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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Siegerländer Netzwerk sammelt Spenden für Laurim-Elfjähriger aus Pristina wird in Gießen behandelt

15.11.2006 12:31
Die Ärzte in Pristina können ihm nicht helfen und raten zu einer Überweisung in ein besseres Zentrum außerhalb des Kosovo. Die verzweifelten Eltern telefonierten mit Verwandten in Siegen, die wiederum Freunde und Verwandte mobilisierten. Ausgereifte und nachhaltige Erfahrungen in der Behandlung von leukämiekranken Patienten hat die DRK-Kinderklinik. Die Heilungschancen bei diesem Krankheitsbild liegen zwischen 70 und 80 Prozent. Die Therapie ist teuer, Laurims Eltern sind arm. 10.000 Euro brachten die Verwandten auf – viel zu wenig. Die Behandlung kostet fünf bis zehn Mal so viel. Von Siegener Freunden erfuhren die Kosovo-Albaner von Prof. Dr. Winfried Gassmann, der vor einiger Zeit einem leukämiekranken Mädchen aus Lettland geholfen hatte, die Krankheit zu überstehen. Der Chefarzt der Onkologie trieb eine Bürgschaft von 20 000 Euro auf. Dann knüpfte er ein Netzwerk aus katholischer und evangelischer Kirche sowie Siegener Muslimen, gewann die „Tour der Hoffnung“ zum mitmachen und den Fußball-Kreisverband, sprach mit Siegens Bürgermeister Ulf Stötzel und Landrat Paul Breuer. Gemeinsam wollen alle miteinander jetzt helfen und um Spenden werben: Laurim darf nicht sterben. Nach mehr als einer Woche stellte die deutsche Vertretung unter Einbeziehung des Ausländeramtes der Stadt Siegen endlich die Visa aus. Laurin kam am 6. November abends mit seiner Mutter in Frankfurt an. Zwei Stunden später wurde er in der Kinderklinik aufgenommen. Dort kam nach einer Knochenmarkspunktion der Verdacht auf, dass es sich bei Laurims Krankheit um die seltenere und schwerer zu behandelnde myeloische Leukämie handeln könnte. Sollte dies der Fall sein, stehen die Heilungschancen des Jungen nur noch bei rund 40 Prozent. Sofort wurde eine Verlegung auf die onkologische Station für Kinder in der Gießener Uni-Klinik vorgenommen. Hier bestehen bessere Behandlungsmöglichkeiten auch wegen der bereit stehenden Blutbank. Die Ärzte haben bereits mit der Chemotherapie begonnen und die erste Bluttransfusion hat zu einer Stabilisierung von Laurims Allgemeinzustand geführt, wusste Prof. Dr. Rainer Burghard, Chefarzt der Siegener Kinderklinik zu berichten. Die evangelische und katholische Kirche im Siegerland rufen ihre Gemeindeglieder zu einer Spendenaktion auf. Am 1. Advent soll möglichst in allen Gottesdiensten speziell für Laurin gesammelt werden. Spendenkonto: Elterinitiative für krebskranke Kinder, Sparkasse Siegen ( BLZ 460 500 01) Konto 30351829, Stichwort: Laurim

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