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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

„Ich werde erst mal auf die Menschen hören“
Karsten Kinkelbur neuer Pfarrer in Kreuztal

Pfarrer Karsten Kinkelbur
11.06.2008 14:21
In einem Festgottesdienst in der Kreuzkirche in Kreuztal wurde jetzt Karsten Kinkelbur als neuer Pfarrer von Superintendentin Annette Kurschus auf die erste Pfarrstelle eingeführt.
„Dieser Tag ist eine Freude für die Gemeinde und den Kirchenkreis“, so die Superintendentin. „Jesus Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben“, zitierte Kurschus die Jahreslosung. Ein Bibeltext, der den neuen Pfarrer und dessen Familie auf vielen Lebensabschnitten begleitet hat. Ein Pfarrer begleitet die Menschen von der Geburt bis zum Tod, so Kurschus. Das macht das Leben eines Pfarrers reich aber auch manchmal schwer und sei nicht zu bewältigen, wenn es nicht diese Verheißung gäbe.

Wann ist ein Pfarrer ein guter Pfarrer? Die Frage griff Karsten Kinkelbur in seiner Predigt auf. Die Ansprüche sind breit gefächert. Er muss ein Mann sein, der etwas zu sagen hat, ein guter Seelsorger, ein Leiter, ein Visionär, ein Unterhalter, ein versierter Theologe und das alles mit einem weiten Herz für die Jugend. Wenn ein Pfarrer dem allen gerecht werden will, ist er mit seinen Möglichkeiten schnell am Ende und es geht ihm wie dem Propheten Elia, der unter dem Wachholderbaum lag und sagte: Es ist genug. Elia musste sich von Gott neue Kraft schenken lassen, um seinen Weg weiter zu gehen. Aller Anfang liegt im Hören auf Gottes Wort und auf seinem Zuspruch. Zu diesem Hören will sich Kinkelbur in Kreuztal Zeit nehmen. Alleine und mit den Menschen zusammen. Und er will auf die Menschen in Kreuztal hören.

Den Gottesdienst leitete Pfarrer i.R. Bernd Woydack, der zurzeit Vertretungsdienste in der Kirchengemeinde Kreuztal übernimmt. Der Chor der Kreuzkirche unter der Leitung von Christian Seiffarth und Johannes Giesler an Orgel und Klavier gestalteten den musikalischen Teil des Gottesdienstes.

Anschließend hatte die Kirchengemeinde zum Empfang geladen. Kirchmeisterin Annette Giesler war die Freude sichtlich abzuspüren, dass die evangelische Kirchengemeinde Kreuztal mit ihren 3.800 Gemeindegliedern wieder einen Pfarrer hat. Seit Oktober 2007 war die Pfarrstelle vakant, nachdem Pfarrer Ernst-Otto Menn zur Stadtmission in Berlin gegangen war.
Zu den vielen Gratulanten gehörte Bürgermeister Rudolf Biermann ebenso wie Pfarrer Frank Hippenstiel, der als „Senior“ der Region, als Kollege der Nachbargemeinde Buschhütten und für die Diakoniestation Kreuztal seinen neuen Kollegen herzlich willkommen hieß: „Wir freuen uns als Kollegen auf Sie.“ Der katholische Pfarrkollege Josef Sczyrba freut sich auf die ökumenische Zusammenarbeit und meinte humorvoll: „Jetzt müssen Sie ihr Kreuz-Tal tragen.“
Ganz fremd ist dem neuen Pfarrer das Siegerland nicht. Vor einigen Jahren absolvierte er ein Gemeindepraktikum bei Pfarrer Volker Bäumer in Kredenbach.

Geboren wurde Karsten Kinkelbur in Minden. Nach dem Abitur absolvierte er das Sprachenstudium in Krelingen und studierte Theologie in Erlangen-Nürnberg, in Tübingen und Münster. Von 1997-1998 zog es ihn zu einem Auslandsstudium nach Amerika. Dort studierte er Ökumenische Theologie an der Graduate Theological Union Berkeley.
Kinkelbur engagierte sich in unterschiedlichen Gruppen des CVJM Minden und ist Mitarbeiter im Marburger Kreis, einem Netzwerk engagierter Christen aus verschiedenen Konfessionen und Berufen mit dem Ziel, eine sachgerechte Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben anzubieten.
Mit Karsten Kinkelbur zog auch seine Ehefrau Melanie und Tochter Anouk Sophie nach Kreuztal in die Liesewaldstraße. Das Ehepaar erwartet in Kürze ihr zweites Kind.

Text zum Bild (Foto Karlfried Petri)
Pfarrer Karsten Kinkelbur will sich in Kreuztal Zeit nehmen für die Menschen und mit ihnen gemeinsam auf Gottes Wort hören.

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