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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Schulleiterin Woydack: „Wir sind optimistisch“
Startschuss für Schulbauprojekt „EVAU baut Zukunft“

Architekt Martin Schäpers und Schulleiterin Dorothea Woydack
09.03.2007 11:24
Den Startschuss für die Spendenaktion zum Bau eines neuen Selbstlernzentrums und einer Bibliothek gab jetzt das Evangelische Gymnasium Weidenau.
„Jetzt beginnt die heiße Phase unseres Projektes ‚EVAU baut Zukunft’“, sagte Schulleiterin Dorothea Woydack in einem Gespräch mit den Medien. „Jetzt setzen die Schüler, die Eltern und das Kollegium das Projekt um.“Und das Projekt hat es in sich. Innerhalb eines Jahres will das Gymnasium eine Million Euro für den Schulanbau sammeln. Eine Bezuschussung seitens der Kirche ist bei den zurückgehenden Kirchensteuereinnahmen nicht zu erwarten. „Aber wir brauchen den Anbau ganz dringend, um auch künftig gut gerüstet zu sein“, so die Schulleiterin.

Kräfte mobilisieren
Deshalb mobilisiert die Schule ihre eigenen Kräfte und Möglichkeiten. Und die sind nicht gering.
Gegen eine Spende in Höhe von 1000 Euro arbeitet ein Schüler einen Tag lang im Unternehmen oder in einer sozialen Einrichtung nach Wunsch. Sponsorenläufe werden organisiert, Konzerte, beispielsweise der BigBand am 20. April, oder der Lehrer-Rock-Band finden zugunsten der Schule statt. Merchandising-Artikel, also Produkte wie beispielsweise T-Shirts, die den Namenszug der Schule tragen, sollen produziert und verkauft werden. Eine Klasse hat bereits ein Psalmbuch geschrieben und drucken lassen. Von den 600 hergestellten Exemplaren sind bereits 500 verkauft.
Die Schule setzt aber vor allem auf das Netzwerk der Eltern und der ehemaligen Schülerinnen und Schüler, die über das ganze Bundesgebiet verteilt sind. Angesprochen werden sollen die Unternehmen in der Region. „Wir haben mit dem Evangelischen Gymnasium ein gutes Produkt“, so die von Schule und Projekt gleichermaßen überzeugte Schulleiterin Woydack. „Die Wirtschaft tut gut daran, in die Schule zu investieren.“
Firmen, die den Ruf der Schule vernehmen und in das Projekt und damit womöglich in künftige gut ausgebildete Mitarbeitende investieren, müssen dies nicht anonym tun. Eine große Sponsorenwand im Foyer des Neubaus erinnert nachfolgende Generationen an die Unterstützenden. Dass es davon genügend geben wird, hofft die Schule. Woydack: „Wir sind optimistisch.“ Der konjunkturelle Aufschwung stärkt den Optimismus. Der Wirtschaft geht es zurzeit gut. Die Auftragsbücher und Gewinne können sich sehen lassen.

Schule hat guten Ruf
Hinzu kommt, dass die Schule in der Region einen guten Ruf genießt. Davon zeugen die jährlichen Anmeldezahlen und vor allem die Zahlen derer, die aus Platzgründen abgelehnt werden müssen. Für 500 Schülerinnen und Schüler wurde das Gymnasium 1964 gebaut. 870 Schüler besuchen derzeit die Schule. „Mehr ist absolut nicht drin“, so die Schulleiterin. In Zukunft wird es am Gymnasium auch Nachmittags Unterricht geben. Die Schülerinnen und Schüler müssen sich über Mittag in geeigneten Räumen in der Schule aufhalten können und sollen ein Mittagessen erhalten.
Wie der Anbau aussehen soll, erläuterte Architekt Martin Schäpers anschaulich anhand eines Modells und mittels einer Präsentation. Zudem gibt eine ausführliche Projektbeschreibung auf Papier und auf CD. Hierin meldet sich auch der Präses der Evangelischen Kirche von Westfalen Alfred Buß zu Wort, der die Schirmherrschaft über das Projekt übernommen hat: „Ich bin davon überzeugt, dass sich das Engagement für dieses mutige Projekt des Evangelischen Gymnasiums Siegen-Weidenau lohnt, weil sich hier Menschen aufgemacht haben, ihre Lern-Bedingungen in die Hand zu nehmen ‚in christlicher Verantwortung für die Zukunft’.“ Damit greift der leitende Theologe der westfälischen Landeskirche das Selbstverständnis der Schule auf, zu dem gehört: „Unsere Schüler sollen viel lernen, aber wir wollen uns als evangelische Schule den Weg dahin selber genau überlegen. Wir möchten, dass unsere Schülerinnen und Schüler nicht nur in abfragbaren Kompetenzen gut abschneiden, sondern in christlicher Verantwortung für die Zukunft gerüstet sind.“

Aktuelle Informationen bietet das Internet unter www.evau-baut-zukunft.de Hier ist auch der aktuelle Spendenstand zu erfahren. Der ist mit unter 6.000 Euro noch gering, aber das Spenden-Projekt beginnt ja auch erst jetzt.
Damit es zügig vonstatten geht, hat das Projekt eine Koordinierungsgruppe bekommen, eine Baugruppe, die mit der Bauplanung Mitte des Jahres beginnt, und die Untergruppe Öffentlichkeitsarbeit.Wenn alles klappt, das heißt, wenn bis zum Sommer rund 250.000 Euro beisammen ist, wird mit der konkreten Bauplanung begonnen. Für Planung und Bauphase rechnet die Schule 13 Monate.
Spendenkonto des Baufördervereins:
EVAU BAUT ZUKUNFT e.V.
Sparkasse Siegen BLZ (460 500 01)
Kontonummer 64261

kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Architekt Martin Schäpers und Schulleiterin Dorothea Woydack (von links) stellen den Schulanbau im Modell vor.

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