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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Mut zum Leben
Bezirksverband der Siegerländer Frauenhilfen feierte Jahresfest

Else Diehl, Bibellesebund
11.08.2006 13:04
Sein diesjähriges Jahresfest feierte der Bezirksverband der Siegerländer Frauenhilfen jetzt in der ev. Kirche Hilchenbach. Mehre hundert Frauen waren der Einladung zum Festgottesdienst gefolgt, der unter dem Thema „Mut zum Leben – als Menschen der Hoffnung unter Gottes Führung und Fürsorge“ stand. Eingestimmt wurden die Festgemeinde durch die Musikgruppe der Frauenhilfe Niederschelden.
Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende des Verbandes Erika Denker, hob die Superintendentin Annette Kurschus in ihrem Grußwort für den Kirchenkreis Siegen ihre Verbundenheit zur Frauenhilfe hervor. In ihren Frauenkreisen habe sie als Gemeindepfarrerin ebenso Herzlichkeit und Fürsorge erfahren wie gute Kritik und hilfreiche Hinweise.

Pfarrer Rüdiger Schnurr als Hausherr der Kirche erzählte davon, dass die ev. Kirche in Hilchenbach jetzt tagsüber offen sei. Patienten der neurologischen Fachklinik suchten die Kirche ebenso auf wie Wanderer, die den Rothaarsteig begingen und den Weg in die Kirche fänden. Für Kirchenbesucher sei vor kurzem ein Raum der Stille und der Besinnung eingerichtet worden. Gespannt waren die Frauen auf die Referentin, die für den Festgottesdienst eingeladen war. Else Diehl, viele Jahrzehnte im Reisedienst für den Deutschen Zweig des internationalen Bibellesebundes unterwegs, berichtete Mutmachendes aus ihrem Leben und ihrer Arbeit. Ab 1992 war sie als Rentnerin einige Jahre in den neuen Bundesländern tätig und ist auch heute noch unterwegs zu Vorträgen bei Senioren, Freizeiten und in der Frauenarbeit. Trotz eines gebrochenen Armes nahm die rüstige Seniorin ihren Vortrag auf der Festversammlung der Siegerländer Frauenhilfe wahr. „Wir haben Mut zum Leben, so Else Diehl, wenn wir Menschen der Hoffnung sind.“ „Hoffet auf ihn allezeit, liebe Leute, schüttet euer Herz vor ihm aus; Gott ist unsre Zuversicht“, rief sie einen Ausschnitt aus Psalm 62 in Erinnerung.
„Menschen, die aus der Hoffnung leben, sehen weiter. Menschen, die aus der Liebe leben, sehen tiefer. Menschen, die aus dem Glauben leben, sehen alles in einem anderen Licht.“, zitierte sie den deutschen Theologen und Schriftsteller Lothar Zenetti.

Viele ältere Menschen, auf Tod und Ewigkeit befragt, seien stumm. Christen seien an dieser Stelle nicht sprachlos. Gegenseitiges Ermutigen und Trösten hält sie für eine wichtige Aufgabe. Dabei brauche man nicht so zu tun als wäre die Not nicht da. Dunkel bleibe oft Dunkel und nicht alles könne rosarot gesehen werden. Gott wolle uns auch im Dunkel nahe sein. Die Hoffnung der Christen betreffe die Einstellung zum Leben, zum Alter und zum Tod. Diese Hoffnung lasse nicht zuschanden werden.

Ohne Führung gehe es im Leben nicht, stellte Else Diehl fest. Führung und Fürsorge setzten Beziehungen zu Menschen voraus. Christen lebten in einer lebendigen Beziehung zu Jesus Christus. Pfr. Albrecht Goes habe dies auf den Punkt gebracht: „Christ sein heißt eine persönliche Beziehung zu Jesus Christus haben und aus dieser Beziehung heraus verantwortlich handeln.“ Die Referentin erzählte beispielhaft aus ihrem Leben, wie sie selbst Führung und Fürsorge Gottes erfahren hat. Sie empfahl auf das Wort Gottes zu achten, durch das Gott Menschen ebenso führe, wie durch besondere Lebensumstände. Besonders hilfreich sei es, die Verheißungen Gottes in der Bibel in den Blick zu nehmen. Es mache froh, die liebevolle Führung Gottes zu erfahren und zu wissen, dass man nicht auf sich allein gestellt sei.

Abschließend machte Else Diehl Mut, als Menschen der Hoffnung zu leben und die in Jesus Christus begründete Hoffnung zu verbreiten. Dies auch im Blick auf junge Menschen. Die brauchten Menschen, die nicht nur nörgelten und jammerten, sondern Hoffnung verbreiteten.
Zum anschließenden Kaffeetrinken und gemütlichen Beisammensein im ev. Gemeindehaus „An der Sang“ hatten sich 240 Frauen angemeldet.
kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Else Diehl vom Bibellesebund machte den Frauen in der ev. Kirche Hilchenbach Mut zu einem hoffnungsvollen Leben unter Gottes Führung und Fürsorge.

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