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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Impulstag mit Pfarrer Ulrich Laepple von der EKD
05.09.2006 16:06
Eingeladen zum Thema „der diakonische Aspekt der Gemeindeentwicklung“ mit Referat, Interviews und Workshops, hatte Pfarrer und Gemeindeentwickler des Kirchenkreises Siegen Jürgen Dusza. Diakonie sei, so die Überzeugung des Referenten, nicht ein ausgelagerter Arbeitsbereich institutionalisierter Stellen, sondern vom christlichen Standpunkt aus Lebensform eines jeden Christen und einer jeden Christin. Damit sei Diakonie das, was auch Gemeinde ausmache. Sie folge als Leib Christi dem Vorbild des Urdiakon Christus. „Gott hat seinen Ort unten bei den Mühseligen und Beladenen“, führte Laepple aus. In der Hinwendung zu Hilfsbedürftigen gelte es aber zunächst zu erkennen: „Boden unter den Füßen hat keiner“. Die eigene „Diakoniebedürftigkeit“ wahrzunehmen sei bedeutsam für eine Begegnung auf Augenhöhe. Kirchliches Leben spiele sich überwiegend im Milieu der Mittelstandsgesellschaft ab, andere Soziale Gruppen fühlten sich oft nicht zugehörig. Beim diakonischen Handeln in diese Gruppen hinein sei wichtig: „Der Hilfsbedürftige darf nicht zum Objekt der eigenen Machtauslebung werden.“ Missionarische Diakonie verstehe er aus einem ganzheitlichen Missionsverständnis heraus, das Leib, Seele und Geist nicht trennt, betonte Laepple. „Der Missionsbefehl schließt ja diakonisches Handeln ein und bindet gleichsam das Wort an die Tat“, hieß es. So sei Gemeinde gefordert, sich immer wieder neu zu reformieren, zu entwickeln und sich dynamisch in Beziehung zu ihrer Umwelt zu setzen. Dimensionen diakonischen Handelns seien des weiteren die indirekte Diakonie: „Evangelium und Gemeindeleben stabilisieren die Menschen“, erläuterte Laepple. Um jeweils bedarfsgerecht für andere Menschen handlungsfähig zu sein, bedürfe es einer flach strukturierten Diakonie, die auch spontan agieren könne, der institutionellen Diakonie mit ihren professionellen Arbeitsfeldern und der Diakonie im Kirchenkreis. Für ein optimales Miteinander von Gemeinde und Diakonie gehöre, dass man sich vernetze und miteinander rede. Die gegenseitige Fürbitte sei ebenfalls nötig. Einen Einblick in diakonische Handlungsfelder innerhalb des Kirchenkreises Siegen gaben Interviews mit Vertretenden aus dem Pflegekreis Wilnsdorf , der Telefonseelsorge, der Kleiderstube in der Kirchengemeinde Krombach, dem Familienzentrum im Kindergarten am Vogelsang und aus dem Themenbereich Besuchsdienst.

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