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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Starke Frauen stärken Frauen
Siebenköpfige Frauendelegation aus Tansania zu Gast im Kirchenkreis Siegen

Frauendelegation aus Tansania auf Besuch im Kirchenkreis Siegen
29.05.2007 14:19

Ihre ersten Eindrücke von Deutschland und vom Kirchenkreis Siegen erhielten sieben Frauen aus dem Partnerkirchenkreis Kibaha in Tansania, die noch bis zum 14. Juni im Siegerland zu Besuch sind. Die Begegnung steht unter dem Motto „Starke Frauen stärken Frauen“.
Nach einer kurzen Eingewöhnungszeit in den Gastfamilien standen schon die ersten offiziellen Termine auf dem Programm. Zunächst erhielten die Afrikanerinnen einen Überblick über große Teile des Siegerlandes von der 36 Meter hohen Plattform des Turms der Nikolaikirche. Unter der sachkundigen Führung von Küster Heliodor Frankovski erfuhren sie von der Errichtung der Kirche und dass der Turm während des zweiten Weltkrieges unversehrt blieb, weil er nicht getroffen wurde und eine feuerhemmende Türe ein Übergreifen der Flammen aus dem Kirchendachstuhl verhinderte. Beeindruckend, dass auf dem Turm früher der Türmer mit seiner Frau und sieben Kindern lebte.
Anschließend versammelte sich die Partnerschaftsgemeinde in der Martinikirche, wo die Gäste von Superintendentin Annette Kurschus im Rahmen einer Andacht begrüßt wurden.
Kurschus: „Herzlich willkommen und gut, dass Sie da sind.“ Partnerschaften leben von Begegnung und gegenseitigen Besuchen. Telefonieren, eMails und Briefe ersetzen den persönlichen Kontakt nicht, so die Superintendentin. Das gemeinsame Essen, Trinken, Sehen, Schmecken, Hören und Erleben befruchtet die partnerschaftliche Begegnung und nicht zuletzt das voneinander Lernen. Damit das nicht nur Worte blieben, war die Partnerschaftsgemeinde eingeladen zu einem gemeinsamen Abendessen auf der Empore der Martinikirche. Ein besonderes Erlebnis auch für manchen Siegerländer.

Die afrikanischen Frauen, die überwiegend berufstätig sind, darunter eine Tierärztin, eine Krankenschwester und eine Lehrerin, aber auch Zusatzaufgaben in ihren Kirchengemeinden inne haben, erwartet in den nächsten Wochen ein umfangreiches Programm. Es wurde von der Partnerschaftsgruppe des Kirchenkreises vorbereitet und beinhaltet einen Studientag im Gemeindehaus Dautenbach, einen Ausflug unter dem Motto „etwas Schönes von Deutschland“, die Teilnahme an der Kreissynode, einen Besuch der Vereinigten Evangelischen Mission in Wuppertal und natürlich des Kirchentags in Köln. Da AIDS in Afrika verheerende Folgen hat, ist die Aidsberatungsstelle des Kreises Siegen-Wittengenstein ein wichtiger Anlaufpunkt während des Aufenthalts. Am Afrikatag in Siegen wirken die Frauen ebenfalls mit. Bei allem bleibt genügend Zeit für Begegnungen und Gespräche in kirchlichen Frauengruppen und den Gastfamilien.

Sechs Kirchengemeinden und der Kirchenkreis Siegen haben Partnerschaftliche Verbindungen mit Kirchengemeinden in Tansania. Der Kirchenkreis pflegt seit 1980 eine Verbindung mit dem Kirchenkreis Kibaha. Ebenso lange besteht die Verbindung zwischen den Kirchengemeinden Weidenau und Tumbi. Die jüngste Partnerschaft wurde 2003 zwischen den Kirchengemeinden Martini und Mailimoja eingegangen.

Text zum Bild: (Fotos Karlfried Petri)

Bild 1
Sieben Frauen aus dem Partnerkirchenkreis Kibaha/Tansania sind zurzeit auf Besuch im Kirchenkreis Siegen


Bild 2
Interessiert lauschen die Afrikanerinnen den Ausführungen von Küster Heliodor Frankovski (vorne rechts) über die kostbare Taufschale, eine peruanische Silberarbeit, vergoldet und von Fürst Johann Moritz geschenkt.


Bild 3
In der Martinikirche heißt Superintendentin Annette Kurschus die Frauen aus Afrika im Rahmen einer Andacht herzlich willkommen.


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