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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Synode Kirchenkreis Siegen III
Freiwilliges Kirchgeld und Stimmrechtsänderungen

Aktion freiwilliges Kirchgeld
15.05.2008 15:48
Gemeindeglieder haben für ihre Kirche etwas übrig
Freiwilliges Kirchgeld ein voller Erfolg

21 Kirchengemeinden im Kirchenkreis Siegen erbitten derzeit freiwilliges Kirchgeld oder wollen dies in Kürze einführen. Pfarrer Wolfram Bensberg, Vorsitzender des Koordinierungskreises Freiwilliges Kirchgeld, zog eine positive Bilanz zu den bisherigen Aktionen der Gemeinden. 10 Gemeinden hatten über ihre bisherigen Kirchgelderfahrungen Auskunft gegeben. Danach haben insgesamt 48907 Gemeindeglieder 132.270 Euro gespendet, 2,70 Euro im Durchschnitt. Die meisten Einnahmen konnte die Kirchengemeinde Olpe mit 26.618 Euro verbuchen. Den höchsten Spendendurchschnitt erzielte die Kirchengemeinde Burbach mit 4,36 Euro. Wolfram Bensberg: „Die Aktion ist bei allen teilnehmenden Gemeinden ein voller Erfolg – die Gemeinden, die sich noch nicht beteiligen, sind herzlich eingeladen, sich ebenfalls dem Projekt freiwilliges Kirchgeld anzuschließen.“ Das freiwillige Kirchgeld erhält bei zurückgehenden Kirchensteuereinnahmen immer größere Bedeutung. Es gibt inzwischen Landgemeinden in anderen Kirchenkreisen, so Bensberg, die auf dem besten Wege sind, mit ihrem Kirchgeld ihre eigentliche Gemeindearbeit (außer Personal und Bauunterhaltung) zu bezahlen.

Mit dem Slogan: „Freiwilliges Kirchgeld – Für meine Kirche habe ich was übrig“ startete im vergangenen Winter im Kirchenkreis Siegen das von der Synode beschlossene Projekt zur Umsetzung des freiwilligen Kirchgeldes. Dazu wurde ein Koordinierungskreis gebildet, der die Gemeinden berät und ihnen hilft, ihre individuellen Kirchgeldaktionen zu gestalten. Das Projekt freiwilliges Kirchgeld lebt von dem Engagement der Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen für ihre Kirchengemeinde vor Ort.
kp

Antrag auf Änderung der Kirchenordnung:
Synodenstimmrecht nur für volle Pfarrstellen


Eine engagierte Diskussion löste gegen Ende der Kreissynode ein Antrag der Kirchengemeinde Olpe aus. Als ungerecht empfindet es die Kirchengemeinde, dass zwei halbe Pfarrstellen auf der Synode bei Abstimmungen doppelt so viel zählen wie eine ganze Pfarrstelle. In der gegenwärtigen Fassung der Kirchenordnung sind sämtliche Pfarrerinnen und Pfarrer, die eine Pfarrstelle innehaben, stimmberechtigte Mitglieder der Kreissynode. Bei geteilten Pfarrstellen, wenn sich beispielsweise ein Pfarrerehepaar eine Pfarrstelle teilt, haben beide volles Stimmrecht. Dies führt zu einer stimmlichen Übergewichtung der Gemeinden, die geteilte Pfarrstellen haben. Der Vorschlag aus Olpe: Die Kirchenordnung möge so gefasst werden, dass die Entsendung von Pfarrerinnen und Pfarrern sowie von weiteren Abgeordneten aus den Presbyterien ausschließlich nach Maßgabe der Gemeindegliederzahlen erfolgt. Mit einer solchen Regelung tat sich so mancher Pfarrer schwer. Hätte sie doch zur Folge, dass es Pfarrer mit und Pfarrer ohne Synodenstimmrecht gäbe. Die Synode machte sich den Olper Antrag zu Eigen, und empfahl der Landessynode, die Kirchenordnung entsprechend zu ändern.
kp

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