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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

25 Jahre Referat der Tageseinrichtungen für Kinder im Kirchenkreis Siegen

22.11.2006 15:00
Es ist am 8. Juli 1981, als die Synode des Kirchenkreises Siegen auf der Tagung in Ferndorf folgenden Beschluss fasst: Die Kreissynode errichtet zum 1.10.1981 die Stelle einer Fachberatung für Ev. Tageseinrichtungen für Kinder im Kirchenkreis Siegen. Die Möglichkeit, die Fachberatung auf den Kirchenkreis Wittgenstein auszudehnen, wird offengehalten. Im Zuge der Beratungen erinnert die Synodale Diersmann an ein Wort von Altpräses D. Thimme: „Entweder wir machen gute evangelische Kindergartenarbeit oder wir machen gar keine.“ Bis dahin war es aber ein weiter Weg. Der Synodale Ernst Deppe hatte sich lange Zeit beharrlich für die Errichtung einer Fachberatungsstelle eingesetzt. Bereits im November 1979 wurde eine solche Stelle von der Synode anerkannt, die finanzielle Belastung erschien aber zu hoch. Als erste Fachberaterin wird Anneliese Seibert angestellt, die bis dahin beim Jugendamt des Kreises arbeitet. Sie baut die Arbeit des Referates auf und gibt ihr Strukturen. Beratung, Fortbildung, Leiterinnenkonferenzen, Koordination mit Fachverband und Jugendamt, das alles bietet sie für die Gemeinden und Kindergärten an. Gut fünf Jahre später geht Anneliese Seibert in den Ruhestand und Beate Helbers leitet seit dem 1. April 1987 bis heute die Fachberatung. Die Aufgaben sind ständig gewachsen. Als wesentlicher Arbeitsschwerpunkt kommt die Religionspädadogik hinzu. Begleitet und gefördert wird die Arbeit der Fachberatung vom synodalen Ausschuss für Kindergartenfachberatung, während der Aufbauphase unter der Leitung von Pfr. Günther Albrecht sen., danach ab 1982 von Pfr. Paul-Gerhardt Schäble, denen weitere Vorsitzende folgen. Seit den Anfängen hat sich in der evangelischen Kindergartenarbeit viel getan. Längst ist der Kirchenkreis Wittgenstein mit im Boot und beteiligt sich an der Finanzierung. 1991 wird Cordula Graf als zweite Fachkraft eingestellt. Mittlerweile gilt es, 61 Einrichtungen zu beraten. Simone Schmidt ist zunächst für die Sekretariatsaufgaben zuständig, heute ist es Christa Kämpf. Als Cordula Graf 1994 in Mutterschutz geht und später ganz ausscheidet, übernimmt Gerlinde Schäfer die Aufgaben. Sie ist an der Entwicklung des „Netzwerk Fachschule Praxisanleitung“ beteiligt. Mit der Gesetzesnovelle 1992 in Nordrhein-Westfalen heißen die Einrichtungen nun nicht mehr Kindergärten, sondern Tageseinrichtungen für Kinder. Hortgruppen und kleine altersgemischte Gruppen entstehen. Politisch angesagt ist der Ausbau der Einrichtungen. Bald sollte der Rechtsanspruch auf einen Einrichtungsplatz kommen. 11 Neubauten werden in Trägerschaft von Kirchengemeinden der Kirchenkreise Siegen und Wittgenstein errichtet, zusätzliche Um- und Erweiterungsbauten sind nötig, um dem Bedarf gerecht zu werden. Die Fachberatung ist zumeist intensiv in die Neugestaltung mit eingebunden. Beate Helbers erinnert sich an diese Zeit. „Phasenweise trafen wir uns jeden Freitagnachmittag in Erndtebrück zur Neubauplanung. Ich bekam dann bei Pfarrer Krumm daheim das Mittagessen und staunte über sein für mich unverstehbares Freiengründer Platt“ (Pfarrer Krumm ist gebürtig aus Wiederstein/Zeppenfeld). 1992 beschließt die Synode „Qualität statt Quantität“. Der weitere Gruppenausbau wird auf die bestehenden 138 Gruppen beschränkt. Ab 1994 wächst die besondere Aufgabe der „Gemeinsamen Erziehung behinderter und nicht behinderter Kinder“. Diesen Aufgabenschwerpunkt übernimmt Cornelia Gerbershagen. Etwa 100 behinderte Kinder werden heute in 42 Einrichtungen betreut und gefördert. Damit sind die evangelischen Einrichtungen in den Kirchenkreisen Siegen und Wittgenstein einer der größten Anbieter von Einzelintegration in der westfälischen Landeskirche. Schwer wird es für die Einrichtungen 1999. Eine Gesetzesnovelle erfordert den Abbau von 40 Personalstellen in den Einrichtungen. Viele Mitarbeiterinnen werden von Stundenkürzungen betroffen. Qualitätsmanagement zieht in 2001 in die Tageseinrichtungen ein und legt Erziehungs- und Betreuungsmaßstäbe fest. Cornelia Gerbershagen wird als Qualitätsmanagementbeauftragte für beide Kirchenkreise tätig. Heute ist das Referat für 66 Tageseinrichtungen mit 158 Gruppen für 30 Träger (Kirchengemeinden) in den beiden Kirchenkreisen zuständig. Die Fachberatung unterstützt und berät Träger und Mitarbeitende in allen Belangen des betrieblichen Ablaufes der Einrichtungen, der Weiterentwicklung sowie der sozial-, religions- und heilpädagogischen Arbeit. Sie organisiert Fortbildungsseminare und Tagungen für die etwa 450 Mitarbeitenden der Einrichtungen, beispielsweise zur Stärkung des evangelischen Profils.

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