Bookmark and Share

Kontakt    

Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Gräbener Maschinentechnik spendet 45.000 Euro an EFL
Werthenbacher Unternehmen setzt auf psychologisches Hilfsangebot des Kirchenkreises

Dr. Theodor Gräbener, Annette Mehlmann und Dieter Kapp
05.02.2010 11:31
Werthenbach/Siegen. Die letzte von drei gleich großen Raten einer insgesamt 45.000 Euro zählenden Spende übergaben gestern Dr. Theodor Gräbener und Dieter Kapp, die beiden Geschäftsführenden Gesellschafter der Gräbener Maschinentechnik GmbH & Co. KG mit Sitz in Netphen-Werthenbach, an die Ehe-, Familien- und Lebensberatungsstelle (EFL) des Kirchenkreises Siegen. „Als wir von den Finanzierungsschwierigkeiten, ja den Schließungsabsichten der EFL gehört haben, haben wir uns spontan bereiterklärt, über einen Planungszeitraum von drei Jahren 45.000 Euro zur Finanzierung beizutragen“, erklärte Dr. Theodor Gräbener. „Wir sind fest davon überzeugt, dass die EFL eine ganz wichtige Einrichtung ist – auch für Unternehmen.“ Jeder, der in einem Unternehmen arbeite, wisse, dass sich Probleme im privaten Umfeld auch auf die Arbeitsleistung niederschlügen. „Für die betroffenen Mitarbeiter und die Arbeitsatmosphäre im Unternehmen ist es wichtig, dass wir Ihnen eine Anlaufstelle nennen können, wo sie psychologische Hilfestellung bekommen, um sie zu entlasten.“
Lasten auf den Schultern der Mitarbeiter würden oft nicht sofort erkannt. Dieter Kapp erinnerte an immer wiederkehrende traurige Berichte. „Da geht es um tragische Schicksale von Menschen, die weder ein noch aus gewusst haben.“ Daher sei es umso wichtiger, dass es für diese Menschen Anlaufstellen wir die EFL gebe. „Und für uns Anlass genug mitzuhelfen, sie zu erhalten.“
„Ihr Erhalt sollte eine Selbstverständlichkeit sein“, betonte Dr. Gräbener. „Ich bin betroffen, dass es überhaupt derartige Schwierigkeiten macht, solch eine wichtige Einrichtung zu erhalten.“ Sicherlich befänden sich Unternehmen und damit potenzielle Geldgeber derzeit in einer Krisensituation, die in der ev. Kirche, wenn auch zum größten Teil aus anderen Gründen, schon lange zuvor angekommen sei. Gerade deshalb wollte der „katholische Unternehmer Gräbener aus dem katholischen Johannland ein Zeichen setzen“, dass die Finanzierung der EFL von einer breiten, konfessionsübergreifenden Öffentlichkeit machbar ist. Dr. Gräbener: „Das sollte im Interesse aller regionalen Unternehmer, Wirtschaftsverbände und aller verwandten Institutionen liegen.“
Annette Mehlmann, Leiterin der EFL, dankte der Firma Gräbener „ganz herzlich“: „45.000 Euro, die ohne Wenn und Aber gespendet worden sind, sind eine beispiellose Unterstützung unserer Arbeit.“ Mehr als tausend Ratsuchende – Familien, Paare, Kinder, Jugendliche, junge und alte Menschen – besuchten jährlich die EFL, in der Hoffnung, Unterstützung bei der Lösung ihrer Probleme zu erhalten, berichtete Annette Mehlmann. „Große, mittlere und kleine Unternehmen sowie zahlreiche einzelne Unterstützer haben es im vergangenen Jahr ermöglicht, diese Menschen nicht zu enttäuschen, und den zum Betrieb der EFL notwendigen Betrag von 140.000 Euro zusammengetragen.“
Die Finanzierung für 2010 hingegen sei noch nicht gesichert. „Das Jahr hat hoffnungsvoll begonnen, auch wenn die konjunkturelle Lage nicht rosig erscheint“, so Annette Mehlmann. In diesem Jahr seien aber durch Wegfall von Zuschüssen und die Erhöhung der laufenden Kosten noch einmal 30.000 Euro mehr aufzubringen als 2009. Annette Mehlmann war dennoch zuversichtlich: „Das Bewusstsein, dass ein Arbeitnehmer, welche Probleme auch immer seine Leistungsfähigkeit beeinträchtigen könnten, diese in der EFL besprechen, den Lösungsprozess voranbringen kann und somit leistungsfähig dem Arbeitsprozess zur Verfügung steht, ist auch bei Unternehmen gewachsen.“
Marco Butz


Bildzeile (Foto Marco Butz): Die dritte Rate einer 45.000-Euro-Spende übergaben gestern Dr. Theodor Gräbener (r.) und Dieter Kapp (l.) an EFL-Leiterin Annette Mehlmann.

zurück zur Übersicht



Archiv:
2017 | 2016 | 2015 | 2014 | 2013 | 2012 | 2011 | 2010 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003