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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Haushalt 2009 mit Rücklagenentnahme ausgeglichen
Konsequenter Sparkurs weiterhin

Herbstsynode 2008 Kirchenkreis Siegen
01.12.2008 16:45
Damit der Haushalt 2009 in der Planung ausgeglichen ist, muss der Kirchenkreis Siegen  184 667 Euro aus der Rücklage entnehmen, so der neue Vorsitzende des Finanzausschusses Rolf Marxmeier auf der in Wilgersdorf tagenden Kreissynode. Die Synodalen gaben ihr Ja dazu und beschlossen die Haushalte für das kommende Jahr. 2009 rechnet der Kirchenkreis mit Gesamteinnahmen in Höhe von 13 241 000 Euro. Dies sei ein Rückgang um 379 000 Euro oder 2,8 Prozent, hieß es dazu auf Kreissynode.  
Erstmals liegt im kommenden Jahr eine Budgetierung der zur Verfügung stehenden Einnahmen zu Grunde. 78 Prozent erhalten die Kirchengemeinden (9,889 Millionen Euro), zehn Prozent die kreiskirchlichen Dienste (1,268 Millionen Euro) und zwölf Prozent die Superintendentur, die Verwaltung und die Rechnungsprüfung (1,522 Millionen. Euro) aus der Kirchensteuerzuteilung.
Die synodalen Dienste erhalten damit im kommenden Jahr 222 000 Euro weniger aus Kirchensteuermitteln als in 2008. Und auch die Superintendentur, Verwaltung und Rechnungsprüfung muss im nächsten Jahr mit 112 000 Euro weniger auskommen als im laufenden Haushaltsjahr.
Erfreulich war die Nachricht, dass die Landeskirche in diesem Jahr mit einem um 50 Millionen Euro höheren Netto-Kirchensteueraufkommen rechnen kann als geplant. Davon werden weniger als zehn Millionen Euro an die 31 Kirchenkreiseverteilt.
Marxmeier sieht keinen Grund, sich beruhigt zurück zu lehnen. Denn die Kaufkraft sei seit 1992 um ein Viertel zurück gegangen. Zudem seien auf landeskirchlicher Ebene enorme finanzielle Lasten zu schultern. Dazu gehören auch die Versorgungsrückstellungen. Auch die Finanzkrise werde nicht ohne Einfluss auf das weitere Kirchensteueraufkommen bleiben. So habe die Landeskirche  für den Kirchenkreis Siegen für 2012 eine Kirchensteuerzuweisung in Höhe von 11,976 Millionen Euro prognostiziert. Dies sei gegenüber 2005 ein Rückgang um 16 Prozent. Dabei sei die Unsicherheit der Wirtschaftslage und der Steuergesetzgebung noch nicht mit eingerechnet. Marxmeier: „Die  Haushaltspläne von Kirchenkreis und Kirchengemeinden müssen also weiterhin durch einen konsequenten Sparkurs gekennzeichnet sein.“
Bezogen auf das kommende Jahr hatte die Synode bereits im Frühjahr Beschlüsse mit finanziellen Auswirkungen für die Gemeinden gefasst: die Kindergartenarbeit, die gemeinsam zu finanzierenden Personalkosten hauptamtlicher Jugend- und Gemeindearbeit. Hinzu kommt die anteilige Finanzierung der Arbeit des Diakonischen Werkes. Nach Abzug dieser Aufwendungen erhalten die Gemeindeglieder eine durchschnittliche Pauschale von 27,86 Euro pro Gemeindeglied. Rund 135 000 Gemeindeglieder haben die Kirchengemeinden im Kirchenkreis Siegen zurzeit.
Einen für das Diakonische Werk und die Gemeinden wichtigen Beschluss fasste die Synode im Rahmen der Haushaltsplanberatungen. Für 2008 übernimmt die Finanzausgleichskasse des Kirchenkreises Siegen die Zahlung von 1,01 Euro pro Gemeindeglied an das Diakonische Werk. Damit werden die Gemeinden, die somit nur noch einen Euro pro Gemeindeglied abzuführen haben, entlastet. Künftig wird die Zuweisung an das Diakonische Werk  zwei Prozent der  Kirchensteuerzuweisung betragen. Die Finanzierung erfolgt aus der Finanzausgleichskasse.
Dieser Beschlussvorschlag fand nicht nur die Zustimmung der Gemeinden. Die vier Kirchengemeinden, die vor einem Jahr aus dem Diakonischen Werk ausgetreten waren, signalisierten unter den veränderten finanziellen Rahmenbedingungen wieder ihren Eintritt.                                                                                                           kp
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Text zum Bild: Foto Karlfried Petri)
Rolf Marxmeier, Vorsitzender des Finanzausschusses, brachte erstmals einen Haushaltsplan in der Synode ein.

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