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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Kreissynode 28. November 2007
Verhaltene Zuversicht - Haushaltsplan 2008 beschlossen
Neue Kreissatzung beschlossen
Wahlen

Kreissynode Siegen November 2007
30.11.2007 12:43

Mit einer verhaltenen Zuversicht beschlossen jetzt die Synodalen des Kirchenkreises Siegen auf der Herbstsynode den kreiskirchlichen Haushaltsplan für das kommende Jahr. Rund 14 Mio. Euro stehen dem Kirchenkreis und den Gemeinden für die vielfältigen Aufgaben zur Verfügung. Pro Gemeindeglied erhalten die Gemeinden im nächsten Jahr 38 Euro. Drei Euro mehr, als noch auf der Sommersynode angekündigt. Und sie brauchen keine Verwaltungskosten mehr abzuführen, was rechnerisch einen Wert von 1,31 Euro pro Gemeindeglied ausmacht. Im vergangenen Jahr erhielten die Gemeinden allerdings noch 44 Euro pro Gemeindeglied. Friedhelm Knipp, Vorsitzender des Finanzausschusses des Kirchenkreises Siegen, freute sich, dass in 2008 der Haushalt wieder ausgeglichen werden konnte und auch in 2007 die 1,345 Mio. Euro Mehreinnahmen in die vorgeschriebenen Rücklagen fließen, dank der sich zurzeit positiv entwickelnden Kirchensteuereinnahmen. Grundsätzliche Entwarnung konnte Knipp allerdings nicht geben. Die längerfristigen Prognosen zeigen auf, dass die geschnürten Sparpakete geschnürt bleiben müssen.
Die Kirchengemeinden, die so genannte Überhanggruppen in ihren Kindertageseinrichtungen unterhalten, erhalten pro Gruppe eine Förderung von 5.000 Euro. Das macht für die insgesamt 48 Gruppen 240.000 Euro zusätzliche Fördermittel aus, die der Kirchenkreis zur Verfügung stellt. Ab 1.8.2008 tritt das neue KIBIZ (Kinderbildungsgesetz) in Kraft. Dann muss die Gesamtfinanzierung der Kindertageseinrichtung neu überprüft werden. Bereits für 2008 wird ein geringer Einnahmerückgang gegenüber 2007 erwartet. Für die weiteren Jahre ab 2010 wird allein aus demographischer Entwicklung eine Abwärtsbewegung von 1,5% jährlich prognostiziert. Die derzeitigen Mehreinnahmen werden im Wesentlichen auf Landeskirchenebene für Einzahlungen in die Versorgungskasse für die Pfarrer und Kirchenbeamte verwendet. Heute kommen in den drei Landeskirchen in NRW (Lippe, Westfalen und Rheinland) auf 5200 aktive Theologen 4080 Versorgungsempfänger. Im Jahre 2030 werden bei dann nur noch 1500 aktive Theologen rund 6200 Versorgungsempfänger zu finanzieren sein.
kp

"Auf dem Weg in die Irre ist Rückschritt Fortschritt"
Ausschussarbeit neu organisiert

Mit großer Mehrheit beschloss die Kreissynode eine neue Kreissatzung und eine neue Geschäftsordnung. Damit wurde der bei Vielen unliebsamen Fachbereichssatzung ein Ende bereitet. In ihrem Bericht war Superintendentin Annette Kurschus bereits auf die Neuregelung eingegangen. „Auf dem Weg in die Irre ist Rückschritt Fortschritt“, zitierte sie den österreichischen Schriftsteller Josef Viktor Stummer. Die Fachbereichssatzung war mit einem enormen zeitlichen, kräftemäßigen und finanziellen Aufwand entwickelt worden. Dennoch erwies sie sich zwar nicht als ein Weg in die Irre, aber doch als wenig tauglich im Blick auf das angestrebte Ziel, nämlich eine Vereinfachung der Kooperation in den jeweiligen Arbeitsbereichen sowie eine Entlastung des Kreissynodalvorstandes und der Superintendentin herbeizuführen. Die Entscheidungswege seien komplizierter geworden, so die Superintendentin.
Der Kreissynodalvorstand hatte eine kleine Arbeitsgruppe eingerichtet, die eine neue Kreissatzung und Geschäftsordnung erarbeiten sollte. Bis Mitte nächsten Jahres hatte man das Zeitkontingent gesetzt, bis deutlich wurde, dass die Presbyterwahlen im Februar 2008 ein sehr viel schnelleres Handeln erforderten. Zwar gründlich, aber doch mit heißer Nadel musste das Satzungswerk gestrickt werden.
Herausgekommen ist eine Struktur mit Aufgabenbereichen, für die synodale Ausschüsse zu bilden sind. Die Zuständigkeit der Ausschüsse wurde in Ansätzen deutlich gestärkt, was zu den angestrebten Entlastungen führen kann.In seiner Einbringungsrede machte Rechnungsprüfer Hans-Joachim Behm deutlich, dass noch eine Zuständigkeitsordnung ausstehe, in der konkret die Entscheidungs- und Beratungszuständigkeiten der Ausschüsse festzuschreiben sind. Erst dadurch kann die angestrebte entlastende Funktionsfähigkeit des gesamten Regelwerks herbeigeführt werden. Durch Einwirkung von Pfarrer Günter Jochum wurde eine Regelung aufgenommen, dass der Kreissynodalvorstand Ressorts einrichten kann, um die Kommunikation weiter zu optimieren.
Neu ist auch, dass die Synodalbeauftragten künftig einem Ausschuss zugeordnet sind.
kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Pfarrer Armin Pulfrich kritisierte den Passus, dass ein Synodaler/ eine Synodale nur drei Mal zu einem Tagungsordnungspunkt reden darf. Dies verhindere eine inhaltstiefe Diskussion. Der Passus wurde daraufhin mit knapper Mehrheit gestrichen.

Wahlen


Wahlen spielten auf der Herbstsynode des Kirchenkreises Siegen in der CVJM-Jugendbildungsstätte in Wilgersdorf nur eine Rolle am Rande. Zum zweiten stellvertretenden Synodalassessor wurde Pfr. Martin Eckey (Foto), Kirchengemeinde Olpe, gewählt. Die Stelle war durch den Wechsel von Pfr. Ernst-Otto Menn zur Berliner Stadtmission vakant.

Pfr. Martin Albrecht vertritt den Kirchenkreis Siegen künftig in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) Südwestfalen.
kp


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