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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

„Gemeinde Jesu ist das Größte was es gibt in der Welt“
Schwester Gretel Walter auf dem Jahresfest der Siegerländer Frauenhilfen in Neunkirchen

Missionarin Schwester Gretel Walter, Liebenzeller Mission
08.06.2007 12:48

Ihr 94. Jahresfest feierten jetzt die Frauen der Siegerländer Frauenhilfen in der ev. Kirche Neunkirchen unter dem Thema: Gemeinde Jesu, ein Leib - viele Glieder. Als Gastrednerin hatten Sie die Missionarin Gretel Walter von der Liebenzeller Mission eingeladen. Doch bevor die Missionarin zu Wort kam, zogen sieben Frauen aus dem Kirchenkreis Kibaha in Tansania singend in die Kirche ein und erzählten aus ihrem Alltag. Die Tansanierinnen sind zurzeit zu Gast im Kirchenkreis Siegen.
Sie berichteten vom KILWAG-Projekt in ihrer Heimat. Im KILWAG-Projekt treffen sich Frauen, die zusammen beten, die Alltagsaufgaben besprechen und Handarbeiten anfertigen. Obwohl es ein Frauenprojekt ist, werden möglichst die Pastore und Evangelisten einbezogen. Dort erhalten die Frauen Informationen über die Gefahren von HIV/AIDS und erfahren, wie sie beispielsweise ihre Einkommen aufbessern können. Der ausdrückliche Wunsch der Tansanierinnen an die Siegerländerinnen: Beten sie für uns. Es ist wichtig, im Gebet aneinander zu denken.
Die Grüße des Kirchenkreises überbrachte Superintendentin Annette Kurschus. Sie wies bezogen auf das Festthema darauf hin, dass viele Glieder in einer Gemeinde nicht nur eine schöne bunte Vielfalt ergäben, sondern auch Streit, Gegensätze und Reibereien. Hier beobachte sie bei Frauen die besondere Gabe, ausgleichend zu wirken.
Gemeindepfarrer Rainer Klein begrüßte die Frauen im Namen der gastgebenden Kirchengemeinde.

Mit Schwester Gretel Walter von der Liebenzeller Mission stand eine spürbar engagierte Frau hinter dem Mikrophon. „Ich bin da zu Hause, wo ich gerade bin“, so die Missionarin, die 18 Jahre auf Papua-Neuguinea lebte und seit 2002 in Nordrhein-Westfalen für die Liebenzeller Mission unterwegs ist. „Für mich ist die Gemeinde Jesu das Größte was es gibt in der Welt, weil ich Jesus, das Haupt der Gemeinde, kennen gelernt habe.“ In ihrem zeugnishaften und lebensnahen Vortrag zeigte sie auf, was Gemeinde Jesu im Lebensalltag bedeuten kann. Walter: „Gemeinde Jesu ist Gottes Werk seit Pfingsten. Es ist Gottes teuerste Investition. Sie ist die größte, älteste, stärkste aber auch schwächste Institution der Welt.“ Die schwächste Organisation, weil sie ohne Jesus nichts tun kann (Joh. 15). „Ich als Geschöpf Gottes bin ohne den Schöpfer bald erschöpft.“ Oft habe sie den Eindruck, dass Gemeinde ohne Jesus Christus als das Haupt gebaut werde, mit viel Aktivität und wenig Gebet. Die Eckpfeiler der Gemeinde seien Gottes Wort und Gebet, ohne die Gemeinde nicht möglich sei. Für wichtig hält die Missionarin, dass jeder Tag Platz habe für die Zeit mit Gott.
Für sie ist Gemeinde Jesu ein Organismus und keine Organisation. „Bei Jesus Christus, dem Haupt der Gemeinde, ist nicht immer Demokratie dran, sondern die Frage, was das Haupt will“. Hier müsse auch nicht jeder immer die erste Geige spielen. Und bei Spannungen empfiehlt Schwester Grete Walter, in der Gesinnung Jesu auf Personen zuzugehen.
kp

Text zum Bild: (Fotos Karlfried Petri)

Schwester Gretel Walter sprach auf dem Jahresfest der Siegerländer Frauenhilfe über Gemeinde Jesu, ein Leib – viele Glieder.



Frauen aus Tansania berichteten auf dem Jahresfest der Siegerländer Frauenhilfe anhand von gemalten Bildern über die Arbeitsschwerpunkte in ihren Gemeinden.


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