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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Bernd Münker neuer Pfarrer in Eiserfeld
Pfarrer Bernd Münker
01.12.2008 17:07
Nur kurz war die 2. Pfarrstelle nach der Verabschiedung von Pfrn. Ingeborg Niediek in der Kirchengemeinde Eiserfeld unbesetzt. Jetzt am 1. Advent wurde Pfarrer Bernd Münker in die Pfarrstelle in Eiserfeld von Superintendentin Annette Kurschus eingeführt.
Kurschus: „Die Menschen in Eiserfeld brauchen sie als Helfer, Ratgeber, Seelsorger, als einen, der zu den Leuten kommt, der redet und schweigt zur rechten Zeit. Dabei dürfe er das eigne angewiesen sein auf Gottes Hilfe nicht vergessen.“
Die Gemeinde versprach, ihren neuen Pfarrer zu achten, ihm beizustehen und für ihn und seine Familie zu beten.
Viele Segenswünsche gaben ihm Pfarrkollegen und Gemeindeglieder mit auf den Weg seines neuen Berufs- und Lebensabschnittes. Nach dem Gottesdienst hatte die Gemeinde zum Empfang ins Ev. Gemeindehaus geladen.

In einer Stellenanzeige wurde Münker auf die zu besetzende Stelle aufmerksam. Seit November 2003 war er Pfarrer in der Ev. Kirchengemeinde Holsterhausen in der Nähe von Dorsten, einer lutherisch geprägten Kirchengemeinde. Am Tag seiner Einführung beginnt er seinen Dienst in der Ev.-Ref. Kirchengemeinde Eiserfeld. Das Reformierte ist dem ehemaligen Ferndorfer nicht fremd. Er freut sich wieder auf die reformierte Form der Gottesdienste.
In Holsterhausen war einer seiner Arbeitsschwerpunkte die mit der Jugendarbeit verzahnte Konfirmandenarbeit. Er hielt Bibelstunden und predigte regelmäßig an zwei Predigtstätten.
In der ersten Zeit wird er sich in Eiserfeld einleben müssen, beruflich, wie auch privat. Der Einzug ins Pfarrhaus steht noch bevor. Die Kinder müssen eine Schule finden.

1965 in Siegen geboren, wuchs Münker in Ferndorf auf. Seine Jugend wurde im CVJM Ferndorf geprägt. Außerdem spielte er leidenschaftlich gerne Handball. In der Kirchengemeinde Ferndorf lernte er im Konfirmandenunterricht die Grundzüge des christlichen Glaubens kennen.
Nach dem Abitur leistete Bernd Münker seinen Wehrdienst bei der Luftwaffe in der Siegerlandkaserne in Burbach ab. Anschließend machte er eine Ausbildung als Bankkaufmann.
Münker auf die Frage, wie er zum Theologiestudium gekommen sei: „Im Bekanntenkreis gab es einen Pfarrer im Ruhestand, mit dem ich Gespräche führen konnte. Es wurde mir deutlich, dass mein „traditioneller Sonntagsglaube“ keine Tragfähigkeit für mein Leben bot. Zum Glauben an Jesus Christus fand ich so mit 21 Jahren durch Menschen, die mich begleitet und für mich gebetet haben.“
Diese Entwicklung führte dazu, den erlernten Beruf aufzugeben und Theologie zu studieren. Sein Studium begann in Siegen, führte ihn dann nach Breklum, einer freien Ausbildungsstätte für Sprachen, und anschließend über Marburg nach Erlangen an eine lutherische Fakultät. Besonders der systematischen Theologie widmete er sich während seines Studiums. Er setzte sich mit Karl Barth und Otto Weber, aber besonders auch mit Luther und Calvin auseinander. Geprägt hat ihn während dieser Zeit auch die oftmals kritische Haltung der Bekenntnisbewegung.

Ab 1997 lernte er für 2 ½ Jahre die Kirchengemeinde Burbach als Vikar kennen. Sein Mentor, Pfarrer Hans-Gerd Ströhmann, legte großen Wert auf Besuchsdienstarbeit.
Seinen eigenen Schwerpunkt in der Gemeindearbeit sieht er daher neben der Verkündigung vor allem in der Seelsorge. Letztere bedeutet für ihn, auf Menschen zuzugehen, Kontakte aufzubauen, Einzelgespräche zu führen und vor allem Hausbesuche zu machen. Kernpunkt bleibt für ihn jedoch der Gottesdienst am Sonntag.

Bei all den vielen Aufgaben in einer Kirchengemeinde fällt es nicht immer leicht darauf zu achten, dass Ehefrau Beate, Sohn Benjamin sowie die Töchter Anna und Deborah nicht zu kurz kommen.
kp
Text zum Bild: (Foto: Karlfried Petri)
Pfarrer Bernd Münker wurde in der Trinitatiskirche Eiserfeld von Superintendentin Annette Kurschus in seine neue Pfarrstelle eingeführt

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