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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Silke van Doorn neue Pfarrerin der Christus-Kirchengemeinde Siegen
Pfrn. Silke van Doorn
20.10.2008 15:06
In einem Festgottesdienst wurde jetzt Pfrn. Silke van Doorn in die zweite Pfarrstelle der Christus-Kirchengemeinde von Superintendentin Annette Kurschus eingeführt. Zuständig ist sie für die Stadtdteile Fischbacherberg und Achenbach. Kurschus: „Deine Aufgabe in der Gemeinde wird vor allem sein, das zu verkündigen und von dem zu erzählen, was Du selbst aus Gottes Wort gehört und erfahren hast.“
Die Gemeinde soll den Dienst der neuen Pfarrerin achten, ihr beistehen und für sie und ihre Familie beten.
In ihrer Einführungspredigt bezog sich Silke van Doorn auf ein Wort des Apostels Paulus, der die Gemeinde als einen Organismus, bestehend aus Haupt und Gliedern, beschreibt. Das, so van Doorn, bezieht sich nicht nur auf die eigene Kirchengemeinde. Auch unsere katholische und Freie evangelische Nachbargemeinde gehören mit zu diesem Leib, beschreibt sie die ökumenische Weite vor Ort.

Nach dem Gottesdienst hatte die Kirchengemeinde zu einem Empfang ins Gemeindehaus in Achenbach geladen. Der Kinder- und Jugendchor Windstärke 12, der CVJM-Posaunenchor Achenbach, der Gospelchor Go!Spirit sowie der Organist Stefan Jud gestalteten den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes und des Empfangs. In vielen Grußworten kam die Freude über die neue Pfarrerin zum Ausdruck und der Wunsch nach einer guten Zusammenarbeit. Seit 1. August ist Silke van Doorn schon in der neuen Pfarrstelle tätig und hat auch schon etliche Gemeindegruppen besucht und sich vorgestellt.

Die in Bochum geborene Theologin wurde in Bochum-Laer durch Pfarrer Karl Kosel konfirmiert. Eigentlich wollte die heutige Pfarrerin nur mal schauen, was es mit Kirche und Unterricht so auf sich hat, um sich dann nicht konfirmieren zu lassen. Silke van Doorn: „Ich war mir sicher, dass es nichts für mich sei. Doch Pastor Kosel hat mich mit allen Anfragen ernst genommen und mir in Gesprächen vieles, was meinen Weg „zum Glauben“ hinderte, aus dem Weg geräumt.“
Danach folgte der Weg in die Gemeinde als Mitarbeiterin im Kindergottesdienst, in Kinder- und Jugendgruppen, in der Arbeitsgemeinschaft der evangelischen Jugend (aej) sowie bei der Vorbereitung zum Gedenktag zur Pogromnacht. Nach dem Abitur begann van Doorn Theologie an der Ruhruniversität Bochum zu studieren. Gleichzeitig arbeitete sie als Honorarkraft beim Jugendamt der Stadt Bochum in einem Jugendfreizeitheim. Eine treibende Kraft zum Theologiestudium ist ihr die Verantwortung für die Schöpfung. Sie will mithelfen, „dass es ein Fünkchen heller werden kann“. Prägend für die damals angehende Theologin war der Hebräischkurs bei Prof. Dieter Vetter. Von ihm wurde in ihrem Leben die Liebe zur Hebräischen Bibel, zum Judentum und zu Israel gesät.
Ins Siegerland kam Silke van Doorn mit ihrem Ehemann Ralph und ihren Töchtern, als ihr Mann 1995 eine Hilfsdienststelle in der Nikolai-Kirchengemeinde annahm. 1999 nahm sie das unterbrochene Theologiestudium in Bochum wieder auf. Es folgte ein zweimonatiger Studienaufenthalt an der Ben-Gurion-Universität in Beer Sheva in Israel. Nach dem ersten Theologischen Examen der Evangelischen Kirche von Westfalen in 2002 und einem Politischen Mentoring bei der „Europäischen Akademie für Frauen in Politik und Wirtschaft“ in Berlin und Halle an der Saale, absolvierte sie ihr Vikariat in der Kirchengemeinde Kreuztal bei Pfr. Ernst-Otto Menn. 2004 erfolgte das zweite Theologische Examen. Seit März 2006 arbeitete Silke van Doorn als Pfarrerin und Dozentin an der Universität Siegen mit angehenden Religionslehrerinnen und Religionslehrern, obwohl ihr Herz eigentlich für die Gemeindearbeit schlägt. Dass sie als vierfache Mutter ihr Theologiestudium abschließen konnte und nun Familienleben und Beruf koordinieren kann, da ist sich die Theologin sicher, war nicht einfach machbar, es lag nicht in unserer Hand.
kp

Text um Bild: (Foto: Karlfried Petri)
Im ev. Gemeindhaus Emmaus auf dem Fischbacherberg wurde Pfarrerin Silke van Doorn in einem Festgottesdienst in ihr Amt als Gemeindepfarrerin eingeführt. Auch die Kleinsten gratulierten der neuen Pfarrerin, die selbst vierfache Mutter ist, herzlich.

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