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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Pop-Stars Stimmung am EVAU
Dieter Falk besuchte seine ehemalige Schule

Dieter Falk und Hartmut Sperl
14.11.2007 16:28

Der wohl berühmteste Schüler des Evangelischen Gymnasiums in Weidenau besuchte jetzt eigenst aus Hamburg angereist seine ehemalige Schule, um für das Projekt „EVAU baut Zukunft“ zu werben. Falk: „‚EVAU baut Zukunft‘ ist ein wichtiges Projekt. Heutzutage müssen Schulen Eigeninitiative zeigen.“ Seit gut eineinhalb Jahren sammelt das EVAU für einen Erweiterungsbau. Durch die Verkürzung der Schulzeit auf 12 Jahre bis zum Erreichen des Abiturs muss ein Teil des Unterrichts nachmittags stattfinden. Daher benötigt das Evangelische Gymnasium dringend eine Mensa mit Aufenthaltsgelegenheiten. Zudem ist geplant, eine Bibliothek mit Selbstlernzentrum einzurichten. 90.000 Euro sind bislang auf dem Baukonto angesammelt worden.

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 6 bis 8 waren ganz aus dem Häuschen, als der durch Funk, Fernsehen und Musikproduktionen bekannte Musiker und Produzent sein „Guten Morgen“ in die Arche rief. Zurzeit beschäftigt er sich verstärkt mit Volksmusik, die natürlich nach Falkscher Art in einer Pop-Version gespielt wird, erfuhren die Kids. Seine neue CD mit Volksliedern ist jetzt erschienen. Eine Kostprobe blieb mit „Bolle reiste einst zu Pfingsten“ oder das „Wandern ist des Müllers Lust“ natürlich nicht aus. Sein ehemaliger Musiklehrer Studiendirektor Reinhard Hillnhütter: „Ich kann mich noch gut an Dich erinnern.“ 1979 hat Falk sein Abitur am EVAU gebaut. Mit dem Fahrrad, so erzählte der Musiker, sei er damals aus Geisweid nach Weidenau zur Schule gefahren. Der Weg zur Schule habe heute bei ihm Erinnerungen wach gerufen. Seine Eltern in Geisweid werde er nach der Schulveranstaltung besuchen.
Die Schüler, aufgefordert Fragen zu stellen, erfuhren, dass der heute 47jährige Dieter Falk in jungen Jahren in der Talkirche Geisweid Orgel gespielt hat. Falk: „Wenn niemand in der Kirche war, habe ich mit Händen und Füßen „Rock and Roll“ auf der Kirchenorgel gespielt. Bis der Küster kam und rief: „Hör op domet, dat giert net.“ “ In der Freien evangelischen Gemeinde Wiesenstraße hat er im Gospelchor, den sein Bruder leitete, Klavier gespielt. In der Schule seien seine Lieblingsfächer Erdkunde, Geschichte und natürlich Musik gewesen. „Ich bin kein großer Mathematiker.“ Seine Hobbys: Lesen und Rad fahren.
Mit sechs Jahren hat er angefangen Klavier zu spielen. Eine strenge Tante sei seine erste Klavierlehrerin gewesen.
Dann kam die Fernseh-Casting-Show auf dem Sender Pro7 ins Gespräch, die Dieter Falk in Deutschland populär gemacht hat: „Popstars“. Im Auto sei von Pro7 angerufen worden mit der Frage, ob er Lust habe, bei einer Casting-Show als Juror mitzuwirken. Er habe erst gezögert, da er eigentlich nicht so ein Sprücheklopfer sei, sondern mehr Musiker. Sein kleiner Sohn Paul auf der Rückbank habe das Gespräch mitbekommen und gerufen: „Papa, machen.“

Ernst wurde das Gespräch, als sein ehemaliger Lehrer Friedrich Gerlach ihn nach seinem Christsein befragte: „Wie kommt ein bekennender Christ in die Sendung „Popstars“ hinein, wie verhältst Du Dich in diesem harten und grausamen Geschäft.“ Falk: „Das ist eine riesige Verantwortung für die zum Teil 16 und 17jährigen. Das ist wie eine große musikalische Klassenfahrt. Meinen christlichen Glauben hänge ich nicht raus. Aber ich spreche darüber, wenn ich gefragt werde. Beispielsweise: Ich habe dich beten sehen. Wieso machst du das? Dann sage ich: Der Draht nach oben ist mir wichtig.“ Sein musikalisches Talent sieht der Künstler als Geschenk Gottes. Musik und Glaube gehören bei ihm zusammen. Und der Umgang mit anderen Menschen: „Als Christ muss ich mit Leuten gut umgehen.“ Ihm ist es wichtig, dass die, die aus der Show rausfliegen, nicht in ein tiefes Loch fallen. „Die haben alle meine Handy-Nummer. Ich helfe und versuche zu vermitteln. In manchen Fällen ist dies gelungen.“
kp

Text zum Bild: (Foto: Karlfried Petri)
Der jazzerprobte Musiklehrer Hartmut Sperl (re.) und Dieter Falk (li.) bearbeiten den Flügel mit einer fetzigen Boogie-Woogie-Improvisation.




Dicht umringt von Schülerinnen und Schülern gab der Popstar gerne Autogramme.


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