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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Der Grund ist gelegt in Jesus Christus
Pfarrer Michael Junk in Neunkirchen-Salchendorf eingeführt

Pfr. Michael Junk
17.03.2010 16:11
Die Vakanz ist vorbei. In einem Festgottesdienst wurde jetzt (14.3.2010)Pfarrer Michael Junk von Superintendentin Annette Kurschus in die 3. Pfarrstelle der Kirchengemeinde Neunkirchen eingeführt. Mit dem Tag der Einführung beginnt sein Dienst in der neuen Kirchengemeinde.
„Es kam überzeugend an“, so Superintendentin Annette Kurschus, „als Du, Michael Junk, mir in einem Gespräch sagtest: ‚Ich bin gerne hier, um mit anderen meinen Glauben zu teilen, mit andern zusammen Kirche gestalten‘. Was kann einer Gemeinde besseres passieren, als einen solchen Pfarrer zu bekommen, einen solchen Überzeugungstäter.“ „Wenn ein guter Ruf vorauseilt, so Kurschus weiter, „kann das aber auch unter Druck setzen und eine allzu große Erwartungshaltung entstehen lassen. Gut, dass ein anderer, dass Jesus Christus schon hier war vor Dir. An Dir wird der Segen in Salchendorf nicht hängen. Das entlastet. Du darfst das Deine zum göttlich Verheißenen Wachstum beitragen. Einen anderen Grund kann niemand legen als den, der gelegt ist, welcher ist Jesus Christus.“
Mit dem Zuspruch von Bibel- und Segensworten aus dem Kreis der Pfarrkollegen und ehrenamtlich Mitarbeitenden wurde Michael Junk von Superintendentin Kurschus zu seinem Dienst in Neunkirchen-Salchendorf berufen und gesendet.
Zu Beginn seiner zweiten Predigt in der Erlöserkirche entschuldigte sich der neue Pfarrer augenzwinkernd für den Lapsus, der ihm in der Vorstellungspredigt unterlaufen ist. Mit „Liebe Neunkirchener“ habe er damals gegrüßt. Ein kapitaler Fehler, wie ihm umgehend mit den Worten deutlich gemacht wurde: „Wir sind hier Salchendorfer“. Gewählt wurde er im Januar dennoch einstimmig.
Den Briefgruß des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth „Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus Christus“ legte Junk seiner Predigt zu Grunde. Junk: „Dass Gott uns gnädig ansieht und was wir als Christen leben, können wir nicht aus uns selber machen. Es ist nicht die Frucht frommer Anstrengung. Der Grund ist gelegt in Jesus Christus.“

Am Ende des Gottesdienstes traten die Kinder und Mitarbeitende des Familienzentrums Schatzkiste auf und begrüßten ihren neuen Pfarrer mit Liedern und Geschenken aus der Schatzkiste: Ein T-Shirt, eine Kerze, Tee, selbst gemalte Bilder und eine CD mit den Kindergartenlieder: „Damit Du Zuhause schon mal unsere Lieder üben kannst.“

Nach dem Einführungsgottesdienst, der musikalisch vom CVJM-Posaunenchor Salchendorf, dem evangelischen Singkreis sowie Sebastian Strunk an der Orgel gestaltet wurde, hatte die Kirchengemeinde zu Kaffee und Kuchen im Kirchsaal geladen. Die Grußworte machten die Verbundenheit von CVJM, Gemeinschaft und Kirchengemeinde sowie der Kirchengemeinden in der Region deutlich.

Pfarrer Junk ist ein gebürtiger Siegerländer und stammt aus Dreis-Tiefenbach. Vereinshaus, Sonntagsschule, CVJM-Jugendarbeit sind ihm nicht fremd. Nach Abitur und Zivildienst studierte er Theologie in Oberursel, Bonn, Jerusalem und Wuppertal. Nach seinem Vikariat in Gelsenkirchen kehrte er ins Siegerland zurück und gestaltete maßgeblich das kreiskirchliche missionarische Kirchenkreisprojekt „gemeinsam unterwegs“. Dieses Projekt, so Kurschus, habe segensreiche Auswirkungen bis heute. 2001 erhielt Junk seine erste Pfarrstelle in der Kirchengemeinde Deuz. Hier packte er gemäß dem Perspektivsatz der Kirchengemeinde Neues mit Zuversicht an. Sein elektronischer Terminplaner hat kein leichtes Dasein und nicht selten tragen von ihm geschriebene Emails eine nachmitternächtliche Uhrzeit. In Deuz musste Junk nicht weg und dort wollte er auch nicht unbedingt weg, bemerkte die Superintendentin bei ihrer Einführung. Doch offensichtlich war das Rufen und Werben der Kirchengemeinde Neunkirchen zu kräftig. Junk studierte die Gemeindekonzeption der Kirchengemeinde im Freien Grund und bekam den Eindruck, dass er mit seiner Frömmigkeit, seinem Begabungsspektrum und seinen Zielen gut in die Gemeinde Neunkirchen passe. Junk: „Ich möchte gerne einen Beitrag dazu leisten, dass wir uns als Gemeinde – von Jesus Christus in Bewegung gebracht – einladend und gewinnend auf andere zubewegen, dazu die Grenzen des eigenen Milieus überschreiten und uns im Team neuen Herausforderungen stellen.“

Eventuell zugedachte Geschenke wollte der neue Pfarrer nicht. Stattdessen bat er um eine Spende an die Stiftung Triebwerk, die in Neunkirchen die Jugendarbeit der Kirchengemeinde und des CVJM unterstützt.

kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Pfarrer Michael Junk wurde in der übervollen Erlöserkirche in Neunkirchen-Salchendorf herzlich begrüßt und in seinen neues Pfarramt eingeführt.

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