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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Es wächst zusammen, was zusammen gehört –
Woche der Diakonie im Siegerland

Siegens Bürgermeister Steffen Mues (li) und Präses Pfr. Klaus-Dieter Kottnik
14.11.2007 16:04

Mit einem feierlichen zentralen Gottesdienst wurde die diesjährige Woche der Diakonie im Kirchenkreis Siegen in der Siegener Nikolaikirche eröffnet, mit etlichen Gottesdiensten in den Regionen endete die Umfangreiche und vielgestaltige Informationswoche. Unter der Überschrift „…es wächst zusammen, was zusammen gehört…“, luden Kirche und Diakonie zu Gottesdiensten, Informationsveranstaltungen, Foren und Seminaren ein. „Die Woche soll deutliche machen, dass Kirche und Diakonie untrennbar zusammen gehören und Impulse geben, dort wieder neu aufeinander zuzugehen, wo es zu Entfremdungen oder Distanzierungen gekommen ist“, wünschten sich Superintendentin Annette Kurschus und Volker Gürke, Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Siegen. Die Veranstaltungsangebote richteten sich besonders an die Mitarbeiter in den Kirchengemeinden und diakonischen Einrichtungen.

Vor dem Eröffnungsgottesdienst in der Siegener Nikolaikirche trug sich der Präsident des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland e.V., Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik, im Rahmen einen kleinen Empfangs durch Siegens Bürgermeister Steffen Mues in das Goldene Buch der Stadt Siegen ein. Bürgermeister Steffen Mues ging in seiner Rede auch auf die vielfältigen Herausforderungen ein, denen sich freie Träger der Sozialpolitik wie die Diakonie in der heutigen Zeit gegenüber sehen. Trotz großen finanziellen Drucks und des fortgesetzten Zwangs, Ressourcen neu bündeln und verteilen zu müssen, gelinge es den Verantwortlichen des Diakonischen Werks der Evangelischen Kirche in Deutschland immer wieder, neue und nötige Angebote zu schaffen, dabei aber auch Bewährtes zu erhalten. „Die Stadt Siegen profitiert davon und hat in der Diakonie vor Ort einen sehr guten und starken Partner, worüber wir sehr dankbar sind“, so Mues an seinen Gast gewandet.

Pfarrer Kottnik bedankte sich auf seine Weise für den herzlichen Empfang in Siegen. Er habe bereits einiges von der Stadt gesehen, so Kottnik, und das habe ihm sehr gefallen: „Siegen ist eine Zeit im Aufbruch! Hier bewegt sich viel in der Stadtentwicklung“, so die Beobachtung des Präsidenten des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland. Lobende Worte fand Pfarrer Kottnik auch für das Zusammenwirken von Stadt und Diakonie. Zwar komme er aus der württembergischen Landeskirche, wo Diakonie und Kommunen traditionell eng zusammenarbeiten. „Aber was ich hier in Siegen an Positivem Miteinander erlebe, übertrifft dies!“, so das Urteil des Gastes.

Die Predigt im Eröffnungsgottesdienst hielt der Präsident des Diakonischen Werkes der EKD, Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik. Kottnick unterstrich, dass Diakonie ein elementarerer Wesenzugs von Kirche sei, weil das Evangelium und der christliche Glaube durch diakonisches Handeln im gesellschaftlichen Leben sichtbar und spürbar werden. Diakonie sei Theologie und Predigt im Alltag, fasste er seine Überzeugung zusammen. Beim anschließenden Empfang im historischen Ratssaal der Stadt Siegen betonten Siegens stellvertretender Bürgermeister Jens Kamieth und Landrat Paul Breuer die konstruktive und verlässliche Kooperation zwischen der Siegener Diakonie und der Stadt bzw. dem Kreis. Als ein aktuelles Beispiel nannte Breuer den in diesem Jahr zwischen dem Kreis Siegen-Wittgenstein und der Diakonie in Südwestfalen vereinbarten Krankenhausverbund Siegerland. Zum Abschluss des Empfangs stellte Annette Kurschus das pünktlich zur Woche der Diakonie erschienene Buch „Aufbrüche und Wendepunkte“ vor. Auf 65 Seite lädt das Buch zu einer Zeitreise durch 62 Jahre Diakonie-Geschichte seit dem Ende des II. Weltkrieges ein. Das Buch kann ab sofort in zahlreichen diakonischen Einrichtungen und Buchhandlungen zu einem Preis von 4,90 Euro erworben werden. Den musikalischen Rahmen des Empfangs gestaltet der Gitarrist Werner Hucks.
Dirk Hermann/Dr. Sabine Schutz/kp

Text zum Bild:
(Foto Karlfried Petri)Einen herzlichen Empfang bereitete Siegens Bürgermeister Steffen Mues (links) dem Präses des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Pfarrer Klaus-Dieter Kottnik, hier bei seinem Eintrag in das Goldene Buch der Stadt Siegen.

 

Landrat Breuer, Superintendentin Annette Kurschus, Stellv. Bürgermeister Jens Kamieth, Präses des Diakonisches Werkes der EKD Klaus-Dieter Kottnik und Vorstandsvorsitzender des Diakonischen Werkes Siegen Volker Gürke (Foto Dirk Helmes)


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