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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Kreissynode Siegen
Satzung für hauptamtliche Kinder- und Jugendarbeit im Kirchenkreis Siegen beschlossen
Referat für Jugend und Gemeindepädagogik gebildet

Kreissynode Siegen
02.07.2009 17:46

Es war eine lange Geburtsvorbereitung. Auch jetzt ist das Neugeborene noch nicht da. Aber man einigte sich darauf, unter welchen Bedingungen es leben könnte. Nein, nicht mit einem richtigen menschlichen Baby beschäftigte sich die Kreissynode Siegen jetzt in Wilgersdorf, sondern mit einer neuen Gestaltung der hauptamtlichen kirchlichen Jugendarbeit. Im Mai 2008 wurde nach langen Vorbereitungen der Beschluss gefasst, die hauptamtliche Jugendarbeit im Kirchenkreis Siegen zu erhalten und solidarisch zu finanzieren. Wie das im Einzelnen geschehen kann, hat ein Arbeitskreis seitdem überlegt. Das Ergebnis wurde jetzt auf der Synode beraten und erfuhr schon im Vorfeld Gegenwind. So ganz einfach ist die Organisation von hauptamtlicher Jugendarbeit nicht. Geht es doch um den Kirchenkreis, die Regionen, die Gemeinden und den CVJM, um Dienst- und Fachaufsicht, um Anbindung und Verantwortung und natürlich um Kinder- und Jugendarbeit sowie auch um die gemeindepädagogische Arbeit. Letztere wurde auch in die Satzung mit aufgenommen.

Zwei grundsätzlich unterschiedliche Modelle lagen der Kreissynode vor. Der kreiskirchliche Arbeitskreis hatte eine Satzung vorbereitet, die für die kreiskirchlich angestellten Mitarbeitenden die Dienstaufsicht, also die Zuständigkeit für die personalrechtlichen Belange, bei der Superintendentin ansiedelt. Die Fachaufsicht, also die Zuständigkeit für die fachliche Ausgestaltung der Arbeit vor Ort, wird der Leitung des Referates für Jugend- und Gemeindepädagogik zugewiesen. Verwaltungsleiter Hartmut Menzel erläuterte den Satzungsentwurf.

Auf die Gestaltung und Organisation ihrer Jugendarbeit will die Kirchengemeinde Deuz auch künftig selbst stärker Einfluss nehmen und die Formen der Zusammenarbeit in der Region in eigener Regie regeln. Insbesondere die Fachaufsicht möchte die Kirchengemeinde Deuz nicht aus den Händen der Gemeinden genommen sehen, in denen die Hauptamtlichen tätig sind. Sie hatte daher einen eigenen Satzungsentwurf vorgelegt, den der Synodale Christoph Flache vorstellte.

Als betroffener hauptamtlicher Jugendreferent und Interessenvertreter der Berufsgruppe für die Synode hielt Arnd Kretzer ein Plädoyer für den Kirchenkreisentwurf, das seine Wirkung nicht verfehlte. Er warb um Vertrauen, um Gestaltungsfreiräume, um ein gedeihliches Miteinander und um den Mut, die neue Struktur mit Leben zu füllen.

Die Synode ließ sich darauf ein und beschloss den Satzungsentwurf des Kirchenkreises. Die evangelische Kinder-, Jugend- und gemeindepädagogische Arbeit im Kirchenkreis Siegen wird nunmehr durch den synodalen Koordinierungsausschuss in Zusammenwirken mit regionalen Koordinierungsausschüssen begleitet, beraten und organisiert. Ziel ist es, die Zusammenarbeit zu stärken und die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen in den verschiedenen Ebenen zu ermöglichen. Beabsichtigt ist dabei, die inhaltliche Arbeit in den Regionen weitestgehend selbstständig zu gestalten. Fragen der Dienst- und Fachaufsicht sollen in enger Abstimmung mit den zuständigen Organen verantwortet werden.
Durch die neue Satzung ist das alte Jugendreferat Vergangenheit. Das neue Referat erhielt die Bezeichnung: Referat für Jugend und Gemeindepädagogik.Ob das beschlossene Modell in der Wirklichkeit funktioniert, wird in den nächsten Jahren zu erproben sein. Änderungen nicht ausgeschlossen. Die Sicherung der hauptamtlichen Jugendarbeit im Kirchenkreis Siegen ist einen großen Schritt vorangekommen.
kp

Text zum Bild: /Fotos Karlfried Petri



Verwaltungsleiter Hartmut Menzel


Jugendreferent Arnd Kretzer


Synodaler Christoph Flache


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