit für Jugendliche verstärken
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08.05.2003 14:57
Die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung der Ehe- Familien- und Lebensberatungsstelle des Kirchenkreises Siegen, kurz EFL, will in Zukunft die Präventionsarbeit mit Jugendlichen weiter verstärken. Anlass dazu ist eine zahlenmäßige Zunahme von jugendlichen Schwangeren in der Altersspanne von 15 bis 17 Jahren im Raum Siegen-Wittgenstein und Olpe. Das statistische Bundesamt hat für 1996 bis 2002 bundesweit einen Anstieg der Schwangerschaftsabbrüche bei Mädchen unter 18 Jahren mitgeteilt. Im weltweiten Vergleich hat Deutschland allerdings eine sehr niedrige Rate von Schwangerschaften bei Teenagern vorzuweisen. In den USA werden vergleichsweise 52 von 1000 Teenagern schwanger, in Großbritannien sind es 31 auf 1000 und in Deutschland 13 auf 1000. Einen Grund für die relativ geringe Rate von Teenagerschwangerschaften hierzulande sehen Fachleute in der guten Aufklärungsarbeit und dem leichten Zugang zu Verhütungsmitteln. Allein die EFL des Kirchenkreises Siegen hat im Kreisgebiet im vergangenen Jahr neben den Einzelberatungen zahlreiche Gruppenveranstaltung zu Themen wie Liebe, Freundschaft und Sexualität durchgeführt. Vor allem Schulklassen haben sich an solchen Projekttagen beteiligt. Das Ziel der Aktionen ist, das Bewusstsein für einen verantwortungsbewussten Umgang mit Liebe und Sexualität zu sensibilisieren. Auch die Folgen einer ungewollten Schwangerschaft lernen die Jugendlichen bei solchen Veranstaltungen besser einzuschätzen. Junge Schwangere müssen sich mit Fragen auseinandersetzen, die sich um eine möglichst optimale Gestaltung der Zukunft drehen: Wie kann ich trotz Schwangerschaft und Geburt meine Ausbildung sichern? Möchte ich mit meinem Kind leben? Wieviel traue ich mir zu, wie viel Unterstützung habe ich? Mit diesen Fragen kommen die Mädchen auch in die Beratungsstellen der EFL. „Die jungen Frauen sind einerseits in der schwierigen Situation, sich in der Arbeitswelt ihren Platz suchen zu müssen, andererseits gibt es auch die Sehnsucht, eine weibliche Seite zu leben, die Schwangerschaft als Lebensentwurf vorsieht“, so Diplom-Pädagogin Anette Schwarz-Ebert. Es können psychische und existenzielle Notlagen entstehen, in denen die Schwangerschaftskonfliktberatungsstellen des Kirchenkreises Siegen helfend zur Seite stehen will. Zahlreiche Frauen und Mädchen haben bisher den Weg in die Burgstraße 23 in der Siegener Oberstadt, die Schützenstraße 4 in Bad Berleburg oder in die Frankfurter Straße 28 in Olpe gefunden und Beratung und Hilfe erfahren. Hier stehen nach terminlicher Vereinbarung insgesamt vier Beraterinnen und ein Berater zur Verfügung. Zusätzlich bietet die Siegener Anlaufstelle in der Burgstraße dienstags von 16 bis 18 Uhr und freitags von 10 bis 12 Uhr offene Sprechzeiten an.Im vergangenen Jahr hat insgesamt die EFL eine steigende Anzahl von Beratungsfällen und 82 Präventionsveranstaltungen mit Gruppen von Jugendlichen verzeichnet. Es wurden1864 Menschen erreicht.Kontakt gibt es in Siegen unter Tel.: 0271/25028-52Tel. Bad Berleburg: 02751/921-3 Tel.Olpe: 02761/8353955Ch.St.Text zum Bild:Die Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung der Ehe- Familien- und Lebensberatungsstelle des Kirchenkreises Siegen will die Präventionsarbeit mit Jugendlichen verstärken.Bild von links: Diplom-Sozialpädagoge Carsten Stolz, Diplom-Psychologin Christa Mengel, Diplom-Pädagogin Anette Schwarz-Ebert, Sozialarbeiterin Erika Heinbach, Diplom-Sozialpädagogin Annette Mehlmann.

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