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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

CrossPoint – ein Projekt auf Hoffnung
Vorbereitungen für Kreuztaler Jugendkirche laufen auf Hochtouren

Jungendkirche Kreuztal
31.10.2006 16:59

Auf dem Schulhof sind Tische aufgebaut. Es duftet nach heißen Snacks. Ein großes Transparent mit dem Aufdruck „CrossPoint“ hängt an der Schulwand. Plakatwände informieren über ein neues Projekt der evangelischen Kirchengemeinden in Kreuztal. Junge Leute in gelben T-Shirts, ebenfalls mit dem Aufdruck „CrossPoint“, sind in Pausengespräche mit Schülerinnen und Schülern der Gesamtschule und des Gymnasiums in Kreuztal vertieft. „Hast du Interesse an einer Jugendkirche im Kreuztaler Raum?“, lautet eine Frage, die an die neugierigen Jugendlichen gestellt wird. Die Antworten fallen unterschiedlich aus. Interesse bei den einen, Desinteresse bei anderen. Es ist eine Station von vielen, um Werbung für die geplante Jugendkirche zu machen. Das Mitarbeiterteam, darunter Jugendreferentin Ursula Giebeler, ist in diesen Tagen unterwegs und klappert die Schulen im Raum Kreuztal ab. Der ehemalige Superintendent Friedemann Hillnhütter ist auch mit am Stand. Eine Benefiz-Rocknacht wurde bereits durchgeführt, um Jugendliche auf die geplante Jugendkirche aufmerksam zu machen und um Einnahmen zur Finanzierung zu erhalten. Auf einer Mitarbeitendenfreizeit in Kroatien im Herbst dieses Jahres bereiteten sich Jugendliche intensiv auf das Projekt „Jugendkirche Kreuztal“ vor. Es wurde geplant, beraten, gebetet. Nach den Weihnachtsferien im Januar 2007 soll es losgehen, spätestens jedoch im Februar.

„Cafe Cross“ und mehr
Das Konzept steht. „Cafe Cross“ soll der Treffpunkt für Schüler werden. Mitten in Kreuztal und nur drei Minuten vom Schulzentrum entfernt. Cafe trinken, Quatschen, Pause machen ist hier angesagt. Offen sein soll das Cafe als Treffpunkt montags bis freitags über Mittag und an zwei Wochenabenden sowie vor und nach den Gottesdiensten. Hier finden wechselnde Events wie LAN-Partys für Computerfreaks, DVD-Filmvorführungen, Konzerte und vieles mehr statt. Eben multifunktional genutzt. Bei den Mitarbeitenden finden die Jugendlichen vor allem offene Ohren.
Ein wesentliches Element sind die Gottesdienste. Als „leicht & cross“ werden sie in der Planung von den Mitarbeitenden beschrieben. Verständlich sollen sie sein. Von jungen Christen für junge Christen. Mit ihrer Musik und in ihrer Sprache wollen sie vom Glauben und vom Leben reden – Diskussion inbegriffen.
Kleingruppen, in denen über den Glauben gesprochen wird und Gemeinschaft gelebt wird, gehören ebenso zum Konzept wie Workshops, in denen man Hobbys pflegen kann. Nicht zu vergessen, ein schalldichter Bandraum zum Proben.

Finanzgeber und Mitarbeitende gesucht
Bis der erste Gottesdienst gefeiert wird, in Workshops Hobbys gepflegt werden können und das erste Gespräch im Bistro geführt werden kann ist noch viel zu tun, wissen Jugendreferentin Ursula Giebeler und Jan Holle, die ehrenamtlich in die Planung und Vorbereitung eingebunden sind. Eine Leitung der Jugendkirche, vielleicht ein Pfarrer oder eine Pfarrerin im Entsendungsdienst, ist noch nicht in Sicht. Auch die Rechtsform, in der das Projekt verlässlich und verantwortungsvoll betrieben werden kann, ist noch nicht gefunden. Es ist ein Projekt auf Hoffnung. Vieles ist noch ungeklärt. Ein Domizil haben die Jugendlichen aber schon. Die Räume der ehemaligen Diakoniestation an der Kreuzkirche sollen in einen multifunktionalen Gottesdienstraum mit Bistrobereich umgebaut werden. Über 10.000 Euro sind erforderlich. Das Geld für den Umbau und die Einrichtung ist noch nicht zusammen. Aber die Kirchengemeinden Ferndorf, Kreuztal, Buschhütten und Krombach stehen hinter dem Projekt und auch CVJM-Gruppen sind mit im Boot. Die Kirchengemeinden haben beschlossen, die laufenden Kosten der Jugendkirche zu tragen. Komplett finanzieren können sie das Projekt allerdings nicht. Weitere Finanzgeber werden gesucht.
Benötigt werden auch über 40 ehrenamtliche Mitarbeitende, die sich ausbilden und schulen lassen. Streetworker für missionarische Beziehungsarbeit, Workshopleiter, Projektmitarbeitende, Küchenpersonal und nicht zuletzt ein Gottesdienstteam. Fast die Hälfte des Teams hat sich schon gefunden.

Idee aus London
Ursula Giebeler, Jugendreferentin der Kirchengemeinde Kreuztal, fand die Idee der Jugendkirche vor vielen Jahren in England: „Ich war Mitte der 90er Jahre in London und lernte die Churchplanting-Bewegung kennen. In einem faszinierenden Vortrag erzählten junge Leute, wie sie in ihrer Jugendkirche Jugendliche in ihren jeweiligen Kulturen erreichten.“ Das Konzept überzeugte die Kreuztalerin. Das Presbyterium der eigenen Kirchengemeinde in Kreuztal ließ sich ebenfalls von der Idee überzeugen und nach einiger Zeit waren auch die umliegenden Gemeinden und CVJM-Gruppen von der Idee angetan, die jetzt Wirklichkeit werden soll.
Weitere Infos: www.crosspoint-kreuztal.de
kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)


Derzeit werben die Mitarbeitenden für die Jugendkirche und machen das geplante Projekt unter Jugendlichen bekannt. Eine Tour durch die Schulen im Kreuztaler Raum gehörte dazu.Bei vielen Gelegenheiten der kirchlichen Jugendarbeit in Kreuztal ist das Logo der neuen Jugendkirche zu sehen. CrossPoint: Kreuztaler Straßen verbinden die vier Kirchengemeinden. In ihrer Mitte auf den Punkt gebracht die Jugendkirche.


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