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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Selbsthilfegruppen in Siegen, Wittgenstein und Olpe populär

24.04.2006 11:21
Heike Tönnes und Erika Heinbach von der Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfegruppen (KISS) des Kirchenkreises Siegen und Gabi Gaumann, Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen der Diakonie in Südwestfalen, haben als Ansprechpartnerinnen rund um Selbsthilfe alle Hände voll zu tun: Planen, beraten, begleiten, Öffentlichkeitsarbeit, Organisation von Schulungen, Veranstaltungen und ähnliches fallen täglich an. So haben im vergangenen Jahr 2427 Menschen den Kontakt zu den Selbsthilfekontaktstellen gesucht, rund 2000 nahmen darüber hinaus an Informationsveranstaltungen teil, wie aus dem Jahresbericht 2005 hervorgeht. Die Motivationen, die zur Gründung oder zum Aufsuchen einer schon bestehenden Selbsthilfegruppe führen, sind vielfältig. Allen Hilfesuchenden gemeinsam ist der Wunsch nach Informationen und dem Zugang zu Kompetenzen über die gängigen Angebote im Gesundheits- und Sozialwesen hinaus. Die Solidarität unter Betroffenen in der Gruppe stärkt die Einzelnen. Der Erfahrungsaustausch hilft vielen, sich selbst neu zu orientieren. Kontakte zu Menschen mit ähnlichen Problemzusammenhängen eröffnen neue Wege und verkürzen nicht selten die Suche nach Lösungen. Nach dem Prinzip ,Hilfe zur Selbsthilfe´verfahren nicht nur die Selbsthilfegruppen, sondern auch die Koordinatorinnen aus dem Kirchenkreis Siegen und der Diakonie. Tönnes, Heinbach und Gaumann, bei denen viele Fäden zusammenlaufen, organisieren je nach Bedarf Referenten, geben Hilfe bei der Installation einer neuen Gruppe und sorgen für Transparenz in der Öffentlichkeit. In mehreren regionalen Krankenhäusern standen sie im vergangenen Jahr Interessierten an Informationstischen Rede und Antwort. Ebenso zum Programm gehörten Presbyteriumsbesuche und die Gestaltung von Unterrichtseinheiten an Krankenpflegeschulen sowie am Berufskolleg. Neben dem Tagesgeschäft wurden zahlreiche neu gegründete Gruppen begleitet. Der steigende Bedarf an Hilfe zur Selbsthilfe wird deutlich. Auch für 2006 stehen wieder Neugründungen in Aussicht: ADHS/ADS (Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom), Betroffene mit Firmeninsolvenz, Psychisch kranke Eltern, die ihr Kind in Pflege geben mussten. Tönnes, Heinbach und Gaumann planen Gesamttreffen aller bestehenden Gruppen, weitere Besuche in Presbyterien, Fortbildungsveranstaltungen wie z.B. Konfliktworkshops für die Gruppen sowie auch künftig die Präsenz an Informationstischen in Krankenhäusern. Kontakt: Gabi Gaumann, Koordinationsstelle für Selbsthilfegruppen der Diakonie in Südwestfalen, Tel.: 0271/5003-102 oder Heike Tönnes/Erika Heinbach, KISS in der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Kirchenkreises Siegen, Tel.: 0271/250 28-50. Text zum Bild (Ch.St.): Von links: Erika Heinbach, Heike Tönnes und Gabi Gaumann von den Selbsthilfekontaktstellen beim Kirchenkreis Siegen und der Diakonie lassen Selbsthilfegruppen nicht im Regen stehen.

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