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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Warum bist Du eigentlich Pfarrerin geworden?
Dr. Katharina Stork-Denker zur ev. Pfarrerin ordiniert

Ordination Pfarrerin Dr. Katharina Stork-Denker
26.08.2008 18:03
Ein zunehmend selteneres Ereignis konnte jetzt die Kirchengemeinde Oberholzklau in Alchen feiern. In einem Festgottesdienst wurde Pfarrerin Dr. Katharina Stork-Denker von Superintendentin Annette Kurschus ordiniert. Damit ist die Theologin Stork-Denker offiziell von der westfälischen Landeskirche in den Dienst der öffentlichen Verkündigung berufen. Ihren Dienst hat sie auszurichten nach der Heiligen Schrift, den reformierten Bekenntnisschriften, dem Heidelberger Katechismus und der Bekenntnissynode von Barmen.
Kurschus: „Nicht eine höhere Weihe erhältst Du heute. Es werden Dir mit der Ordination keine besonderen Kräfte und Fähigkeiten zugeeignet. Du erhältst einen klaren Auftrag. Dein Wirken am Evangelium, Dein Reden und Verkündigen, Dein Tun und Lassen, Dein lehren, Dein Trösten wird öffentlich sein. Mitten in der Gemeinde und zu gleich der Gemeinde gegenüber.“ Eingeladen hatte die Gemeinde zu diesem Anlass mit einem Vers aus dem 2. Timotheusbrief: Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit.

In ihrer Predigt erzählte die frisch ordinierte Pfarrerin, dass sie in der letzten zeit oft gefragt worden sei: „Warum bist Du eigentlich Pfarrerin geworden?“ Das sei bei ihr nicht vorgezeichnet gewesen als sie das Abitur gemacht habe. Sie habe zunächst Theologie, Mathematik und Pädagogik in Bonn und Heidelberg studiert mit dem Ziel, Lehrerin zu werden. Nachdem ihr während des Studiums Frauen begegnet seien, die Theologie studierten, um Pfarrerin zu werden, habe sich ihr Studienziel allmählich verändert. Sie habe Freude an der Theologie entdeckt, an dem Gedanken, andere Menschen zum Glauben einzuladen, im Glauben zu begleiten und Gottesdienste zu feiern. Dieser Weg sei ihr zunehmend bestätigt worden. Stork-Denker: „Am Anfang stand eine persönliche Entscheidung, die Gott gesegnet hat. Gott hat mich berufen und die Kirche hat mich beauftragt.“

Aufgewachsen ist die Theologin in Wilnsdorf-Anzhausen. Im dortigen CVJM machte sie die ersten Schritte im Glauben. Sie nahm an verschiedenen Mitarbeiterschulungen teil und leitete bis zum Abitur die Jungschar in Anzhausen. Die Erfahrung im CVJM und ein guter Religionsunterricht führten zu dem Entschluss, Theologie zu studieren.
Nach der ersten theologischen Prüfung bei der westfälischen Landeskirche absolvierte sie ihr Vikariat in der Ev.-luth. Kirchengemeinde Dortmund-Asseln. Nach der zweiten theologischen Prüfung promovierte sie zum Dr. theol. an der Universität Münster. Währenddessen hatte sie eine Anstellung als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Institut für Praktische Theologie und Religionspädagogik an der Universität Münster und war Stipendiatin der Graduiertenförderung der Konrad-Adenauer-Stiftung.
Seit August 2007 ist sie Pfarrerin im Entsendungsdienst im Kirchenkreis Siegen, eingesetzt zur Entlastung des Synodalassessors in den Kirchengemeinden Oberholzklau und Oberfischbach sowie im Kirchenkreis. Die Pfarrerin und ihr Ehemann Hendrik Denker arbeiten ehrenamtlich mit in dem Förderverein von Lifegate Rehabilitation, einer christlichen Einrichtung für körperbehinderte und gehörlose Menschen in Beit Jala, Palästina. Dort hatte seinerzeit Hendrik Denker seinen Zivildienst geleistet. Die Kollekte des Gottesdienstes war auch für diesen Zweck bestimmt.

Den musikalischen Teil des Gottesdienstes gestalteten das Posaunenensemble „Tuba mirum“, bestehend aus versierten Bläsern aus Posaunenchören im westlichen Siegerland, und Florian Engert an der Orgel.

Nach dem Gottesdienst hatte die Gemeinde zum Empfang geladen. Viele Verwandte, Bekannte und Freunde sowie Gemeindeglieder aus Alchen hatten sich eingefunden. Darunter auch Pfr. Ulf Schlüter, ihr ehemaliger Vikariatsleiter aus Dortmund-Asseln. In etlichen Grußworten zeigten die Superintendentin, der CVJM-Alchen, die Gemeinschaft Alchen, der örtliche evangelische Kindergarten und Pfarrkollegen ihre enge Verbundenheit gegenüber der frisch ordinierten Pfarrerin. Ein kleines Geheimnis lüftete zum Schluss Großvater Walter Stork, eigens aus dem Württembergischen angereist: „Das meine Enkelin Katharina im Siegerland aufwuchs hängt damit zusammen, dass mich die Deutsche Bundespost seinerzeit von Dortmund nach Siegen versetzte. kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Pfarrerin Dr. Katharina Stork-Denker wurde in der Kirche in Alchen von Superintendentin Annette Kurschus ordiniert.
Im Bild von links: Pfr. Ulf Schlüter, Pfr. Martin Braukmann, Pfrn. Dr. Katrharina Stork-Denker, Superintendentin Annette Kurschus, Pfrn. Krimhild Ochse, Pfrn. Hans-Werner Schmidt.

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