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Ev. Kirchenkreis Siegen - Nachrichten

14 Frauen entdecken sich bei einem ungewöhnlichen Seminar auf Spiekeroog neu
Mit dem Meer und den Gezeiten der Sehnsucht und den Träumen auf der Spur

Frauenreferat auf Spiekeroog
01.07.2010 15:52
Die eigenen Ressourcen wiederentdecken und eine „Auszeit vom Alltag“ nehmen: Das wollten das Frauenreferat und die Ev. Erwachsenenbildung im Ev. Kirchenkreis Siegen 14 Frauen anbieten. Die Wellen, die Gezeiten und eine frische Brise auf der Insel Spiekeroog halfen dabei, diesem Ziel ein großes Stück näher zu kommen. Schon im Vorjahr hatten die Organisatorinnen gute Erfahrungen mit der Insel gemacht und wählten das „Haus am Meer“ der Diakonie erneut als „Basislager“ umgeben von Dünen, Sand, Natur und vor allem ganz viel Ruhe.
Kein Autolärm, einmal nicht in der Küche am Herd stehen müssen, entspannte Strandspaziergänge und Besuche im Muschelmuseum, im Künstlerhaus oder im Naturzentrum: „Die Insel ist zauberhaft und eignet sich wunderbar zur Entspannung und für spirituelle Angebote“, betont Pfarrerin Silke Panthöfer, Frauenreferentin des Kirchenkreises Siegen. Denn Kraft schöpfen für Zuhause, das sollten die Frauen, die ihren Alltag durch Familie, Berufstätigkeit, aber auch durch Krankheit oder Alleinleben oft als belastungsreich erleben, so Erwachsenenbildnerin Elisabeth Thiel.
Im Gruppenraum im „Haus am Meer“ zeigten biblische Themen und Texte, eine Psalmwerkstatt und die Arbeit mit der Bibelübersetzung „in gerechter Sprache“ Wege dorthin auf. Aber auch mit Atemarbeit, Chi Gong, Meditativem Tanz, Achtsamkeits- oder Körperübungen entdeckten die Frauen Alternativen zu Stress, Hektik und Problembewältigung. Vielleicht hilft künftig auch der Traumfänger, den sich jede Teilnehmerin selbst gestaltete, dem Seminarthema „Sehnsucht und Träume – Sehnsucht nach Mee(h)r“ auch über den Spiekeroog-Besuch hinaus Nachhaltigkeit zu verleihen.
Die Frauen zwischen 41 und 78 Jahren waren mit konkreten Erwartungen an das Seminar auf die Nordseeinsel gekommen. „Gemeinsames Suchen und Fragen nach der Wirkkraft Gottes um hier und heute von dieser Lebenskraft zu erzählen“, wünschte sich etwa Gertrud Hanefeld. „Weil Bildungsfreizeiten die Stärken und Ressourcen von Frauen besonders freilegen“, schildert Hannelore Nöh. Marita Krekel sieht das Angebot als „gute Gelegenheit, den Urlaub nicht allein verbringen zu müssen“. Enttäuscht wurde niemand. „Ich werde (noch) aufmerksamer Wege in der Natur gehen“, schildert Erika Müller-Maiwald. „Ich habe neue Menschen kennen gelernt, nehme ein wunderbares Gemeinschaftsgefühlt und mehr Selbstvertrauen mit nach Hause. Ich habe den Kopf freier bekommen und bin zur mir selbst gekommen“, zieht Helga Rother ihr ganz persönliches Fazit. Manche Teilnehmerin nimmt jetzt bewusster biblische Texte zur Hand. Anderen hat die Insel ganz neue Perspektiven eröffnet: „Der tägliche Strandspaziergang, die Weite des Meeres, die schöne Unterkunft und die gute Verpflegung haben die persönlichen Sorgen und Ängste kleiner erscheinen lassen“, betont Marita Krekel.


Text: Ulrike Flaspoehler
Foto: Silke Panthöfer

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