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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Die Relevanz der Theologie Calvins für Kirche und Gesellschaft
Calvin-Kongress an der Universität Siegen
Theologische Wissenschaft allgemeinverständlich

19.08.2009 10:34

Vor 500 Jahren wurde in Frankreich der Reformator Johannes Calvin geboren. Eine Vielzahl von Veranstaltungen, Vorträgen und neuer Literatur nehmen in diesem Jahr die Person und ihr Wirken in den Blick. Eine Besonderheit in diesem Veranstaltungsreigen stellt der Calvin-Kongress dar, der vom 3. bis 5. September 2009 an der Universität Siegen stattfindet. Sein Thema: „Calvin heute. Die Relevanz der Theologie Calvins für Kirche und Gesellschaft“. Während dieser drei Tage werden 27 namhafte Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter und sonstige Calvinexperten aus Europa und Südafrika die Theologie und Wirkungsgeschichte des Genfer Reformators beleuchten. Alle Referenten haben sich darauf eingelassen, ihre Vorträge und Workshops so zu gestalten, dass sie auch für nicht wissenschaftlich gebildete Teilnehmer verständlich sind. Daher ist der Kongress nicht nur für wissenschaftliches Fachpublikum interessant, sondern auch interessierten Laien soll er einen Gewinn bringen. Englische Sprachkenntnisse sind nicht erforderlich.
Verantwortlich vorbereitet hat den Kongress Prof. Dr. Georg Plasger, der an der Universität Siegen im Fachbereich Evangelische Theologie einen Lehrstuhl für Systematische und ökumenische Theologie innehat. Plasger: „Terminiert wurde der Kongress bewusst gegen Endes Calvinjahres. Im September lassen sich vermutlich schon im Rückblick auf das Jahr erste Impulse für Kirche und Gesellschaft erkennen und benennen. Es geht nicht um die Person Johannes Calvin selber, sondern um eine Akzentsetzung aus seiner Theologie für heute. In den Vorträgen und Wokshops wollen wir versuchen, der Relevanz der Theologie Calvins für Kirche und Gesellschaft nachzuspüren.“ Besondere Themenschwerpunkte sind „Calvin und die Bibel“, „Gotteserkenntnis und Selbsterkenntnis“, „Calvins Verständnis der Sakramente“, „Kirchenzucht“ und „Ewige Erwählung – Fluch oder Segen?“. Zudem werden in 17 Workshops weitere Calvin-Relevante Themen aufgearbeitet.
Eine Kongress-Veranstaltung findet nicht in den Räumen der Universität statt. Am Donnerstag, 3. September, 20 Uhr, hält Prof. Dr. Eberhard Busch, Göttingen, in der Siegener Martinikirche den Vortrag: „Mit Gott reden. Das Gebet nach Calvin“. Dieser Vortrag ist auch für Interessierte zugänglich, die nicht an dem Kongress teilnehmen.

Bis zu 500 Kongress-Teilnehmende verkraften die Räumlichkeiten der Uni. Dem Siegener Theologieprofessor ist es ein Anliegen, die Universität Siegen als einen Ort theologischer Kongresse auszubauen. Dabei ist es ihm wichtig die Veranstaltungen so anzulegen, dass auch beispielsweise interessierte Laien teilnehmen können. Plasger: „Theologie und theologische Forschung findet nicht für ein universitäres Fachpublikum statt, sondern für die christlichen Gemeinden und für unsere Gesellschaft. Dem soll durch diese Konzeption Rechnung getragen werden.“
Bezuschusst wird der Kongress von der Evangelischen Kirche von Westfalen, der Evangelisch-reformierten Kirche, vom Kirchenkreis Siegen und der Universität Siegen.
Die Teilnahmekosten betragen 65 Euro (Studierende 45 Euro). Darin enthalten sind die Teilnahmegebühren, die Mahlzeiten am Donnerstagabend und Freitagabend (ohne Getränke) sowie Kaffe und Tee in den Pausen.

Anmeldungen sind möglich unter www.calvin-kongress.de. Oder aber schriftlich: Prof. Dr. Georg Plasger, FB1 – Evangelische Theologie, Lehrstuhl für Systematische und ökumenische Theologie, Universität Siegen, 57068 Siegen.
kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)

Prof. Dr. Georg Plasger verantwortet den Calvin-Kongress an der Universität Siegen. Der Theologieprofessor freut sich, wenn auch interessierte Laien an dem Kongress teilnehmen.


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