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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

„Auf dass sie alle eins seien“
10 Jahre Partnerschaft zwischen Kirchengemeinden Wilnsdorf und Mlandizi in Tansania

Gemeindepartnerschaft Wilnsdorf - Mlandizi
20.09.2006 12:10

Mit einem Festgottesdienst feierte jetzt die Kirchengemeinde Wilsdorf ihre 10-jährige Partnerschaft mit der Kirchengemeinde Mlandizi in Tansania. Trommelklänge und afrikanische Gesänge erklangen in der ev. Kirche in Wilden. Die Kanzel war mit der Tansanischen Fahne geschmückt. Aus der Partnergemeinde Mlandizi waren Pastor Marko Mdumi und der Partnerschaftsvorsitzende Michael Mjokava für 10 Tage nach Wilnsdorf gereist. Hier werden sie die Partnergemeinde mit ihren Gruppen und Kreisen kennen lernen. Es steht aber auch ein Besuch beim Wilnsdorfer Bürgermeister Werner Büdenbender und der Superintendentin des Kirchenkreises Siegen Annette Kurschus auf dem Programm. Besonders interessant dürfte für die Gäste lutherischer Prägung ein Besuch auf der Wartburg sein.

Die Gemeinde in Mlandizi wächst
Von den beiden Gästen erfuhren die Gottesdienstbesucher, dass die Partnergemeinde Mlandizi sieben Untergemeinden hat, zudem gehört zu der Pfarrstelle noch eine Schule. Jeden Monat besucht Pastor Mdumi einmal alle seine Gemeinden. Über zwei Stunden ist er nicht selten unterwegs. Durch die Partnerschaft hat er ein Fahrrad erhalten. Dies ist für seine Arbeit eine große Hilfe. Zur Kirchengemeinde in Mlandizi gehören zurzeit 535 Gemeindeglieder und die Gemeinde wächst. Und mit ihr wächst auch der neue Kirchbau, der noch keine Fenster und Türen hat.

Reiner Dirlenbach, mitverantwortlich für die Partnerschaftsarbeit in Wilnsdorf, berichtete davon, wie 1990 beim Siegerländer Missionsfest in Wilnsdorf die ersten Anstöße zu einer Partnerschaft entstanden. Am 3. September 1994 erfuhren die Wilnsdorfer, dass mit der Kirchengemeinde Mlandizi eine Partnerschaft begonnen werden könne. Am 4. November 1994 beschloss das Presbyterium die Partnerschaft. Die Kirchengemeinde Weidenau, die damals schon seit Jahren eine Partnerschaft unterhielt, half mit ihren Erfahrungen ebenso wie der Kirchenkreis Siegen mit seiner Partnerschaft zum Kirchenkreis Kibaha. Es erfolgten erste Briefkontakte. Im Gottesdienst am 1. September 1996 wurde Partnerschaft geschlossen. Zum Zeichen pflanzten die Wilnsdorfer eine Hainbuche und eine Blutbuche. Zudem wurde eine Gedenktafel vor der Kirche in Wilnsdorf angebracht. 1998 erfolgte der erste Besuch in Tansania und auch dort wurden zwei Bäume gepflanzt, die bis heute stattlich in die Höhe gewachsen sind. In den Folgejahren besuchten sich die Gemeinden regelmäßig. Briefe und eMails komplettieren die ständige Verbindung.

Die Predigt hielt Pastor Mdumi zum Thema „Auf das sie alle eins seien“ (Joh 17, 21) in Kisuaheli. Übersetzt wurde er von Joachim Kurth. In der Einheit liege die Kraft und in der Trennung liege die Schwachheit, betonte Mdumi eine tansanische Redensart. Zu der Partnerschaft der Kirchengemeinden gehöre, dass man im Gebet füreinander einstehe. Anschließend sang die ganze Gemeinde das eigens komponierte Partnerschaftslied. Matthias Daub überbrachte die Grüße der Partnerschaftsgruppe des Kirchenkreises. Er bezeichnete die Partnerschaftsarbeit als eine spannende und knisternde Sache.

Die Kijitonyama Upendo Group aus Daressalam ließ die Siegerländer Gottesdienstgemeinde etwas spüren von der ansteckenden Lebendigkeit der tansanischen Christen. Der siebenköpfige Gospelchor befindet sich zurzeit auf Deutschlandtournee und kann am 14. Oktober, 19.30 Uhr in der Trinitatiskirche in Niederdielfen gehört und erlebt werden.
kp

Text zum Bild: (Fotos Karlfried Petri)



Foto 1
Die Kijitonyama Upendo Group aus Daressalam ließ die Siegerländer etwas von der ansteckenden Lebendigkeit der afrikanischen Christen spüren.

Foto 2 (oben)
Die Partnerschaftsgruppe der Kirchengemeinde Wilnsdorf mit ihren Gästen aus Tansania


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