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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Helfen und Heilen
Open air-Gottesdienst in der Kreuztaler Stadthalle

PFr. Frank Hippenstiel, Prf. Ulrich Parzany, Moderator Matthias Daub
11.06.2008 14:29

Obwohl der Gottesdienst in der Stadthalle stattfand, haben die Veranstalter die Bezeichnung „Open air“ beibehalten. „Open air – unter dem offenen Himmel Gottes.

Bevor der eigentliche Gottesdienst begann, stellte der DRK Ortsverein Kreuztal, diesjähriger Kooperationspartner des Tages, seine Arbeit vor. Frank Edelhoff, Vorsitzender des 1992 gegründeten Ortsvereins, erläutert die Arbeit der 108 aktiven Mitglieder in den verschiedenen Gliederungen wie der Frauenverein, der Bereitschaftsdienst, das Jugendrotkreuz, die Rettungshundegruppe und die 4. Einsatzeinheit des Katastrophenschutzes, zu der auch die Suppenküche gehört. Der Einsatzdienst/SEG (Schnelleinsatzgruppe) des DRK ist rund um die Uhr erreichbar.

Pfarrer Frank Hippenstiel begrüßte die Gottesdienstbesucher und Bürgermeister Rudolf Biermann überbrachte die herzlichen Grüße der Stadt Kreuztal.
Wie kann man im DRK belastende Einsätze verkraften, wo erhalten die Helfer Hilfe, fragte Frank Hippenstiel im Interview Ralf Meier. Regelmäßig so sagte der Rettungssanitäter, stößt man im Rettungsdienst an menschliche Grenzen. Kraft findet er in seiner Familie und bei ganz schweren Einsätzen steht die Notfallseelsorge zur Verfügung. Zudem gibt es ein PSU-Team, das den Helfenden psychosoziale Unterstützung bietet.
Auch Pfarrer Ulrich Parzany wusste um schmerzhafte und schreckliche Erfahrungen in seinem Leben. Die möchte er zwar nicht wieder erleben, hätten ihn aber auch gestärkt. Dazu gehöre für ihn auch die Zeit vor 44 Jahren als Vikar in Jerusalem.
Anschließend hält Parzany die Predigt. Temperamentvoll und mit Humor. Man könnte sagen, so der Pfarrer, es ist der erste DRK-Auftritt in der Bibel. Er erzählt die Geschichte aus dem neuen Testament, wo vier Menschen ihren kranken Freund zu Jesus bringen in der Hoffnung, dass der ihn heilt. (Markus 2).
Diesen vier Freunden war es wichtig, dass ihr kranker Freund zu Jesus kam. Von dem erhofften sie sich Heilung. Wenn Menschen Jesus lieb haben, bleiben sie nicht zu Hause sitzen und resignieren, auch nicht vor Widerständen. Phantasie ist die Schwester der Liebe.
Einen Menschen zu Jesus bringen fängt damit an, dass man für diesen Menschen betet. Parzany: „Ich habe den Eindruck, dass die Gemeinden heute viel mit sich selbst zu tun haben und keine Zeit, sich nach außen zu wenden.“Jesus kümmert sich nicht nur um die Symptome, sondern er behebt die Ursache, die Sünde, die Trennung von Gott. Sünde, so der Theologe, ist wie Kohlenmonoxyd. Man riecht es nicht, spürt es nicht, aber es wirkt tödlich. Jesus sagt: „Dir sind deine Sünden vergeben.“ Das ist Evangelium. Der Kranke wird gesund an Leib und Seele.

Die gemeinsamen Lieder begleiteten die CVJM-Posaunenchöre der Ortsteile Kreuztals und ein Vokalensemble mit Band.
Nach dem Gottesdienst konnten die Besucher sich die Erbensuppe aus der DRK-Suppenküche schmecken lassen. Die Gliederungen des DRK überzeugten in Vorführungen vom Stand ihrer Ausbildung.

Text zum Bild oben: (Foto Karlfried Petri)
Pfarrer Ulrich Parzany (Mitte) predigte in der Kreuztaler Stadthalle.
Im Bild von links. Pfarrer Frank Hippenstiel, Pfarrer Ulrich Parzany, Moderator Matthias Daub.

Vorsitzender Frank Edelhoff (rechts) stellt die Arbeit des DRK Ortsvereins Kreuztal vor.


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