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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

Synode 19. Mai 2010
EKiKS ist Normalität geworden – U-3-Ausbau teuer
Staat in Finanzierungsverantwortung nehmen

Verwaltungsleiter Hartmut Menzel
25.05.2010 17:27
Vor fast einem Jahr gaben die Kirchengemeinden Burbach, Buschhütten, Siegen-Christus, Siegen-Erlöser, Müsen, Oberholzklau und Olpe ihre Trägerschaft von 15 evangelischen Kindertageseinrichtungen an den Kirchenkreis Siegen ab. Auf Kirchenkreisebene war zuvor die neue Einrichtung „Evangelische Kindertagesstätten im Kirchenkreis Siegen“ (EKiKS) gebildet worden. Auf der Kreissynode gab Verwaltungsleiter Hartmut Menzel, der gleichzeitig Geschäftsführer der neuen Einrichtung ist, einen ersten Erfahrungsbericht.
Menzel: „Viel Positives zeichnet sich durch EKiKS ab. Pfarrerinnen und Pfarrer sind von vielfältigen Verwaltungsaufgaben entlastet. Vieles Grundsätzliches war zunächst abzustimmen, zu beraten und zu entscheiden. Aber alles wurde engagiert angegangen und inzwischen ist auch schon Alltag eingekehrt.“ Die Verantwortung der EKiKs-Kindergärten liegt in hohem Maße bei den Leitungen vor Ort. Die Kindergärten sind auch weiterhin Kindergärten der Kirchengemeinden, die die religionspädagogische Arbeit gestalten und verantworten.

U-3 Ausbau kostenintensiv

Als schwierig erweist sich der Ausbau der Einrichtungen für Kinder unter drei Jahren. Der Bedarf ist groß. Viele junge Familien stehen vor der Frage, wie die Betreuung der Kinder während der Berufstätigkeit sichergestellt werden kann. Die Politik fördert den Ausbau und viele Träger wollen sich auf den Ausbau ihrer Einrichtungen einlassen. „Wer nimmt in den Blick, dass mit dem U-3-Ausbau die Trägeranteile erheblich ansteigen werden? Nicht nur die einmaligen Ausbaukosten sind zu finanzieren, sondern auch die laufenden Unterhaltungskosten erhöhen sich“, so Menzel.
Problematisch ist für ihn, dass mit der Solidarfinanzierung der kirchlichen Kinder- und Jugendarbeit die Aufgabenverantwortung weiterhin bei den Trägern, also den Kirchengemeinden liegt, während die Finanzverantwortung der Kirchenkreis trägt. Diese Problematik so Menzel, müsse auf einer der nächsten Synoden gelöst werden.

Die Kirche ist für ihn ein verlässlicher Partner: „Wir halten an der Vereinbarung über die freiwilligen Zuwendungen der Kommunen bis zum Ende der Vertragslaufzeit fest.“ Wenn die Jugendhilfeträger jedoch zusätzliche U-3-Plätze benötigten, stünden diese in einer besonderen Finanzverpflichtung auch gegenüber kirchlichen Trägern, betonte der Verwaltungsleiter. Für den zusätzlichen Ausbau von Kindergartenplätzen für unter dreijährige Kinder forderte er eine 100%-ige Übernahme der Kosten. „Diese können nicht aus dem 7%-igen kirchlichen Trägeranteil bestritten werden.“

Mit insgesamt 54 Kindertageseinrichtungen in Trägerschaft der Kirchengemeinden und des Kirchenkreises ist der Kirchenkreis Siegen einer der großen Träger innerhalb der westfälischen Landeskirche.
kp

Text zum Bild: (Foto Karlfried Petri)
Verwaltungsleiter Hartmut Menzel forderte zusätzliche staatliche Finanzmittel für den U-3-Ausbau kirchlicher Kindertageseinrichtungen.

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