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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Jahresempfang der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle des Kirchenkreises Siegen im Museum für Gegenwartskunst
Kirche bedankt sich bei Spendern und wirbt um Unterstützer

EFL-Jahresempfang
03.02.2009 10:10

„Wir möchten diese Veranstaltung nutzen, um Ihnen für Ihre Unterstützung zu danken!“ Mit diesen Worten hatten die Superintendentin des Kirchenkreises Siegen Annette Kurschus und die neue Leiterin der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) Annette Mehlmann die Spender des letzten Jahres zum Jahresempfang eingeladen. Etwa 150 Gäste folgten der Einladung ins Museum für Gegenwartskunst.
Mit einer Führung durch die Ausstellung des Museums „Blickmaschinen oder wie Bilder entstehen“ und einem anschließenden Empfang zeigten sich der Kirchenkreis Siegen als Träger und die Mitarbeitenden der Einrichtung bei ihren Unterstützern erkenntlich.
Superintendentin Annette Kurschus machte in ihrem Grußwort deutlich, dass der Kirchenkreis nicht auf die EFL verzichten wolle. Dass sich kirchliche Arbeit auch „out of church“, also außerhalb der Kirche bewege und beispielsweise in ein Museum für Gegenwartskunst gehe, sei eine wichtige Dimension der Beratungsarbeit auf dem Boden des Evangeliums. Sie erreiche Menschen am Rande der Kirche und außerhalb derselben. Sie dankte den Mitarbeitenden, die ihre Arbeit unter den schwierigen finanziellen Bedingungen leisten. Bezogen auf den Jahresempfang im Museum und auf die ständige Anstrengung, die Einrichtung künftig in hohem Maße durch Sponsorengelder zu finanzieren, sagte Kurschus: „Kunst lebt davon, dass man täglich übt. Wir werden auch täglich üben müssen.“
„Kirche ist für die Menschen da und lässt sie gerade in schwierigen Lebensphasen nicht allein“, betonte der Bürgermeister der Stadt Siegen Steffen Mues in seinem Grußwort. Dies werde an der EFL deutlich. Der stellv. Landrat des Kreises Siegen-Wittgenstein Jürgen Althaus bemerkte, die Kirchen könnten in den nicht einfacher werdenden Zeiten die Verantwortung nicht alleine tragen. Der Kreis Siegen-Wittgenstein habe die Bereitschaft, einen Beitrag zur sozialen Infrastruktur zu leisten.
Ein wichtiges Unterstützerstandbein der EFL ist der Förderverein. Dessen Vorsitzender Prof. Dr. Hans-Heinrich Goßmann warb denn auch eindringlich um weitere Mitglieder.
In einem Kurzreferat zog Prof. Dr. Michael Schumann einen Vergleich zwischen Kunst und Beratung. Handwerkliches Können sei in beiden Bereichen grundlegend. Beide arbeiteten aus der Haltung der Offenheit und des Nichtwissens heraus und beschäftigten sich mit der Konstruktion von Wirklichkeit.

Für die Einrichtung beginnt in diesem Jahr eine finanzielle Neuregelung. Bisher zum großen Teil aus Kirchensteuern finanziert, muss seit Anfang dieses Jahres die EFL jährlich mindestens 130.000 € durch Spender und Sponsoren einwerben, um die Arbeit im selben Umfang wie derzeit weiter zu führen. Dies ist mit vereinten Kräften von Förderverein, EFL und Kirchenkreis gelungen. Durch den Rückgang der Kirchensteuerzuweisungen kann der Kirchenkreis die gesamte Finanzierung nicht mehr sicherstellen. Dennoch stellt er jährlich einen Sockelbetrag von 26.000 € zur Verfügung und übernimmt auch weiterhin die Trägerschaft der Beratungsstelle. Im letzen Jahr konnten über 140.000 € für die EFL eingeworben werden. Für Kirchenkreis und EFL ein Grund, dankbar zu sein und diesen Dank an die vielen Spenderinnen und Spender weiter zu geben.

Mit Optimismus in die Zukunft schauen
„Mit so viel Energie werden wir es schaffen, unsere Spendenziele zu erreichen“, bedankte sich Frau Mehlmann bei den Gästen, und erinnerte daran, dass die Beratungsstelle ohne deren Spenden schon nicht mehr existieren würde.
„Sie haben es in den Händen, ob Menschen der Region mit Rat und Tat in bewährter Form geholfen wird. Wir sind sehr auf diese Mittel angewiesen“, sagte die Leiterin der mit 15 Mitarbeitenden größten Beratungsstelle Westfalens, die jährlich von 1.900 Ratsuchenden in Anspruch genommen wird. Sie wünschte sich, dass die Einrichtung gemeinsam von Staat, Kreis, dem Träger und den Unterstützern aufrechterhalten werde.

Patenmodell vorgestellt
Aufwändige Fundraising-Kampagnen haben bereits in den letzten Jahren dazu geführt, dass die Stelle inzwischen eine kurzfristige Planungssicherheit hat. Um aber auch mittelfristig das Beratungsangebot für Einzelne, Paare und Familien aufrecht zu erhalten, muss heute für die Spenden von Übermorgen geworben werden. Um diese Aufgabe anzupacken, wurde Carsten Stolz für die EFL als Fundraiser ausgebildet. Annette Mehlmann nutzte die Gelegenheit, den druckfrischen Flyer zum Patenmodell vorzustellen: „Wir vergeben Patenschaften und suchen 55 Paten, die jährlich 550 € spenden! Einen ersten Paten hat die EFL bereits in dem RWE gefunden.“
Den musikalischen Rahmen des gelungenen Empfangs gestalteten Hartmut Sperl (Klavier) und Carsten Burkhardt (Gesang).
kp


Text zum Bild: (Fotos Karlfried Petri)

Mit einem Empfang im Museum für Gegenwartskunst dankten der Kirchenkreis Siegen und die Mitarbeitenden der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle allen Spendern und Sponsoren herzlich für die finanzielle Unterstützung.

Superintendentin Annette Kurschus

Annette Kurschus: „Wir wollen auf die EFL nicht verzichten.“



Bürgermeister Steffen Mues

Siegens Bürgermeister Steffen Mues: „Alleine kann der Kirchenkreis die Arbeit der EFL in der jetzigen Form nicht mehr tragen.“

Stellv. Landrat Jürgen Althaus

Der stellv. Landrat der Kreises Siegen Wittgenstein Jürgen Althaus: „Die Die EFL besitzt in der Region eine hohe Akzeptanz.“

EFL-Leiterin Annette Mehlmann

Die neue Leiterin der EFL Annette Mehlmann: „Beratende brauchen Sicherheit und Angst um den eigenen Arbeitsplatz.“

Prof. Dr. Hans-Heinrich Goßmann

Der Fördervereinsvorsitzende Prof. Dr. Hans-Heinrich Goßmann: „Werden Sie Mitglied im Förderverein.“

Prof. Dr. Michael Schumann, Universität Siegen: „Künstler und Berater beschäftigen sich mit der Konstruktion von Wirklichkeit.“


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