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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

„Auf Jugend bauen“ zieht durchs Land
Die landeskirchenweite Kampagne „Auf Jugend bauen“ machte Halt in Iserlohn
04.10.2007 15:58
ISERLOHN – Die landeskirchenweite Kampagne „Auf Jugend bauen“ hat nach dem Startschuss am 01. März in Villigst Halt in der Iserlohner Innenstadt gemacht. Superintendentin Annette Kurschus (Siegen) und die Superintendenten Klaus Majoress (Lüdenscheid- Plettenberg) und Albert Henz (Iserlohn) sowie der Landesjugendpfarrer Udo Bußmann und die Leiter der Jugendreferate Klaus Salscheider (Lüdenscheid- Plettenberg) und Erich Reinke (Iserlohn) riefen Kinder und Jugendliche dazu auf mit einer kreativen Aktion auf die nötige Planungssicherheit für die hauptamtliche Arbeit in evangelischer Trägerschaft aufmerksam zu machen. Die Leitlinie aller gegenwärtigen Beschlüsse zur Absicherung der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen müsse die Selbstverpflichtung der Kirche sein, in einer gegenwärtigen gesellschaftlichen und kirchlichen Situation, in der die außerschulische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen als unzulänglich wahrgenommen werde, so die Initiatoren. „Wir wollen“, Landesjugendpfarrer Udo Bußmann, „die Chancen der Jugendarbeit als einen eigenständigen Bildungs- und Erziehungsbereich für die Gesellschaft ins Bewusstsein rücken. Nach neuesten Untersuchungen erreicht die evangelische Jugendarbeit 10,1 Prozent aller Kinder und Jugendlicher, davon treffen sich 90 Prozent in regelmäßigen Gruppen. Das ist eine beträchtliche Zahl.“ Die Kampagne enthalte deshalb eine doppelte Botschaft: Einerseits liege in Kindern und Jugendlichen die Zukunft der Institution Kirche, andererseits sind sie schon jetzt Teil der Kirche, auf die man bauen kann. „In einer Gemeinschaft wollen sie etwas Sinnstiftendes tun, wollen also „ihre“ Kirche mit gestalten,“ so Bußmann.
Auf dem Hintergrund geringer werdender finanzieller Mittel und aufgrund der presbyterial- synodalen Verfasstheit der Kirche sind die Gemeinden und die Kirchenkreise herausgefordert Prioritäten zu setzen und Arbeitsbereiche neu zu konzipieren. Das geschieht in den landeskirchlichen Regionen je nach Geschichte und Möglichkeiten unterschiedlich. So legt der Kirchenkreis Iserlohn etwa nun das Konzept eines Kompetenzzentrums vor, in dem vorgesehen ist, dass die Gemeinden von 10 hauptamtlich tätigen Jugendreferenten je eigene Qualifikationen und besondere Fähigkeiten abrufen können. Zudem unterhält der Kirchenkreis die Trägerschaft für sieben Offene Ganztagsschulen mit über 30 pädagogischen Mitarbeitenden. Der Kirchenkreis Lüdenscheid- Plettenberg konnte die Mitarbeitendenzahl von ehemals 11 auf 18 erhöhen. Siegen, der größte Kirchenkreis der Landeskirche, beschäftigt 21 Mitarbeitende in der Kinder- und Jugendarbeit. Hinzu kommen Mitarbeitende in anderen Anstellungsverhältnissen, etwa in Verbänden oder Fördervereinen. Superintendent Klaus Majoress wies in einem Pressegespräch darauf hin, dass es bei allen Strukturen um die Kinder und Jugendlichen ginge, und die seien erreichbar, das müsse Mittelpunkt der Überlegungen sein. Albert Henz ergänzte: „Es ist schwieriger geworden, Kinder und Jugendliche in ihrer Lebenssituation zu erreichen“. Das erwarte qualifizierte Hauptamtlichkeit, so Annette Kurschus.

Text und Bild: Renate Weißenseel
(rw, auch Foto: v.l.: Udo Bußmann, Annette Kurschus, Klaus Salscheider, Albert Henz, Katja Pischke, Erich Reinke, Timon Tesche und Klaus Majoress machten in der Iserlohner Innenstadt auf die Dringlichkeit der qualifizierten Arbeit mit Kindern und Jugendlichen in evangelischer Trägerschaft aufmerksam)

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