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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Tariferhöhungen machen EFL zu schaffen

Funktionspfarrer stärker in Predigtdienst einbinden


30.11.2009 18:31

Tariferhöhungen machen EFL zu schaffen

Eine hohe Wertschätzung erfährt die Arbeit der Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) des Kirchenkreises Siegen bei den Mitgliedern der Kreissynode. Dies wurde jetzt wieder einmal bei den Haushaltsplanberatungen für den Kirchenkreis Siegen deutlich. Dennoch konnte sich die Synode nicht durchringen, den kreiskirchlichen Anteil in Höhe von 26.000 Euro an der Finanzierung der Einrichtung schon jetzt zu erhöhen. Im Rahmen der Haushaltsplanberatungen reichte die EFL einen Antrag ein, in 2010 zusätzlich 20.000 Euro zur Personalkostenerhöhung zu gewähren. Die Leiterin der EFL, Annette Mehlmann, begründete den Antrag mit steigenden Personalkosten aufgrund der Tariferhöhungen. 31.200 Euro betrage die Personalkostendifferenz zwischen 2009 und 2010. Die müssten aus angesparten Rücklagen finanziert werden. Dankbar gab Mehlmann bekannt, dass auch für 2010 ein Spendenbetrag von rd. 100.000 Euro zugesagt worden sei. Ein Polster von 400.000 Euro hat die Beratungsstelle derzeit in den Rücklagen, so dass zurzeit die Arbeit sichergestellt ist. In den nächsten Jahren könnte dies aber anders aussehen.

Die EFL als synodale Einrichtung ist in das Budgetierungssystem des Kirchenkreises eingebunden, das für derartige Einrichtungen insgesamt 10% der Kirchensteuereinnahmen vorsieht. Wenn also die EFL mehr Geld erhält, muss es anderen kreiskirchlichen Einrichtungen weggenommen oder aber aus der Rücklage des Kirchenkreises finanziert werden. Ein Grund für den Vorsitzenden des Finanzausschusses Rolf Marxmeier, den Antrag an den Arbeitskreis „Mittelfristige Finanzplanung“ zu verweisen. Nur in einem Gesamtkonzept könne das Problem gelöst werden.
Die Synode verwies den Antrag mit 65 Ja-Stimmen und 48 Nein-Stimmen in den Finanzausschuss.
kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)

Annette Mehlmann, Leiterin der Ehe-, Famlien- und Lebensberatungsstelle,  warb um eine stärkere Finanzierung aus Kirchensteuermittel.



Funktionspfarrer stärker in Predigtdienst einbinden

Mit Sorge sieht Superintendentin Annette Kurschus die Besetzung von freiwerdenden Pfarrstellen im Kirchenkreis Siegen. Grundsätzlich ist zurzeit wieder mehr Bewegung auf dem Pfarrstellenmarkt, was sie positiv bewertet. Dennoch fallen Wiederbesetzungen vakanter Pfarrstellen unerwartet schwer. Viele der potentiellen Bewerberinnen und Bewerber haben sich längst dauerhaft in Entsendungsdienststellen eingerichtet; andere scheuen den Pfarrstellenwechsel, weil damit möglicherweise die Streichung der jetzigen Pfarrstelle verbunden wäre. Die Gemeinden müssen sich auf längere Vakanzen einstellen. Für viele Gemeindepfarrer führt das zu Mehrbelastungen, da sie die Dienste der fehlenden Kollegen irgendwie auffangen müssen. Die leitende Theologin des Kirchenkreises beobachtet, dass Pfarrerinnen und Pfarrer auf die zunehmenden Mehrbelastungen verstärkt mit Krankensymptomen reagieren.
Sie bat daher auf der Synode die Pfarrer in funktionalen Diensten, verstärkt bei der Gestaltung von Gottesdiensten mitzuhelfen.Hier wird die Kehrseite der lukrativen Vorruhestandsregelung der westfälischen Landeskirche deutlich, nach der Pfarrer während der vergangenen drei Jahre schon mit 58 Jahren bei vollem Ruhestandsgehalt in Pension gehen konnten. Kurschus: „Finanziell hat sich das für die Landeskirche gelohnt. Inhaltlich ist es für unsere Gemeinden ein Verlust.“
kp


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