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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

„Des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit“
50 Jahre Ev. Gemeindezentrum Büschergrund

50 Jahre Ev. Gemeindezentrum Büschergrund
14.02.2008 16:09
Am 9. Februar 1958 wurde das „Gemeindehaus Büschergrund“ mit einem Gottesdienst feierlich in Dienst genommen. „Des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit“ lauteten die Worte, die an dominanter Stelle den Besuchern des Hauses diese Verheißung Gottes vor Augen führte. 50 Jahre später, fast auf den Tag genau, feierte die Ev. Kirchengemeinde in Büschergund jetzt einen Jubiläumsgottesdienst unter der Leitung von Pfr. Eberhard Grote.
Superintendentin Annette Kurschus predigte über das Verheißungswort aus dem 1. Petrusbrief, das „als ein kräftiges Kontra-Wort Gottes, als ein Protest Gottes gegen alles, was Menschen so tagtäglich erfahren und gegen alle andere Erfahrung des eigenen Herzens steht. Da ist Macht in dem Wort des Herrn, das von außen alles in neues Licht taucht, voller Verheißung. Bei aller Veränderung auch in der Kirche vertraut sich der Glaube mit seinem Verstand der Verheißung Gottes an.“
Musikalisch prägte der Gemischte Chor Büschergrund unter der Leitung von Christoph Reifenberger und der Posaunenchor des CVJM Büschergrund unter der Leitung von Jens Gebhardt den Gottesdienst. Die Orgel spielte Kirchenmusikerin Sigrun Reifenberger.
Nach dem Gottesdienst lud die Gemeinde zu einem Stehempfang ein. Eine Fotoausstellung im Foyer, die die vergangenen Jahrzehnte Revue passieren lässt, lässt viele Eindrücke aus den vergangenen 50 Jahren wieder lebendig werden.

Als besondere Gäste nahmen an dem Festgottesdienst Bürgermeister Eckhard Günther, Bernhard Münker, Ortsvorsteher in Büschergrund, Grundschulleiter Thomas Döpp, Uwe Heinrich von der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde und – zur besonderen Freude vieler älterer Büschergründer – Pfarrer Waldemar Sartor teil, der zur Zeit der Errichtung des heutigen Gemeindezentrums Pfarrer in Büschergrund war. Damals, in der Einladung zur Eröffnung schrieb er: „Wir wollen hier nur das Eine tun, dass Gottes Ruhm verkündigt wird und sein Evangelium noch besser alle Glieder unsrer Gemeinde erreicht. Möge Gott das Haus und alle, die darin zusammenkommen, segnen und zu frohen Menschen machen.“ 130.000 DM kostete das Gemeindehaus damals. Die Kreissynode half bei der Finanzierung mit und auch eine Haussammlung von der man sich 7.000 DM erhoffte, wurde durchgeführt. Für die Gemeinde bedeutete der Bau eine besondere Anstrengung, musste doch erst kurz zuvor ein neues Pfarrhaus gebaut werden.

Heute sieht das Gemeindezentrum Büschergrund anders aus als nach seinem Bau als Gemeindehaus 1958. Das Gebäude erfuhr 1980 eine erste Erweiterung und wurde zum Gemeindezentrum. Der Schriftzug „Des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit“ (1. Petrus 1, 25) wurde am 18. November 1957 als Wandspruch beschlossen. Mittlerweile hat der Chorraum eine andere Gestaltung erhalten.

Die Kirchengemeinde erlebt derzeit in Büschergrund, wie die Räumlichkeiten zu eng werden. Sie reichen nicht mehr aus, um allen Anforderungen gerecht zu werden. 1958 wurde das Haus für Gottesdienste und drei Gruppen genutzt. 250 Personen fanden darin Platz. Heute finden Gottesdienste und Kindergottesdienste statt. Zudem nutzen 18 Gruppen und Kreise überwiegend im wöchentlichen Rhythmus die Räume im Gemeindezentrum. Über 450 Menschen nehmen heute nach Auskunft der Kirchengemeinde jede Woche die vielfältigen Angebote der Kirchengemeinde in Büschergrund wahr. Hinzu kommen die Veranstaltungen des Familienzentrums, zu dem sich die benachbarte ev. Kindertagesstätte Sternenzelt entwickelt hat. Regelmäßig muss im Haus umgeräumt werden, um den jeweils anderen Anforderungen gerecht werden zu können. Und so plant die Gemeinde einen Erweiterungsanbau des Zentrums. Die Pläne sind gemacht. Die Baukosten für das Gesamtprojekt betragen 380.000 Euro. Etwa 90.000 Euro wurden schon gespendet bzw. zugesagt. Die Kirchengemeinde hofft, mit dem Erweiterungsbau noch in diesem Jahr beginnen zu können. Vielleicht wird in diesem Zuge auch der Chorraum neu gestaltet und die Verheißung „Des Herrn Wort bleibt in Ewigkeit“ findet wieder ihren Ort.
kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Geschmückt war der Eingang zum Ev. Gemeindezentrum Büschergrund. Pfr. Eberhard Grote, Pfr. Waldemar Sartor, Superintendentin Annette Kurschus (erste Reihe von links) und viele Mitglieder des Presbyteriums sind dankbar für ein lebendiges Gemeindeleben in dem Freudenberger Ortsteil.

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