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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Fundraising im Kirchenkreis Siegen hauptamtlich gestärkt

30.11.2009 18:27

Das Thema Fundraising, ein einzelnes passendes deutsches Wort gibt es nicht für diese Tätigkeit, beherrschte die Debatten auf der Herbstsynode des Kirchenkreises Siegen, die jetzt in der CVJM-Jugendbildungsstätte in Wilgersdorf tagte. Fundraising, darunter ist das professionelle Bemühen um eine Verbesserung der finanziellen Ausstattung von Organisationen zu verstehen. Dabei geht es nicht nur um Geld, sondern auch um Kontaktpflege zu Menschen, Firmen und Institutionen. Es geht im Kirchenkreis Siegen zudem um Beratung und Schulung der Kirchengemeinden und kreiskirchlichen Einrichtungen. Ein weites Betätigungsfeld, das ehrenamtlich in vielen Organisationen und auch in vielen Kirchenkreisen nicht mehr zu bewältigen ist.Für kirchliche Einrichtungen steigt die Notwendigkeit, die Finanzierung ihrer vielfältigen Aufgaben auf zusätzliche Füße zu stellen, weil in den kommenden Jahren mit stark rückläufigen Kirchensteuereinnahmen gerechnet werden muss.Nach längerer Beratung beschloss die Kreissynode mit Mehrheit eine 17. Kreispfarrstelle mit 50% Dienstumfang einzurichten. Die Besetzung der Kreispfarrstelle erfolgt nach der Genehmigung durch die Landeskirche durch den Kreissynodalausschuss.

Schon einmal hatte sich die Synode mit dem Thema beschäftigt und sich nicht auf die Einrichtung einer Pfarrstelle verständigen können. Nach neuerer Überlegung des Kreissynodalvorstandes reduzierte sich der geschätzte Bedarf nunmehr auf eine halbe Pfarrstelle.
Erschwert wurde die Diskussion, weil es eben nicht nur um die Einrichtung der Stelle ging, sondern mit Wolfram Bensberg auch schon ein an der Fundraising-Akademie ausgebildeter Pfarrer bereitsteht, die Aufgaben im Kirchenkreis hauptamtlich wahrzunehmen. Nicht alle Synodalen waren davon überzeugt, dass Fundraising die Aufgabe eines Pfarrers sei oder aber, dass sie überhaupt hauptamtlich wahrgenommen werden müsse.
Befürchtungen wurden zudem laut, dass durch die neue Stelle eine kircheninterne Konkurrenz entsteht zur Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle, die heute schon in hohem Maße auf Spendengelder angewiesen ist, weil der Kirchenkreis Siegen diese Einrichtung nur noch mit einem geringen Teil aus Kirchensteuermitteln finanzieren kann. Oberkirchenrat Dr. Arne Kupke, hauptamtliches juristisches Mitglied der westfälischen Kirchenleitung, machte deutlich, dass sich aus personalrechtlicher Sicht gerade die Einrichtung einer Pfarrstelle empfehle, weil die durch die Synode auch wieder aufgehoben werden könne.

Pfarrer Günter Jochum brachte zu Beginn der Beratungen einen Antrag ein, die Beschlussfassung auf die nächste Synode zu verschieben. Jochum vermisste ein detailliertes Konzept und eine Kostenkalkulation. Ggf. könne die Stelle befristet eingerichtet und eine Verlängerung vom Erfolg abhängig gemacht werden. Darauf ließ sich die Mehrheit der Synode jedoch nicht ein.kp

Text zum Bild:
Die Kreissynode tagte in der CVJM-Jugendbildungsstätte Siegerland in Wilgersdorf

Pfarrer Wolfram Bensberg erläutert seine Vorstellungen zur Gestaltung der Fundraising-Arbeit.


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