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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

„Sichtbares und hörbares Zeichen des Segens Gottes“
Glockenturm mit Vierergeläut am ev. Gemeindezentrum Kredenbach feierlich in Dienst gestellt

Der neue Glockenturm am ev. Gemeindezentrum Kredenbach
08.08.2006 10:11
Mit einem feierlichen Festgottesdienst wurden jetzt der frei stehende Glockenturm und das Vierergeläut am ev. Gemeindezentrum Kredenbach in Dienst genommen. Für Pfarrer Volker Bäumer war es ein besonderes Erlebnis, im übervollen Gemeindezentrum den Festgottesdienst zu eröffnen. Festlich bewegt und feierlich gestimmt waren viele Kredenbacher und Ferndorfer gekommen, um dem, so Bäumer, „historischen Ereignis“ beizuwohnen. Ein schönes Geschenk zum diesjährigen 50-jährigen Bestehen des Gemeindebezirks Kredenbach. Ermöglicht wurde die 77.000 Euro teure Investition ausschließlich durch viele kleine und große Spenden von Privatpersonen und Wirtschaftsunternehmen. Der Erlös des Dorffestes vor zwei Jahren wurde für den Glockenturm zur Verfügung gestellt. Auch das erhebliche ehrenamtliche Engagement machte deutlich, dass das Glockengeläut ein Gewinn für den gesamten Ort ist.
„Ein sichtbares Zeichen des Segens Gottes, überall im Ort hörbar zur Erinnerung und Mahnung“, brachte es Pfarrer Bäumer auf den Punkt. Gemeinsam mit Pfarrer i.E. Michael Weber erläuterte er die Bedeutung der einzelnen Glocken, die ihre Namen nach den vier Evangelisten erhielten. Die Festgemeinde erfuhr, dass die über 200 kg schwere Sonntagsglocke Johannes heißt. Sie ist die größte, schwerste und tiefste im Geläut und ruft von nun an sonntags in dem Ton Es'' die Bevölkerung zum Gottesdienst. Auf ihr ist der Bibelvers Joh. 17, 3 zu lesen: „Das ist aber das ewige Leben, dass sie dich, der du allein wahrer Gott bist, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.“ Die zweitgrößte Glocke heißt Matthäus, ist 140 kg schwer und in F'' gestimmt. Sie ist die Gebetsglocke und erinnert an die persönliche Gottesbeziehung, die im Gebet ihren Ausdruck findet. Die Sakramentsglocke hat den Namen Markus erhalten. Sie ist 110 kg schwer und auf G'' gestimmt. Sie ruft die Bedeutung von Taufe und Abendmahl in Erinnerung.
Hinzu kommt Lukas. Sie ist nur 40 kg schwer und erklingt in dem hohen Ton B''. Es ist die alte historische Kredenbacher Schulglocke aus dem Jahr 1937. Bisher läutete sie im Treppenhaus des Gemeindezentrums. Während der umfassenden Renovierung des gesamten Bauwerks vor etwa vier Jahren waren Risse im Mauerwerk festgestellt worden, entstanden durch die Schwingungen der Glocke.
Lukas wird künftig als Totenglocke die Vergänglichkeit des Menschen verkünden „in die Ortsmitte und den Alltag des Lebens hinein“. Sie soll aber auch, so Pfarrer Bäumer, als Friedensglocke am Volkstrauertag erklingen. Walter Irle, einer der Glockenturminitiatoren, setzte jeweils die einzelnen Glocken und anschließend das ganze Geläut per Funkfernbedienung in Gang. Grüße und Gratulation zu den neuen Glocken verbunden mit einigen Gastgeschenken überbrachten Johannes Hahn und Fabian Feindler aus der Partnergemeinde Mkuza in Tansania. Beide waren mit einer Siegerländer Delegation erst vor einigen Tagen von einem Partnerschaftsbesuch zurückgekehrt.
Den musikalischen Rahmen des Festgottesdienstes gestalteten Organist Matthias Hahn an der Orgel und Dietmar Wengenroth, Trompete, sowie der Kredenbacher Bläserkreis.

Nach dem Gottesdienst versammelte sich die Festgemeinde um den Glockenturm, für dessen Gestaltung der Architekt Walter Blöcher zeichnete. Die Bauausführung, die innerhalb weniger Wochen realisiert werden konnte, oblag Ulrich Hoffmann. Gegossen wurden die neuen Glocken von der Firma Perner in Passau.
Am Glockenturm sang der MGV Germania das Lied „Glocken der Heimat“. Für die Kredenbacher Ortsvereine überreichte Gert Bruch eine Kupfertafel mit dem alten Kredenbacher Wappen, die am Glockenturm angebracht werden soll.
kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Eine große Festgemeinde versammelte sich zur Indienstnahme des neuen Glockenturms am Gemeindezentrum Kredenbach. Er erweckt den Eindruck, als habe er schon immer neben dem Gemeindezentrum gestanden.

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