Bookmark and Share

Kontakt    

Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Für meine Kirche habe ich was übrig
Freiwilliges Kirchgeld unterstützt die Kirchengemeinden


10.11.2009 17:01
In die dritte Runde geht im Kirchenkreis Siegen die Aktion „Freiwilliges Kirchgeld“. Nach den überaus ermutigenden Erfahrungen in den vergangenen beiden Jahren erbeten viele Kirchengemeinden im Kirchenkreis Siegen auch für das kommende Jahr von ihren Gemeindegliedern oder Förderern ein Freiwilliges Kirchgeld. Dann heißt es wieder mit dem doppeldeutigen Motto: „Meine Kirche – dafür hab ich was übrig“. Viele Menschen zeigen deutlich, dass sie etwas für ihre Kirche übrig haben. Für die Unterstützung und das Vertrauen bedanken sich die Kirchengemeinden und der Kirchenkreis sehr herzlich.

Familienzentren, Kirchengebäude, Kindertageseinrichtungen, Kirchenmusik im weitesten Sinne, die Verwendungszwecke sind so vielfältig wie die Aufgaben und Finanzbedarfe der Kirchengemeinden. Die Kirchengemeinden sind ein Ort der Begegnung für viele Menschen: Alte und Junge, Frauen und Männer, Neuzugezogene und Alteingesessene. Ein buntes Programm und zahlreiche Aktivitäten kennzeichnen das kirchliche Leben. Dazu gehören Gottesdienste und Kinderbibeltage, Chöre und Konzerte, Jugendfreizeiten und Seniorenreisen, Seelsorge und Gesprächsgruppen. Sie ergänzen das gesellschaftspolitische Leben in den Orten und bereichern es.

So manche Kirchengemeinde sieht sich kaum noch oder aber schon nicht mehr in der Lage, die überkommenen Aufgaben aus Kirchensteuermitteln allein zu finanzieren. Wie stark die Zuweisung an Kirchensteuer gesunken ist, machen beispielsweise die Zahlen der Kirchengemeinde Oberholzklau deutlich. Erhielt die Kirchengemeinde in 2002 nach eigenen Angaben noch 217.000 Euro aus Kirchensteuern, waren es in 2008 nur noch 145.000 Euro. Grund genug für die Kirchengemeinde, sich der Aktion „Freiwilliges Kirchgeld“ anzuschließen, die in Oberholzklau im Frühjahr 2010 beginnen soll.
Kindertageseinrichtungen, Jugendreferenten oder Küster zu finanzieren, fällt zunehmend schwer. Gut, wenn so manche Aufgabe nicht aufgegeben werden muss, sondern in ehrenamtliche Hände übergehen kann. Auch hier gilt ein herzliches Dankeschön denjenigen, die ihr Können und ihre Arbeitskraft in der Kirchengemeinde unentgeltlich einbringen.
Dem Rückgang der Kirchensteuerzuweisung in den Gemeinden kann nicht allein durch Einsparungen und Personalabbau begegnet werden. Dadurch würde so manche Aufgabe und Dienstleistung wegfallen. Durch das freiwillige Kirchgeld entsteht ein zusätzliches finanzielles Standbein, das zumindest einen Teil der Einbrüche ausgleicht.

Freiwilliges Kirchgeld ist von der Absicht her etwas anderes als eine einmalige Spende. Freiwilliges Kirchgeld heißt: Jemand erklärt sich bereit, regelmäßig seiner Kirchengemeinde einen Geldbetrag zu überweisen, mit dem diese für den zugesagten Zeitraum fest rechnen kann. Jeder bestimmt selbst nach eigener Einschätzung, ob, wie lange und in welcher Höhe er freiwilliges Kirchgeld geben will. Auch kleine Beträge helfen weiter. Selbstverständlich gibt es am Ende des Jahres eine Spendenbescheinigung, denn das Freiwillige Kirchgeld kann von der Steuer abgesetzt werden.

In den nächsten Wochen werden wieder etliche Kirchengemeinden im Kirchenkreis Siegen ihre Gemeindeglieder anschreiben und die Projekte vorstellen, für die sie freiwilliges Kirchgeld benötigen. Sie hoffen, dass auch diesmal Menschen die Arbeit ihrer Kirchengemeinde wertschätzen und finanziell im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen getreu dem Motto: „Meine Kirche – dafür hab ich was übrig“.
kp

zurück zur Übersicht



Archiv:
2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003