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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Den Gürtel ständig enger schnallen
Mittelfristige Finanzplanung fordert weitere Einsparungen

Gemeinsam unterwegs
Wiedereintrittsstelle
Personalien

Die Kreissynode tagte in Wilgersdorf
01.06.2007 13:15

Den Gürtel ständig enger schnallen
Mittelfristige Finanzplanung fordert weitere Einsparungen

Wie sehen vermutlich die Finanzen im Kirchenkreis Siegen in den Jahren 2009 und 2010 aus? Diese Fragen versucht derzeit die Mittelfristige Finanzplanung im Kirchenkreis Siegen zu beantworten. Obwohl nur eine kurze Zeitspanne, ist es im Kirchenkreis Siegen derzeit alles andere als einfach, verlässlich zu planen. Finanziell bedeutsame Synodenbeschlüsse wie die Kindergartenfinanzierung oder die Finanzierung der Jugendarbeit, die Einfluss auf die Ausgaben haben, stehen noch aus. Auf der Kreissynode gab Verwaltungsleiter Hartmut Menzel jetzt einen Überblick über den derzeitigen Planungsstand. Spätestens 2010 soll der Haushalt, so der Finanzausschuss, ausgeglichen sein. Das heißt, die laufenden Einnahmen finanzieren die laufenden Ausgaben. Entnahmen aus Rücklagen sind nicht mehr vorgesehen. Damit das so eintrifft, muss kräftig gespart werden. Daran ändern auch die deutlichen Mehreinnahmen der konjunkturell bedingt munter sprudelnden Steuerquelle nicht viel. Zu groß sind die Löcher der Landeskirche, die es noch zu stopfen gilt. Dennoch, ohne die steuerlichen Mehreinnahmen sähe es für die Gemeinden noch magerer aus.

Durch den Bevölkerungsschwund gibt es im Kirchenkreis Siegen nur noch 133.500 Gemeindeglieder. 4.000 weniger als heute und damit entsprechend weniger an Zuweisungen. Der Anteil der Seniorinnen und Senioren, die keine Kirchensteuer zahlen, nimmt zu.
Die Gemeindegliederpauschale, also der Betrag, den die Kirchengemeinde als Pauschalbetrag für jedes Gemeindeglied erhält, beträgt in diesem Jahr 44 Euro. 5 Euro weniger als im vergangenen Jahr. Und viel weniger als im vorvergangenen Jahr. Erschrocken war so mancher Synodale, als er für 2010 nur noch 28 Euro Gemeindegliederpauschale ausgewiesen sah. Das reicht für eine ordentliche Gemeindearbeit hinten und vorne nicht. Durch entsprechende Entlastungen der Gemeinden, die gegengerechnet werden müssen, beträgt rein rechnerisch die Gemeindegliederpauschale etwa 35.50 Euro. Aber auch das lässt nicht wirklich hoffen. Die Löcher im enger zu schnallenden Gürtel reichen kaum noch aus. Ziel ist, dass 78% aller Kirchensteuereinnahmen den Gemeinden zugewiesen wird.
Im Bereich der synodalen Dienste, also den kreiskirchlichen Referaten und Einrichtungen, konnten manche Einsparungen umgesetzt werden. Das Ziel, nur noch 10% der Einnahmen für die Arbeitszweige zu verwenden, ist noch nicht erreicht. Dies gilt auch für die Superintendentur und die Verwaltung. 250.000 bis 300.000 Euro ist man bislang noch von der hier anzupeilenden 12%-Marke entfernt. Bis 2010 bleibt noch eine Menge zu tun.
kp


Gemeinsam unterwegs auf Sparflamme

Noch völlig offen ist es derzeit, wie es mit dem Kirchenkreisprojekt „Gemeinsam unterwegs“ weitergeht. Arbeitskreisvorsitzender Michael Junk teilte mit, dass nach der Verabschiedung in den Ruhestand von Pfarrer Jürgen Dusza, die Pfarrstelle für Gemeindeaufbau nicht mehr besetzt werde. Auch hätten Gespräche mit Pfarrern im Entsendungsdienst oder im Beschäftigungsauftrag bislang nicht zum Erfolg geführt. Der Arbeitskreis habe nunmehr beschlossen, die Arbeit zurückzufahren. Ohne hauptamtliche Unterstützung sei die Aufgabe nicht zu leisten. angeboten wird noch ein Impulstag im Evangelischen Gymnasium am 10. November mit dem Thema „Die Zukunft der Ortsgemeinden“. Die Superintendentin Annette Kurschus bedauert die Entwicklung. „Gemeinsam unterwegs“ sei in den letzten Jahren zu einem Markenzeichen des Kirchenkreises geworden. Kurschus: „Es ist schön für einen Kirchenkreis, eine solche Gruppe zu haben, die darüber arbeitet, was wir inhaltlich wollen und was unsere Stärke ist.“ Sie bittet den Ausschuss weiter durchzuhalten.kp

Wiedereintrittsstelle im Kirchenkreis Siegen

Von Superintendentin Annette Kurschus erfuhren die Synodalen, dass der Kreissynodalvorstand kürzlich die Einrichtung eines Kirchenladens mit Wiedereintrittsstelle in Geschäftsräumen in der Siegener Oberstadt beschlossen hat. Die Räume in der Fußgängerzone Kölner Straße sollen zum 1. September dieses Jahres angemietet werden. Die Siegener Innenstadtgemeinden haben die Einrichtung des Kirchenladens mit Wiedereintrittsstelle vorbereitet. Der Theologische Ausschuss hat das Thema Wiedereintrittsstelle aufgegriffen. Der Kirchenkreis betreibt die Wiedereintrittsstelle stellvertretend für die Gemeinden. Es ist noch zu bedenken, so die Superintendentin, wie sich die Pfarrerinnen und Pfarrer der Kirchengemeinden einbringen können.
kp

Personalien

Zügig und unkompliziert verliefen einige wenige Wahlen. Christiane Köppen aus der Kirchengemeinde Wilgersdorf und Christoph Gaumann aus der Kirchengemeinde Wilnsdorf wurden in den Finanzausschuss gewählt. Prof. Dr. Georg Plasger aus der Kirchengemeinde Neunkirchen ist Mitglied des Theologischen Ausschusses geworden. Zum Synodalbeauftragten für Kirchlichen Unterricht im Kirchenkreis Siegen wurde Pfarrer i.E. Thomas Walter aus der Kirchengemeinde Burbach gewählt.
kp


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