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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Kirchenladen „offenBar“ eröffnet
Kirche auf dem Weg zu den Menschen in ihrem Alltag

Der neue Kirchenladen in der Siegener Oberstadt
19.03.2008 15:41

Ein neuer Laden hat jetzt in der Siegener Oberstadt, Kölner Straße 8, eröffnet und bereichert die Einkaufsmeile mit einem Angebot besonderer Art. Nicht der Verkauf von Waren steht im Vordergrund, sondern die Begegnung von Menschen, das Gespräch und die Information. Mit dem Laden schreibt die evangelische Kirche im Siegerland ein neues Kapitel als Kirche in der Stadt.
Einen Tag vor der Eröffnung konnten geladene Gäste die neue ansprechend gestaltete Einrichtung mit den einladenden Sitzmöglichkeiten kennen lernen. Vor zwei Jahren entstand die Idee, als Kirche in der Stadt auf andere Weise als bisher präsent zu sein, erfuhren die Gäste. Die fünf Siegener Innenstadtgemeinden überlegten während eines Studientages, wie die Zusammenarbeit verbessert und die Kräfte gebündelt werden könnten. Claudia Montanus: „Heraus kam der Kirchenladen, ein Projekt mit Hand und Fuß, mit Herz und Bauch.“ Das ehrenamtliche Team holte sich Rat bei der Landeskirche und besichtigte andere Einrichtungen ähnlicher Art, beispielsweise in Wiesbaden. Von dort waren Pfrn. Annette Majewski und Ute Rapp angereist, sozusagen als Patentanten der Siegener Einrichtung. Pfr. Raimar Leng, Martinikirchengemeinde, brachte den Wunsch zum Ausdruck, dass der Kirchenladen ein niederschwelliges kirchliches Angebot für die Menschen in der Stadt wird. Auf den Namen „offenBar“ Bezug nehmend, schmunzelte der Theologe. Er hoffe, dass dieser hintersinnige Name, ein Kunstwort, auch von sprachversierten Menschen ausgehalten werden könne.

Der Laden will die Angebote der ev. Kirche im Siegerland darstellen und lebt daher auch von einer starken Anbindung an die Ortsgemeinden. Es gibt guten Kaffee, ein Tauschbuchregal wechselt ständig seinen Inhalt, Geschenkartikel, Bücher, Schmuck und diverse Kleinartikel stehen zum Verkauf bereit. Eine große Regalwand im Eingangsbereich bietet Platz für die Gemeindebriefe der 30 Kirchengemeinden und umfängliche Informationen aus den Einrichtungen des Kirchenkreises. Die Mitarbeitenden, allesamt ehrenamtlich im Einsatz, stellen sich den Fragen der Besuchenden und geben gerne Auskunft über Glauben und Gemeinde.

Eingebunden in den Kirchenladen ist die Wiedereintrittsstelle des Kirchenkreises Siegen. Hier können Menschen, die aus der evangelischen Kirchen ausgetreten sind, wieder in die Kirche eintreten. Pfarrerinnen und Pfarrer aus dem Kirchenkreis und den Kirchengemeinden stehen donnerstags, 15.30–18.00 Uhr und samstags, 10.00 -13.00 Uhr für Wiedereintrittsgespräche, aber auch für Gespräche mit anderen Inhalten in der Wiedereintrittsstelle im Kirchenladen zur Verfügung.

Für den Kirchenkreis Siegen dankte Superintendentin Annette Kurschus den ehrenamtlichen Mitarbeitenden für die vielfältige Arbeit in den vergangenen Monaten, die nun zur Eröffnung des neuen kirchlichen Angebotes führe. „Kurschus: „Wir wollen nicht nur die Türen unserer Kirchen für die Menschen offen haben und warten, dass die Menschen kommen, sondern wir begeben uns zu den Menschen in ihrem Alltag“. Als Geschenk hat sie einen bunten Regenbogen aus Holz mitgebracht, als „Zeichen für die Treue Gottes, auf die Verlass ist.“
Horst Fischer, städtischer Fachbereichsleiter für Soziales, Familie, Jugend und Wohnen überbrachte die herzlichen Grüße von Bürgermeister Steffen Mues. Er hofft, dass der Kirchenladen dauerhaft Bestand hat und zur Belebung der Oberstadt beiträgt. Als Geschenk stellte sich der Verwaltungsmann selbst zur Verfügung: „An einem Samstag werde ich ehrenamtlich im Kirchenladen Dienst tun.“
Pfr. Andreas Isenburg, der auf Landeskirchenebene die City-Kirchenarbeit betreut, begrüßte die neue, kreative und ungewohnte Weise, auf die Menschen in der Stadt zuzugehen. 70 derartiger Projekte gebe es mittlerweile in Deutschland, die eine Art Schaufenster der Kirche seien und in denen Gespräche über Gott und die Welt sozusagen im Vorübergehen stattfänden.Wie so etwas funktioniert, erlebt die evangelische Kirche in Wiesbaden seit fünf Jahren in ihrem Kirchenfenster. Sie kämen sich dort manchmal vor wie eine kleine Zeltkirche mitten unter den Menschen, erzählten Pfrn. Annette Majewski und Ute Rapp. Die Mitarbeitenden nähmen sich Zeit für die Besucherinnen und Besucher, seien gastfreundlich und hilfsbereit.
Nach dem offiziellen Teil saßen die Gäste noch lange beieinander und plauderten über Gott und die Welt. Und die Kaffeemaschine bestand ihre erste Bewährungsprobe.

Der Kirchenladen ist per Internet erreichbar. Die Mail-Adresse lautet: offenBar@kirche-siegen.de
Telefonisch erreichbar ist der Kirchenladen unter der Nummer 0271/2319836. Geöffnet hat der Laden dienstags - freitags, 13.00–18.00 Uhr und samstags, 10.00–13.00 Uhr.

Die Mitarbeitenden freuen sich auf die Gäste im neuen Laden. Sie erhoffen sich aber noch weitere ehrenamtlich Mitarbeitende. Dazu geben Auskunft: Reiner Jung (0271-64241), Raimar Leng (0271-331265) und Claudia Montanus (0271-3300207).

Text zum Bild: (Fotos Karlfried Petri)

Etliche Gäste aus Kirche und Gesellschaft waren der Einladung zum Empfang anlässlich der Eröffnung des neuen Kirchenladens gefolgt und überbrachten herzliche Grüße.


Viele Sitzgelegenheiten in einem geschmackvollen Ambiente laden ein zum Verweilen.


Von links: Superintendent i.R. Ernst Achenbach, Friedhelm Knipp, Vors. Finanzausschuss und Mitglied der Kirchenleitung sowie Synodalassessor Pfarrer Hans-Werner Schmidt



Nach Monaten intensiver Planung und Arbeit freut sich das Mitarbeitendenteam, den Kirchenladen nun eröffnen zu können


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