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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Vom Leben der evangelischen Minderheitskirchen in Rumänien
163. Jahrestagung des Gustav-Adolf-Werkes der EKvW

Pfr. Hans-Martin Trinnes
20.10.2006 12:27

Am 5. und 6. November findet die 163. Jahrestagung des Gustav-Adolf-Werkes (GAW) der Evangelischen in Westfalen e.V. im Kirchenkreis Siegen statt.Am Sonntagvormittag, 5. November, werden in Niederschelden, in der Christuskirche Eiserfeld, in Klafeld und Niederdresselndorf Gastprediger des GAW die Gottesdienste gestalten.

Nachmittags ab 15 Uhr berichten Gäste aus Rumänien im Gemeindehaus der Evang. Ref. Kirchengemeinde Niederschelden von den Projekten in Rumänien. Zu Gast aus Siebenbürgen werden sein Prof. Dr. Janos Molnár, Dozent am Protestantisch-Theologischen Institut und Dekan der Religionspädagogischen Fakultät der staatlichen wissenschaftlichen Universität in Klausenburg und seine Ehefrau Pfrn. Irma Molnár. Sie berichten über das Projekt im Apfeltal. In einem rumänischen Dorf in der Nähe von Klausenburg in Siebenbürgen hat Pfrn. Irma Molnár eine Schule aufgebaut, eine Bäckerei eingerichtet und ein Altenheim gegründet und dadurch Arbeitsplätze geschaffen. Menschen wandern nun nicht mehr ab, sondern sehen einen Hoffnungsschimmer für ihre Lebensgestaltung.
In einem Straßenkinderprojekt in Nordsiebenbürgen ist ein sogenanntes Schlupfhaus gekauft worden, in dem verwahrloste Kinder Unterschlupf finden können und betreut werden.
In einer leer stehenden Schule in Lasseln hat vor Jahren ein Arzt gemeinsam mit Pfarrer Martin Türk-König das Lukaskrankenhaus gegründet. Es ist das erste Krankenhaus Rumäniens, in dem Hospizarbeit geleistet wird. Pfarrer Türk-König wird in Niederschelden über diese Arbeit berichten.

Gustav-Adolf-Werk
Das Gustav-Adolf-Werk ist das älteste evangelische Hilfswerk in Deutschland. Es wurde 1832 in Leipzig auf Initiative des Leipziger Superintendenten Dr. Christian Großmann gegründet und trägt den Namen von Gustav II. Adolf, König von Schweden (1594–1632). Der schwedische König kämpfte im Dreißigjährigen Krieg an der Seite deutscher evangelischer Christen.

Nach der Neugründung des Werkes 1992 im vereinten Deutschland hat es seit 1994 seine Zentrale in Leipzig. Ziel des GAW ist es „die Kirchen in der weltweiten Diaspora gesprächsfähig zu machen. Die Menschen in den Partnerkirchen sollen Mut und Selbstvertrauen finden, das Gespräch mit ihrem gesellschaftlichen Umfeld und mit der katholischen oder orthodoxen Mehrheitskirche zu wagen.“
Das GAW pflegt Kontakte zu Partnerkirchen in Europa, Asien und Lateinamerika. Es unterstützt sie beim Bau und der Instandsetzung von Gemeindehäusern und Kirchen, fördert Gemeindeaufbau, Bildungsarbeit und sozialdiakonische Projekte.

Im Kirchenkreis Siegen wurde 1845 und in den Folgejahren die Kirchengemeinde Olpe vom GAW unterstützt. Mit GAW-Mitteln konnte die Kirche gebaut und die Pfarrstelle eingerichtet werden. Die Kirchengemeinde Dreis-Tiefenbach erhielt von 1929 bis 1933 Unterstützung des GAW für den Bau der örtlichen ev. Kirche.
Als Synodalbeauftragter verantwortlich für die Arbeit des GAW im Kirchenkreis Siegen ist Pfr. Hans-Martin Trinnes aus Niederschelden. Trinnes war von 1977 bis 1990 Pfarrer in verschiedenen Gemeinden in der ev. Kirche Augsburgischen Bekenntnisses in Rumänien tätig. Nach einer Zusatzausbildung kam er 1991 nach Olpe und hat seit 1993 eine Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Niederschelden inne. Er ist Vorsitzender des GAW Westfalen und Mitglied im erweiterten Vorstand des GAW Deutschland.
kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Das Gustav-Adolf-Werk der Evangelischen Kirche in Westfalen tagt am 5. und 6. November im Kirchenkreis Siegen. Pfarrer Hans-Martin Trinnes aus Niederschelden ist Vorsitzender des GAW-Westfalen.


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