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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Jahresfest der Siegerländer Frauenhilfe
Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen

Hildegard vom Baur, Generalsekretärin des CVJM-Westbundes
11.06.2008 14:25
„Es ist das Geburtstagsfest einer alten Dame. Das 95. Jahresfest feiern wir heute. Und wenn ich mir sie ansehe, ich finde sie recht fit“, begrüßte Erika Denker vom Leitungsteam des Bezirksverbandes der Siegerländer Frauenhilfen die vielen Frauen aus den örtlichen Frauenhilfen in der Haardter Kirche in Weidenau.
Superintendentin Annette Kurschus überbrachte nicht nur die Grüße des Kirchenkreises Siegen, sondern führte auch Doris Schneider, Erika Spreckelmeyer und Ulrike Panthel in ihre neuen Aufgaben im Bezirksverband ein.
Herzlich begrüßte Gemeindepfarrer Martin Eerenstein die Frauen in „seiner“ Haardter Kirche, die in diesem Jahr 125 Jahre alt wird.

Mit meinem Gott kann ich über Mauern springen, lautete das Thema, das der Referentin Hildegard vom Baur, Generalsekretärin des CVJM-Westbundes, gestellt war. Der Satz stammt aus dem 18. Psalm.

Mit dem Wörtchen „meinem“ sei kein Besitzverhältnis gemeint, sondern ein Beziehungsverhältnis, so die Referentin. Es drücke Dankbarkeit aus, „dass du mein Gott bist. Das ich dir Anteil geben kann an dem, was mich bewegt und du, Gott, mir Anteil gibst an dem, was dich bewegt.“ Vom Baur: „Können Sie wie David sagen: Mein Gott“? Die Lebensgeschichte dieses Königs ist eine Glaubensgeschichte mit Höhen und Tiefen, mit Schuld und Vergebung, mit Zweifeln und Vertrauen. Es ist, als wenn David am Ende seines Lebens zurückblickt und die Feststellung macht: Nicht ich allein habe dieses Leben gelebt, sondern mit meinem Gott und durch meinen Gott habe ich das geschafft.
Solche spannenden Lebensgeschichten haben auch Frauen. Sie haben viel zu erzählen, weiß die CVJM-Generalsekretärin.
Das Wort „Mauer“ habe auch eine symbolische Bedeutung für das, was unbezwingbar erscheine, wie Prüfungen in jungen Jahren, der nächste Lebensabschnitt, ein drohender Verlust, keine Arbeit zu haben, eine gestörte Beziehung oder der Tod.
Es gebe Mauern, die würden von zwei Seiten gebaut, wenn ein Wort das andere ergebe. Oder es sei wie eine Mauer, wenn man gerne einem anderen die Hand reichen möchte, es aber nicht gehe.
Baur: „Wir dürfen auch vor einer Mauer klagen. Hören sie nicht auf, Gott die Mauern in ihrem Leben zu klagen.“
Das Überspringen solcher Mauern sei nicht leicht, mit Gottes Hilfe aber möglich.
Vom Baur macht den Frauen Mut: „Wir sind Gottes Frauen mit einer unverwechselbaren Lebens- und Glaubensgeschichte. Abschließend empfiehlt die Referentin den Frauen, den ganzen Psalm 18 leise oder laut, mutig oder verzagt zu lesen.

Erika Spreckelmeyer informierte über das „Zeitpaten“-Projekt der Frauenhilfe, in dem Männer und Frauen ehrenamtlich einem Kind für einen Zeitraum ungeteilte Aufmerksamkeit schenken. Die Zeitpaten erhalten eine Ausbildung, Supervision und eine Aufwandsentschädigung. Durch das Projekt sollen Mütter, Kinder und Familien gestärkt werden. Das Wohl des Kindes steht dabei im Vordergrund. Schirmherrin ist die Burbacher Unternehmerin Annette Hering, die selbst zwei Kinder adoptiert hat. Bis jetzt sind schon 6 Patenschaften schriftlich gebildet worden, eine Patenschaft wurde abgebrochen und eine ist im Entstehen. 13 Erwachsene bringen sich derzeit in dem Projekt ein. Die Kinder sind zwischen 4 Wochen und 12 Jahren alt, die Paten zwischen 27 und 70 Jahren. Das Projekt ist auf Paten und Spenden angewiesen.

Kirchenmusikdirektor Ulrich Stötzel gestaltete den musikalischen Teil des Festes.
Nach dem Festgottesdienst fanden sich noch über 200 Frauen im Hermann-Reuter-Haus zum Kaffeetrinken ein.

kp
Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Hildegard vom Baur, Generalsekretärin des CVJM-Westbundes, sprach davon, wie Beziehungsmauern überwunden werden können.

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